Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Vogelfoto des Monats

Der besondere Blick auf die Vogelwelt im Landkreis Starnberg – die Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) kürt an dieser Stelle jeden Monat die beste Vogel-Aufnahme aus dem Landkreis.

April

Foto: Wacholderdrossel © Antje Geigenberger
Wacholderdrossel - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Die Wacholderdrossel, im Landkreis Starnberg ein häufiger Brutvogel, ist bunt, laut und wenig scheu. Im Herbst und Winter frisst sie, ihrem Namen entsprechend gerne Wacholderbeeren, aber eigentlich besteht die Hauptnahrung aus Regenwürmern. Das Bild entstand in Unterbrunn auf der Wiese neben dem Dorfweiher, in den alten Bäumen dort brüten auch regelmäßig einige Paare.
 

Mehr über Wacholderdrosseln im Vogelatlas

Die Spielregeln – so können Sie mitmachen

Sie haben ein tolles Vogel-Foto im Landkreis Starnberg geschossen? Dann einfach in ornitho.de eine entsprechende Beobachtung mit Foto-Anhang eingeben, oder Sie schicken das Foto mit einem kurzen Kommentar an die ASO – peter.bruetzel@lbv.de.

Die Jury der ASO kürt aus allen Beiträgen jeden Monat das Siegerbild und veröffentlicht das Foto mit einem kleinen Text hier auf der Webseite. Am Ende des Jahres wird dann aus den zwölf Vogelfotos des Monats das Bild des Jahres gewählt. Ein gutes Auge, Kreativität und das Gespür für den richtigen Augenblick sind gefragt.

Wichtig: Vermeiden Sie es beim Fotografieren unbedingt, die Vögel zu stören oder zu beunruhigen. Und verwenden Sie keine Klangattrappen!

Archiv 2021

Januar 2021

Foto: Raubwürger (c) Antje Geigenberger
Raubwürger – Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Der Raubwürger ist im vogelarmen Winter ein echter Hingucker, lässt er sich doch, da er meist exponiert auf einer Warte auf großen, freien Flächen sitzt, gut beobachten und fotografieren. Im Landkreis Starnberg gibt es einige Winterreviere, die regelmäßig besetzt werden, so z. B. im Aubachtal bei Seefeld, wo dieses Foto entstanden ist. Es ist für den nur amselgroßen Vogel recht erstaunlich, dass so ein Winterrevier wohl 100 Hektar betragen kann.

 

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Februar 2021

Foto: Wasserralle (c) Ursula Wiegand
Wasserralle - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

Die Wasserralle fristet ein absolut heimliches Dasein. Mit etwas Glück kann man sie im späten Frühjahr hören. So mancher Spaziergänger hat sich bestimmt schon über das typische „Ferkelquieken“ der Wasserralle, das aus dem Schilf ertönt, gewundert.

Die Wasserrallen leben in Feuchtgebieten aller Art, hier besonders am Schilfrand von Gewässern. Ein Teil zieht im Oktober in südlichere Gegenden, einige jedoch bleiben und suchen sich in der Nähe ihrer Brutgewässer ein Winterquartier. So auch die hier abgebildete Wasserralle, die vom zugefrorenen Maisinger See auf einen  kleinen Bach südlich des NSG Maising ausgewichen ist. Hier kann man sie mit viel Glück und Geduld manchmal dabei entdecken, wie sie von einer Bachseite auf die andere fliegt und sogleich wieder in der vom Schnee herabgedrückten Ufervegetation verschwindet. Sie nutzt den von Pflanzen gebildeten „Tunnel“ als ideales Versteck, in dem sie unbeobachtet entlang laufen kann. Nur manchmal sieht man den roten, herab gebogenen Schnabel heraus spitzen und wenn man  dann noch viel größeres Glück hat, traut sich der scheue Vogel auch einmal aus seiner Deckung.

 

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März 2021

Foto: Sperber (c) Antje Geigenberger
Sperber - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Sperberfotos gelingen im Winter meist im Garten in der Nähe von Futterplätzen für Kleinvögel. So auch dieses von einem Sperbermännchen, das einen erbeuteten Vogel frisst. Trotzdem begannen die Gartenvögel gleich wieder zu singen, sie waren sich anscheinend sicher, dass die Gefahr vorbei ist.

 

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Archiv 2020

Januar 2020

Foto: Eistaucher
Eistaucher - Foto: Markus Gerum

Der Fotograf Markus Gerum erläutert:

 

Ich war am 24.01. bei besten Wetterbedingungen mit Pit Brützel am Starnberger See von Leoni aus in Richtung Süden unterwegs. Mit etwas Glück und Geduld hatte ich den Eistaucher von der Seeburg aus etwa 1,5km nördlich von uns noch gut 300m vom Ufer entfernt entdeckt. 

Pit und ich sind dann wieder ein Stück nach Norden (zurück-)gefahren und hatten "mindestens großes Glück", dass der junge Eistaucher an einer frei zugänglichen Uferstelle bis auf geschätzte 40 oder 50m ans Ufer heran schwamm und sich dort mehrere Minuten im besten Licht zeigte.

Mein Foto sind übrigens (wie fast immer) per Digiskopie entstanden.

 

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Februar 2020

Für den Monat Februar teilen sich zwei Fotos den Titel "Vogelfoto des Monats":

Rotmilan - Foto: Ursula Wiegand
Rotmilan - Foto: Ursula Wiegand

Der Rotmilan wurde Anfang Februar in der Umgebung von Aschering beobachtet und fotografiert. Auf Grund des milden Winters waren in allen Wintermonaten Rotmilane im Landkreis Starnberg zu beobachten

 

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Waldrapp - Foto: Barbara und Gerhard Gack
Waldrapp - Foto: Barbara und Gerhard Gack

Die Fotographen Barbara und Gerhard Gack erläutern:

 

Den jungen Waldrapp Hapu konnten wir am 09.02.2020 in Gilching längere Zeit auf einer Scheune sitzend gut beobachten.  Dank des Waldrappprojektes finden diese bemerkenswerten Vögel wieder eine Heimat in Mitteleuropa.

 

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März 2020

Foto: Sommergoldhähnchen
Sommergoldhähnchen - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Goldhähnchen sind flüchtige Wesen, obwohl sie nicht scheu sind. Sie bewegen sich sehr schnell und halten sich meist in dunklen Fichten auf. Das schafft der beste Autofocus kaum. Ende März im Wald bei Gauting hatte ich einfach Glück, als mir das Foto des fliegenden Sommergoldhähnchens gelang.

 

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April 2020

Foto: Wasseramseln - (c) Antje Geigenberger
Wasseramseln - Foto: Antje Geigenberger

Vogelfoto des Jahres 2020

 

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Junge Wasseramseln schlüpfen recht früh im Jahr, meist schon im April. Die Fütterungsperiode ist aber recht kurz (manchmal nur ein paar Tage), so dass man sich schon sputen muss, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Das Foto ist an der Würm bei Gauting aufgenommen worden.

 

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Mai 2020

Foto: Lachmöwe (mit Teichrose) (c) Ursula Wiegand
Lachmöwe (mit Teichrose) - Foto: Ursula Wiegand

2. Platz "Vogelfoto des Jahres 2020"

 

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

In der Lachmöwenkolonie am Maisinger See geht es dieses Jahr sehr rege zu. Zum Zeitpunkt des Fotos (14. Mai) waren schon alle 57 Nester mit brütenden Lachmöwen besetzt. Dies hielt die Möwen aber nicht davon ab, fleißig an den Nestern weiter zu bauen. Der ständig ergänzende Nestbau hält bis heute (4. Juni) an, sodass die Nester immer höher und bisweilen turmartig werden.

 

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Juni 2020

Foto: Lachmöwe und Schwarzmilan (c) Ursula Wiegand
Lachmöwe und Schwarzmilan - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

In der Lachmöwenkolonie auf dem Maisinger See sind mittlerweile ca. 50 noch nicht flügge Lachmöwenkinder, die gut beschützt werden müssen. Gegen Angriffe aus der Luft sind stets mindestens 15 Lachmöwen äußerst wachsam unterwegs, um sich gegenseitig vor Feinden zu warnen und diese gemeinsam abzuwehren. Dies geschieht sehr lautstark von früh bis abends und zur Zeit des hier abgebildeten Fotos waren ein Schwarzmilan und ein Rotmilan regelmäßig über dem See unterwegs. Zusätzlich sind hier auch Rohrweihe und Mäusebussard regelmäßig über dem See, es gibt also viel zu tun für die Lachmöwen.

 

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Juli 2020

Foto: Uferschwalben (c) Antje Geigenberger
Uferschwalben - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

In den Kiesgruben Ober- und Unterbrunn gibt es in den Abruchwänden leider wenig Sandeinschlüsse, so haben die Uferschwalben einen eher nicht so stabilen aufgeschütteten Sandhaufen (den der Kiesgrubenbetreiber hat stehenlassen) genützt, um darin ihre Röhren zu bauen. 55 Nester = Röhre sind gezählt worden. Letztes Jahr hat es dort mit der Brut nicht geklappt, da die Röhren von einem Starkregen zerstört wurden. Eine weitere Brutkolonie befindet sich im Landkreis Starnberg noch in der Jais-Kiesgrube bei Gilching.

 

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August 2020

Foto: Sperber (c) Ursula Wiegand
Sperber - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

Das Sperberweibchen auf dem Foto kreiste längere Zeit mit einem zweiten Sperberweibchen über einem Garten am südlichen Rande eines Buchenmischwaldes in Söcking. Sperber zeigen sich in diesem Gebiet recht häufig, sie jagen in den Gärten und im Wald nach kleinen Singvögeln und halten sich im Winter regelmäßig bzw. fast täglich am Futterplatz im Garten der Fotografin auf.

 

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September 2020

Foto: Pfulschnepfe (c) Martin Hippius
Pfuhlschnepfe - Foto: Martin Hippius

Der Fotograf Martin Hippius erläutert:

 

Zunächst wussten die Gäste des Südbades Tutzing, eines Strandbades am Westufer des Starnberger Sees, nicht, welch seltener Vogel sich täglich auf der Liegewiese am See aufhielt, um völlig unbeeindruckt von den Badegästen nach Nahrung zu suchen. Der gar nicht scheue Vogel kam den Liegestühlen der Gäste bei seiner Futtersuchen so nah, dass selbst Fotografen mit Mobiltelefonkamera Fotos des kleinen Vogels machen konnten. Es gab unter den Gästen die unterschiedlichsten Vermutungen zu welcher Art der tägliche Besucher gehört. Klarheit brachte zunächst ein Mobiltelefonfoto, dass wir an Pit Brützel sendeten; er erkannte eine Uferschnepfe, war sich mit der genauen Bestimmung noch nicht sicher. In den folgenden Tagen konnte ich mit besseren Kameras, vorsichtiger Annäherung und Geduld eine Reihe von formatfüllenden Großaufnahmen und Videoclips von der Schnepfe machen. Diese Fotos ermöglichten Pit Brützel die Schnepfe eindeutig als junge Pfuhlschnepfe zu klassifizieren. Es war die zweite Sichtung einer Pfuhlschnepfe in dieser Region in den vergangen zehn Jahren. Mit dieser Information erhielten wir auch weitere Information über Brutgebiete der Pfuhlschnepfen (die nördlichsten Küstenregionen Europas), wir erfuhren von den unglaublich langen Reisewege der Pfuhlschnepfen (bis zu 12.000 km) und wir waren beeindruckt, dass zweihundert Stunden dauernde Non Stop Flüge von Pfuhlschnepfen dokumentiert sind, in der diese kleinen Vögel solche Entfernung zurücklegen können. – Nach zehn sonnigen Tagen, in denen die Pfuhlschnepfe täglich die Liegewiese am See besuchte, kühlte Ende September verregnetes Herbstwetter das bayerische Oberland stark ab. Unsere Pfuhlschnepfe wird vermutlich den Weg Richtung Süden in wärmere Regionen fortgesetzt haben.

 

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Oktober 2020

Foto: Dreizehenspecht - (c) Antje Geigenberger
Dreizehenspecht - Foto: Antje Geigenberger

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Ende Oktober gab es für mich ein „Highlight“: Völlig überraschend konnte ich in einem Wald bei Gauting ein Dreizehenspecht-Männchen (gelbe Kopfplatte!) bei der für diese Spechtart typischen Nahrungssuche beobachten. Nach Entfernen der obersten Rindenschicht hat er kleine Löcher in den Stamm gehackt, um dann mit seiner langen Zunge an Käferlarven zu gelangen, wahrscheinlich waren es Borken- oder Bockkäferlarven. Ich kannte diesen Specht bisher nur aus den Ammergauer Alpen, mit einer Sichtung bei uns habe ich eigentlich nicht gerechnet.

 

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November 2020

Foto: Kormoran (c) Ursula Wiegand
Kormoran - Foto: Ursula Wiegand

Die Fotografin Ursula Wiegand erläutert:

 

Am Maisinger See halten sich meist 1–3 Kormorane auf, die hier regelmäßig nach Fischen jagen. In diesem Herbst wurde der Maisinger See von bis zu 11 Kormoranen gleichzeitig besucht, davon auch mindestens 5 Jungtieren. Die Familien mit Jungtieren stammen wahrscheinlich vom Südende des Ammersees, im Landkreis Starnberg brütet der Kormoran (bis jetzt) nicht. Nachdem der Maisinger See seit ca. 10 Jahren nicht mehr abgefischt wurde, tummeln sich sehr viele und vor allem auch recht große Fische im Wasser. Dieses auf dem Foto gefangene Exemplar war wohl doch zu groß für den Kormoran. Nach mehreren Versuchen, den Fisch im richtigen Winkel in den Hals zu befördern, musste der Kormoran den Fisch wieder ins Wasser entlassen und das Opfer kam wohl nach etlichen Blicken in den Schlund des Kormorans mit dem Leben davon.

 

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Dezember 2020

Foto Wintergoldhähnchen (c) Antje Geigenberger
Wintergoldhähnchen - Foto: Antje Geigenberger

3. Platz "Vogelfoto des Jahres 2020"

Die Fotografin Antje Geigenberger erläutert:

 

Ein Wintergoldhähnchen im Schnee, schaut schon ein bisschen „punkig“ aus, unser kleinster europäischer Vogel. Rund und federleicht – nur fast 5 Gramm – ist es gerade im Winter ständig auf Nahrungssuche. Es hüpft und klettert dabei unter pausenlosen Kopfwenden durch die dichtesten Zweige und sucht bei trockener Kälte und nach Schneefällen bevorzugt bodennah im Fichtenreisig und hohem Gras nach winzigen weichhäutigen Insekten. Dann ist es auch leichter zu entdecken. Das Foto ist im ehemaligen Pionierübungsgelände bei Krailling aufgenommen worden, wo sich Goldhähnchen besonders gerne aufhalten.

 

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