Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Vogelfoto des Monats

Der besondere Blick auf die Vogelwelt im Landkreis Starnberg – die Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) kürt an dieser Stelle jeden Monat die beste Vogel-Aufnahme aus dem Landkreis Starnberg.

Oktober

Foto: Dreizehenspecht – (c) Antje Geigenberger
Dreizehenspecht – Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Ende Oktober gab es für mich ein „Highlight“: Völlig überraschend konnte ich in einem Wald bei Gauting ein Dreizehenspecht-Männchen (gelbe Kopfplatte!) bei der für diese Spechtart typischen Nahrungssuche beobachten. Nach Entfernen der obersten Rindenschicht hat er kleine Löcher in den Stamm gehackt, um dann mit seiner langen Zunge an Käferlarven zu gelangen, wahrscheinlich waren es Borken- oder Bockkäferlarven. Ich kannte diesen Specht bisher nur aus den Ammergauer Alpen, mit einer Sichtung bei uns habe ich eigentlich nicht gerechnet.

 

Mehr über Dreizehenspechte im Vogelatlas

Die Spielregeln – so können Sie mitmachen

Sie haben ein tolles Vogel-Foto im Landkreis Starnberg geschossen? Dann einfach in ornitho.de eine entsprechende Beobachtung mit Foto-Anhang eingeben, oder Sie schicken das Foto mit einem kurzen Kommentar an die ASO – peter.bruetzel@lbv.de.

Die Jury der ASO kürt aus allen Beiträgen jeden Monat das Siegerbild und veröffentlicht das Foto mit einem kleinen Text hier auf der Webseite. Am Ende des Jahres wird dann aus den zwölf Vogelfotos des Monats das Bild des Jahres gewählt. Ein gutes Auge, Kreativität und das Gespür für den richtigen Augenblick sind gefragt.

Wichtig: Vermeiden Sie es beim Fotografieren unbedingt, die Vögel zu stören oder zu beunruhigen.

Archiv

Januar 2020

Foto: Eistaucher
Eistaucher - Foto: Markus Gerum

Der Fotograf Markus Gerum erläutert:

 

Ich war am 24.01. bei besten Wetterbedingungen mit Pit Brützel am Starnberger See von Leoni aus in Richtung Süden unterwegs. Mit etwas Glück und Geduld hatte ich den Eistaucher von der Seeburg aus etwa 1,5km nördlich von uns noch gut 300m vom Ufer entfernt entdeckt. 

Pit und ich sind dann wieder ein Stück nach Norden (zurück-)gefahren und hatten "mindestens großes Glück", dass der junge Eistaucher an einer frei zugänglichen Uferstelle bis auf geschätzte 40 oder 50m ans Ufer heran schwamm und sich dort mehrere Minuten im besten Licht zeigte.

Mein Foto sind übrigens (wie fast immer) per Digiskopie entstanden.

 

Mehr über Eistaucher im Starnberger Vogelatlas erfahren

Februar 2020

Für den Monat Februar teilen sich zwei Fotos den Titel "Vogelfoto des Monats":

Rotmilan - Foto: Ursula Wiegand
Rotmilan - Foto: Ursula Wiegand

Der Rotmilan wurde Anfang Februar in der Umgebung von Aschering beobachtet und fotografiert. Auf Grund des milden Winters waren in allen Wintermonaten Rotmilane im Landkreis Starnberg zu beobachten

 

Mehr über den Rotmilan im Vogelatlas

Waldrapp - Foto: Barbara und Gerhard Gack
Waldrapp - Foto: Barbara und Gerhard Gack

Die Fotographen Barbara und Gerhard Gack erläutern:

 

Den jungen Waldrapp Hapu konnten wir am 09.02.2020 in Gilching längere Zeit auf einer Scheune sitzend gut beobachten.  Dank des Waldrappprojektes finden diese bemerkenswerten Vögel wieder eine Heimat in Mitteleuropa.

 

Mehr über den Waldrapp im Vogelatlas

März 2020

Foto: Sommergoldhähnchen
Sommergoldhähnchen - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Goldhähnchen sind flüchtige Wesen, obwohl sie nicht scheu sind. Sie bewegen sich sehr schnell und halten sich meist in dunklen Fichten auf. Das schafft der beste Autofocus kaum. Ende März im Wald bei Gauting hatte ich einfach Glück, als mir das Foto des fliegenden Sommergoldhähnchens gelang.

 

Mehr über Sommergoldhähnchen im Vogelatlas

April 2020

Foto: Wasseramseln - (c) Antje Geigenberger
Wasseramseln - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Junge Wasseramseln schlüpfen recht früh im Jahr, meist schon im April. Die Fütterungsperiode ist aber recht kurz (manchmal nur ein paar Tage), so dass man sich schon sputen muss, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Das Foto ist an der Würm bei Gauting aufgenommen worden.

 

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Mai 2020

Foto: Lachmöwe (mit Teichrose) (c) Ursula Wiegand
Lachmöwe (mit Teichrose) - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

In der Lachmöwenkolonie am Maisinger See geht es dieses Jahr sehr rege zu. Zum Zeitpunkt des Fotos (14. Mai) waren schon alle 57 Nester mit brütenden Lachmöwen besetzt. Dies hielt die Möwen aber nicht davon ab, fleißig an den Nestern weiter zu bauen. Der ständig ergänzende Nestbau hält bis heute (4. Juni) an, sodass die Nester immer höher und bisweilen turmartig werden.

 

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Juni 2020

Foto: Lachmöwe und Schwarzmilan (c) Ursula Wiegand
Lachmöwe und Schwarzmilan - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

In der Lachmöwenkolonie auf dem Maisinger See sind mittlerweile ca. 50 noch nicht flügge Lachmöwenkinder, die gut beschützt werden müssen. Gegen Angriffe aus der Luft sind stets mindestens 15 Lachmöwen äußerst wachsam unterwegs, um sich gegenseitig vor Feinden zu warnen und diese gemeinsam abzuwehren. Dies geschieht sehr lautstark von früh bis abends und zur Zeit des hier abgebildeten Fotos waren ein Schwarzmilan und ein Rotmilan regelmäßig über dem See unterwegs. Zusätzlich sind hier auch Rohrweihe und Mäusebussard regelmäßig über dem See, es gibt also viel zu tun für die Lachmöwen.

 

Mehr über Lachmöwen und Schwarzmilane im Vogelatlas

Juli 2020

Foto: Uferschwalben (c) Antje Geigenberger
Uferschwalben - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

In den Kiesgruben Ober- und Unterbrunn gibt es in den Abruchwänden leider wenig Sandeinschlüsse, so haben die Uferschwalben einen eher nicht so stabilen aufgeschütteten Sandhaufen (den der Kiesgrubenbetreiber hat stehenlassen) genützt, um darin ihre Röhren zu bauen. 55 Nester = Röhre sind gezählt worden. Letztes Jahr hat es dort mit der Brut nicht geklappt, da die Röhren von einem Starkregen zerstört wurden. Eine weitere Brutkolonie befindet sich im Landkreis Starnberg noch in der Jais-Kiesgrube bei Gilching.

 

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August 2020

Foto: Sperber (c) Ursula Wiegand
Sperber - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

Das Sperberweibchen auf dem Foto kreiste längere Zeit mit einem zweiten Sperberweibchen über einem Garten am südlichen Rande eines Buchenmischwaldes in Söcking. Sperber zeigen sich in diesem Gebiet recht häufig, sie jagen in den Gärten und im Wald nach kleinen Singvögeln und halten sich im Winter regelmäßig bzw. fast täglich am Futterplatz im Garten der Fotografin auf.

 

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September 2020

Foto: Pfulschnepfe (c) Martin Hippius
Pfuhlschnepfe - Foto: Martin Hippius

Der Fotograf Martin Hippius erläutert:

 

Zunächst wussten die Gäste des Südbades Tutzing, eines Strandbades am Westufer des Starnberger Sees, nicht, welch seltener Vogel sich täglich auf der Liegewiese am See aufhielt, um völlig unbeeindruckt von den Badegästen nach Nahrung zu suchen. Der gar nicht scheue Vogel kam den Liegestühlen der Gäste bei seiner Futtersuchen so nah, dass selbst Fotografen mit Mobiltelefonkamera Fotos des kleinen Vogels machen konnten. Es gab unter den Gästen die unterschiedlichsten Vermutungen zu welcher Art der tägliche Besucher gehört. Klarheit brachte zunächst ein Mobiltelefonfoto, dass wir an Pit Brützel sendeten; er erkannte eine Uferschnepfe, war sich mit der genauen Bestimmung noch nicht sicher. In den folgenden Tagen konnte ich mit besseren Kameras, vorsichtiger Annäherung und Geduld eine Reihe von formatfüllenden Großaufnahmen und Videoclips von der Schnepfe machen. Diese Fotos ermöglichten Pit Brützel die Schnepfe eindeutig als junge Pfuhlschnepfe zu klassifizieren. Es war die zweite Sichtung einer Pfuhlschnepfe in dieser Region in den vergangen zehn Jahren. Mit dieser Information erhielten wir auch weitere Information über Brutgebiete der Pfuhlschnepfen (die nördlichsten Küstenregionen Europas), wir erfuhren von den unglaublich langen Reisewege der Pfuhlschnepfen (bis zu 12.000 km) und wir waren beeindruckt, dass zweihundert Stunden dauernde Non Stop Flüge von Pfuhlschnepfen dokumentiert sind, in der diese kleinen Vögel solche Entfernung zurücklegen können. – Nach zehn sonnigen Tagen, in denen die Pfuhlschnepfe täglich die Liegewiese am See besuchte, kühlte Ende September verregnetes Herbstwetter das bayerische Oberland stark ab. Unsere Pfuhlschnepfe wird vermutlich den Weg Richtung Süden in wärmere Regionen fortgesetzt haben.

 

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