Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Starnbirdrace

Was ist das überhaupt?

 

 

 

Inspiriert vom birdrace (http://birdrace.dda-web.de/) haben einige Aktive der Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) im Sommer 2018 das Starnbirdrace ins Leben gerufen. Während beim birdrace einzelne Teams versuchen, innerhalb von 24 Stunden, möglichst viele Vogelarten zu beobachten und somit in Konkurrenz zueinander antreten, geht es beim Starnbirdrace darum, „gemeinsam“ eine möglichst umfangreiche Artenliste zu erstellen. Dazu dokumentieren die teilnehmenden Ornis alle Beobachtungen, die sie am Tag des Starnbirdrace im Landkreis Starnberg gemacht haben, im ornitho.de. Das Starnbirdrace soll regelmäßig zweimal im Jahr durchgeführt werden, einmal im Sommer und einmal im Winter.

 

 

 

Schwarzkehlchen (Foto: Sebastian Zysk)
Schwarzkehlchen (Foto: Sebastian Zysk)

 

 Starnbirdrace Sommer 2021

 

 

 

Im Vorfeld hatten sich nur wenige Ornis der ASO für das Starnbirdrace gemeldet – es gab Absagen wegen Urlaub, anderer Termine, nicht verfügbarem Auto, usw.. Die Wettervorhersage war auch eher durchwachsen, vormittags nieselte es ein wenig und spätnachmittags schüttetet es. Keine allzu guten Voraussetzungen. Trotzdem gab es überraschend gute Ergebnisse.

 

Schwarzspechte (Foto: Antje Geigenberger)
Schwarzspechte (Foto: Antje Geigenberger)

 

Insgesamt waren 12 Ornis unterwegs und dokumentierten ca. 650 Beobachtungen im ornitho. Fast alle ornithologischen Hotspots im Landkreis wurden von mindestens einem Orni besucht, wir haben also einen sehr guten Überblick über die Vogelwelt an diesem Tag erhalten. Beobachtet wurde unter anderem am Starnberger See, am Maisinger See, im Ampermoos, am Deixlfurter See, in Wald und Feld rund um Gauting, im Kraillinger Pioniergelände, in den Kiesgruben bei Unterbrunn, an der Würm, rund um Gilching und an vielen anderen Stellen im Landkreis.  Am späten Nachmittag standen 110 Arten auf der Liste, nachts rief dann noch der Waldkauz in Söcking, sodass insgesamt 111 Arten dokumentiert werden konnten. Damit konnte das Rekordergebnis des Vorjahres mit 115 Arten fast erreicht werden. Die „fleißigsten“ Beobachter waren – wie im vergangenen Jahr – Ursula Wiegand und Sebastian Zysk, die jeweils ca. 100 Beobachtungen und 70 Arten dokumentieren konnten.

 

 

 

Uferschwalbennester am Jaisweiher in Gilching (Foto: Richard Roberts)
Uferschwalbennester am Jaisweiher in Gilching (Foto: Richard Roberts)

Welche Beobachtungen waren nun besonders erwähnenswert?

 

Am Starnberger See konnten mehrere Rothalstaucher entdeckt werden; ungewöhnlich, diese Vögel noch im Sommer bei uns zu sehen. Am Südende des Starnberger Sees wurden von Oliver Focks diesjährige Schellenten festgestellt, die Schellenten haben wohl auch in diesem Jahr am Starnberger See gebrütet. Richard Roberts nutzte den Starnbirdracetag, um die Uferschwalbenkolonien bei Gilching exakt zu zählen. Dort sind mindestens 52 Röhren besetzt. In den Kiesgruben bei Oberbrunn konnten ähnlich viele besetzte Uferschwalbenröhren festgestellt werden.

Tannenhäher (Foto: Sebastian Zysk)
Tannenhäher (Foto: Sebastian Zysk)

 

Die Flussregenpfeifer in den Oberbrunner Kiesgruben haben vermutlich gebrütet, von mehreren Ornis konnten am Tag des Starnbirdrace warnende Flussregenpfeifer sowie einzelne Jungvögel festgestellt werden. Wachteln wurden von Antje Geigenberger und Stephan Rauscher in der Feldflur festgestellt. Limikolen waren im Landkreis STA wie immer sehr wenige nachzuweisen – auf der Liste standen dann Kiebitz, Bekassine, Flussregenpfeifer, Waldwasserläufer und Grünschenkel. Bis auf Wanderfalke und Wespenbussard konnten alle bei uns vorkommenden Greifvögel beobachtet werden. Der Wiesenpieper konnte nur im Ampermoos festgestellt werden, Baumpieper wurden im Ampermoos und bei Gilching nachgewiesen. Keine Nachweise gab es von Waldlaubsänger, Gartenrotschwanz und Blaukehlchen.  An der Würm zwischen Leutstetten und Gauting konnte die Artenliste vervollständigt werden: Sebastian Zysk stellte hier Wasseramsel, Mandarinente und Gebirgsstelze fest.

 

Insgesamt war es für alle Beteiligten ein erlebnisreicher Beobachtungstag mit vielen interessanten Beobachtungen. Wir werden die Tradition des Starnbirdrace fortsetzen, das nächste Starnbirdrace findet am Dreikönigstag 2022 statt.

 

(Text: Pit Brützel)

 

Bergpieper (Foto: ornitho.de - Evi&Hauke Clausen-Schauman)
Bergpieper (Foto: ornitho.de - Evi&Hauke Clausen-Schauman)

Starnbirdrace Winter 2021

 

Schneetreiben, Kälte, schlechtes Licht, beschlagene Ferngläser, die äußeren Bedingungen für das Starnbirdrace am Dreikönigstag 2021 waren wirklich nicht gut. Und so gestaltete sich der Tag sehr viel schwieriger als erwartet. Gut 15 Aktive der ASO waren losgezogen, um festzustellen, wie viele Vogelarten man an einem Wintertag im Landkreis Starnberg beobachten kann.

Doch die ersten Meldungen, die in der ASO-Whats App Gruppe eintrudelten, klangen nicht sehr optimistisch.

  • „schlechte Sicht, Schneetreiben, nur ein paar Allerweltsarten“
  •  „das wird heute echt schwierig. Im Wald war es fast komplett still.“
  •  „Miserable Bedingungen. Bislang noch keine der Zielarten gesehen.“
  • „Ich tu mich auch schwer in Wald und Feld.“
 überwinternde Rohrweihe am Starnberger See (Foto: ornitho.de - Ursula Wiegand)
überwinternde Rohrweihe am Starnberger See (Foto: ornitho.de - Ursula Wiegand)

Bis Mittag standen gerade mal knapp 50 Vogelarten im ornitho. Doch es sollte im Laufe des Tages noch deutlich besser werden. Es waren ja nicht nur die ASO-Aktivisten unterwegs, sondern auch einige andere Beobachter, die vor allem am Starnberger See beobachteten.  Insgesamt waren an diesem Dreikönigstag fast 25 Beobachter unterwegs, die 625 Beobachtungen im ornitho dokumentierten.

 

Und die Artenzahl? Insgesamt wurden 86 Arten dokumentiert, eine Art mehr als im  vergangenen Jahr, also ein neuer Rekord. Im letzten Jahr waren allerdings die Verhältnisse deutlich besser. Die erfolgreichsten (gemessen an der Artenzahl) Beobachter waren Ursula Wiegand und Basti Zysk, die jeweils ca. 50 Arten dokumentieren konnten. Respekt!

 

Welche Besonderheiten konnten nun festgestellt werden? Am Starnberger See konnten bis auf den Sterntaucher fast alle in diesem Winter hier rastenden Wasservögel dokumentiert werden. Im Aubach wurden gleich drei Wasserrallen beobachtet. Ungewöhnliche Überwinterer waren ein Sommergoldhähnchen, ein Hausrotschwanz und eine weibchenfarbige Rohrweihe, die von vielen Beobachtern am Starnberger See beobachtet werden konnte, wie sie schwimmende Großmöwen attackierte.

 

Toll, was man an einem Tag mit so schlechtem Wetter bei uns alles sehen kann. Birden ist eigentlich immer spannend. Und trotz des Wetters waren die Teilnehmer von dem Format des Starnbirdrace sehr angetan, sodass wir das Starnbirdrace auch in den nächsten Jahren fortsetzen werden. Das Sommer-Starnbirdrace Anfang Juli und das Winter-Starnbirdrace wieder am Dreikönigstag.

 

(Text: Pit Brützel)

Wespenbussard (Foto: Sebastian Zysk)
Wespenbussard (Foto: Sebastian Zysk)

Starnbirdrace Sommer 2020

 

Das 3. Sommer-Starnbirdrace fand am Sonntag, den 28. Juni 2020 statt. Dieses Mal waren wir etwas besser vorbereitet als im Vorjahr. Es waren zwar einige der regelmäßigen ASO-Beobachter nicht in der Gegend, aber im Vorfeld hatten sich sieben Ornis angemeldet und wir hatten die meisten ornithologischen Hot Spots des Landkreises Starnberg  unter den Beteiligten aufgeteilt. Dazu kamen noch ein paar Einzelbeobachtungen. Insgesamt wurden an diesem Sonntag bei herrlichem Wetter von zwölf Beobachtern über 510 Beobachtungen im ornitho.de dokumentiert.

 

Wie viele Arten kann man nun an einem Sommertag im Landkreis Starnberg beobachten?

Bei den vergangenen Starnbridraces hatten wir 93 ( im Jahr 2018) sowie 71 (2019 ) Arten beobachtet. Die Optimisten hatten nach dem überrasched guten Ergebnis beim birdrace  Anfang Mai mit ca. 100 Arten gerechnet. Das birdrace 2020 war ja wegen Corona mit neuen Regeln, die im wesentlichen dem Starnbirdrace ähneln, durchgeführt worden. Doch es sollte deutlich besser werden.

 

Bereits um 11 Uhr vormittag waren 86 Arten im ornitho dokumentiert. Die 100-Arten-Marke wurde dann mittags mit einem Wespenbussard geknackt und am Ende des Tages standen 115 verschieden Arten auf der ornitho-Liste.  Die fleißigsten Beobachter waren Ursula Wiegand und Basti Zysk, die jeweils ca. 130 Beobachtungen mit ca. 80 Arten dokumentierten. Damit hatten die beiden jeweils schon mehr Arten dokumentiert als beim letztjährigen Starnbirdrace insgesamt beobachtet wurden!

 

Es konnten fast alle zu erwartenden Vogelarten beobachtet werden – es fehlten eigentlich nur Schwanzmeise, Girlitz und Waldlaubsänger sowie die Eulenarten. Kleinspecht und Wendehals waren bis kurz vor dem Starnbirdracetag noch regelmäßig an ihren Bruthöhlen zu sehen gewesen, sie hatten allerdings das Brutgeschäft schon beendet und waren nicht mehr aufzufinden.

 

Erwähnenswerte Beobachtungen waren unter anderem Wanderfalken und Wespenbussarde an mehreren Stellen, Brandgänse und eine Trauerseeschwalbe am Starnberger See, sowie Rohrschwirl, Schilfrohrsänger, Gartenrotschwanz und Blaukehlchen im Ampermoos. Ein schöner und ereignisreicher Beobachtungstag für alle Beteiligten. Im Januar 2021 findet das Winter-Starnbirdrace statt; dort werden dann ganz andere Vogelarten dokumentiert werden. Und im Mai 2021 gibt es wieder das birdrace, bei dem bundesweit unterschiedliche Teams antreten werden.

 

(Text: Pit Brützel)

Raubwürger(Foto: Antje Geigenberger)
Raubwürger(Foto: Antje Geigenberger)

Starnbirdrace Winter 2020

 

Das 2. Winter-Starnbirdrace fand am Dreikönigstag, Montag, den 6. Januar 2020 statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir herrliches Wetter. Die Sonne schien, die Temperaturen lagen morgens um den Gefrierpunkt, es war windstill und die Beobachtungsbedingungen – vor allem am Starnberger See – waren hervorragend.

 

Dieses Jahr hatte sich die ASO etwas besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. Wir hatten unter den anwesenden Aktiven der ASO  die interessanten Gebiete des Landkreises etwas aufgeteilt, sodass die meisten Habitattypen des Landkreises von Ornithologen untersucht wurden. Beobachtet wurde unter anderem am Starnberger See, an der Würm, im Leutstettener Moos, in der Feldflur bei den Kiesgruben Unterbrunn, im Aubachtal, südlich von Aschering und natürlich bei den Ornis vor der Haustür.

 

Insgesamt wurden im ornitho.de  440 Beobactungen von  20 Ornis dokumentiert – eine so hohe Zahl hatten wir beim Starnbirdrace noch nie. Insgesamt wurden 85 Arten dokumentiert. Darunter natürlich vor allem Wasservögel am Starnberger See mit seltenen Gästen wie Samtente, Ohrentaucher und Rothalstaucher. Neben vielen Prachttauchern konnte auch einmal der seit Ende Dezember hier überwinternde Eistaucher „weit draußen“ beobachtet werden. Neben fast allen im Winter bei uns vorkommenden Singvögeln  - darunter Sommergoldhähnchen und Wiesenpieper - konnten auch Wintergäste wie Raufußbussard, Kornweihe und Raubwürger beobachtet werden. 

Waldwasserläufer (Foto: Antje Geigenberger)
Waldwasserläufer (Foto: Antje Geigenberger)

Starnbirdrace Sommer 2019

 

Das 2. Sommer-Starnbirace 2019 fand am Sonntag, den 7. Juli 2019 statt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Termin nicht gut gewählt war. Viele der regelmäßigen Beobachter der ASO waren gar nicht im Lande. So waren nur 5 Ornis unterwegs und dokumentierten insgesamt 186 Beobachtungen im ornitho.de.

 

Beobachtet wurde im Pioniergelände Krailling, in den Kiesgruben bei Unterbrunn, im Ampermoos, in der Erlinger Seacht´n sowie rund um den Maisinger See. Und natürlich dokumentierten die teilnehmenden Ornis auch die Vögel rund um den Wohnort sowie auf der Fahrt zu den Beobachtungsgebieten.

 

Insgesamt wurden (nur) 71 Arten dokumentiert. Es wurden allerdings viele Lebensräume wie z.B. der Starnberger See gar nicht besucht. Besonderheiten waren die Beobachtungen von Wachtel, Waldwasserläufer, Wiesenpieper und Wiesenschafstelze. Vom Rotmilan konnte ein Brutnachweis erbracht werden.

Seidenschwanz (Foto: Bernhard Glüer)
Seidenschwanz (Foto: Bernhard Glüer)

Starnbirdrace Winter 2019

 

Das Winter-Starnbirdrace fand am Dreikönigstag, also am 6. Januar 2019 statt. Leider hat das Wetter überhaupt nicht mitgespielt, es hat den ganzen Tag geschneit bzw. geregnet, die Straßen waren schlecht passierbar und die Beobachtungsbedingungen waren sehr schlecht. So war die Teilnehmerzahl am Starnbirdrace deutlich niedriger als im Sommer.

 

7 Ornis der ASO dokumentierten ihre Beobachtungen, außerdem gab es noch einige Beobachtungen sporadischer Beobachter im Landkreis. So wurden an diesem Tag knapp 160 Beobachtungen im ornitho.de dokumentiert. Beobachtet wurde im Wesentlichen am Starnberger See, in der Umgebung von Gauting, vor der Haustür in Söcking, rund um Krailling sowie im nördlichen Manthal.

 

Insgesamt wurden 63 Arten dokumentiert, bei besserem Wetter und höherer Beobachtungsintensität wäre diese Zahl sicher viel höher gewesen.

 

Highlight dieses Starnbirdrace war die Beobachtung eines kleinen Trupps von Seidenschwänzen.

Wespenbussard (Foto: Peter Witzan)
Wespenbussard (Foto: Peter Witzan)

Starnbirdrace Sommer 2018

 

Das 1. Sommer-Starnbirdrace fand am Samstag, den 30. Juni statt. Insgesamt 10 Ornis der ASO waren im ganzen Landkreis unter­wegs. Im ornitho.de wurden ca. 380 Beobachtungen doku­men­tiert. Dabei wurde im Wesentlichen in  folgenden Gebieten beobachtet: Ampermoos, Deixlfurther See, rund um Gilching, am Starnberger See, am Maisinger See, im Leutstettener Moos, im Kraillinger Pioniergelände, an der Würm im Mühltal und bei den Kiesgruben in Unterbrunn. Und natürlich hatten alle Ornis auch die Beobachtungen rund um ihr Zuhause und auf dem Weg von und zum Beobachtungsgebiet dokumentiert.

 

Insgesamt konnten 93 Arten festgestellt werden. Es scheint also nicht ganz einfach zu sein, an einem Tag mehr als 100 Arten im Landkreis Starnberg zu beobachten. Highlights des Starnbirdrace waren die Beobachtungen von Brandgans, Wachtel, Wespenbussard und Sturmmöwe.