Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Monitoring seltener Brutvögel - Spechte

Schwarzspecht (Foto: Antje Geigenberger)
Schwarzspecht (Foto: Antje Geigenberger)

In Bayern gibt es acht Spechtarten, davon werden sechs Arten im Monitoring seltener Brutvögel berücksichtigt. Für die beiden anderen Spechtarten, den Buntspecht und den Grünspecht, wird die Bestandsentwicklung aus dem Monitoring häufiger Brutvögel ermittelt.

 

Im Landkreis Starnberg konnten zwar schon alle Spechtarten beobachtet werden, bei Dreizehenspecht, Weißrückenspecht und Mittelspecht sind die Beobachtungen allerdings so spärlich, dass sie beim Monitoring seltener Brutvögel im Landkreis nicht berücksichtigt werden. Dieses Monitoring bezieht sich also auf die Arten Schwarzspecht , Kleinspecht  und Grauspecht  .

 

Bei den Spechten geht es nicht um eine Bestanderfassung wie bei den Koloniebrütern, sondern um die Entwicklung und Analyse von Bestandstrends.

 

 

Kleinspecht (Foto: Antje Geigenberger)
Kleinspecht (Foto: Antje Geigenberger)

Auch die Methodik ist völlig unterschiedlich. Es wird im Vorfeld der Kartierung im Kartierungsgebiet eine Zählroute mit festen Abspielpunkten (Stopps) definiert. Die Abspielpunkte haben einen definierten Mindestabstand und sollen so gewählt werden, dass sie bei den Kartierungsgängen wieder eindeutig identifiziert werden können. Hier braucht es etwas Vorbereitungsarbeit. Die Kartierungsgänge werden zweimal im Jahr (März und April) durchgeführt. Dabei werden an den Abspielpunkten vorgegebene Klangattrappen der gesuchten Spechtarten abgespielt. Der Aufwand für dieses Monitoring ist etwas höher, neben der einmaligen Vorbereitungsarbeit fallen pro Jahr pro Kartierungsrunde 3 – 4 Stunden Feldarbeit an. Allerdings kann man die Route in einem Kartierungsgebiet (Wald) eigener Wahl festlegen, d.h. man kann dieses Monitoring auch wohnortnah durchführen.

 

Details zum Vorgehen beim Monitoring findet man im Merkblatt „Brutbestandsmonitoring Spechte“.

 

Das Bestandsmonitoring Spechte wurde 2021 zum ersten Mal durchgeführt. Im Landkreis STA haben drei Personen mitgearbeitet und insgesamt fünf Probeflächen kartiert. Ergebnisse können noch nicht dargestellt werden – es handelt sich um ein langfristiges Projekt, das personelle Kontinuität erfordert. Bei diesem Programm besteht noch Bedarf an Kartieren, wer sich dafür interessiert, kann gerne mit der Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) Kontakt aufnehmen.