Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Das Ramsar-Netzwerk

Weltweiter Schutz für Gewässer und Feuchtgebiete

Was haben Starnberger See und Ammersee gemeinsam mit dem Wattenmeer, den Everglades oder dem Donaudelta? Sie sind „Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung“ und zählen somit zu den mittlerweile weltweit fast 2.400 Ramsar-Gebieten in 171 Vertragsstaaten. Die Ramsar-Konvention gibt es seit 1971, im Jahr 1976 traten die Bundesrepublik und die DDR der 1971 geschlossenen Ramsar-Konvention bei. Sie verpflichteten sich damit, für „Schutz und nachhaltige Nutzung (wise use)“  sowie eine angemessene Betreuung dieser Gebiete zu sorgen. Anlass war der seit den 1960er Jahren immer offensichtlicher werdende Verlust an Feuchtgebieten und sauberen sowie ungestörten Gewässern. Weltweite systematische Wasservogelzählungen konnten dies quantitativ belegen.

Roseninselbucht am Starnberger See © Andrea Gehrold
Roseninselbucht am Starnberger See © Andrea Gehrold

Bei Beitritt im Jahr 1976 meldete Deutschland 31 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung in Ost und West, darunter das Niedersächsische und das Hamburgische Wattenmeer, die Elbaue bei Schnackenburg, Dümmer und Steinhuder Meer, der Ostsee-Bodden Zingst-Hiddensee, das Müritz-Ostufer, das Wollmatinger Ried und Mindelsee am Bodensee. Inzwischen ist die Zahl der deutschen Ramsar-Gebiete auf 34 Gebiete gestiegen.

In Bayern gibt es acht Ramsar-Gebiete: Starnberger See, Ammersee, Chiemsee, Ismaninger Speichersee mit Fischteichen, der Untere Inn zwischen Haiming und Neuhaus, der Lech-Donau-Winkel, die Donauauen und das Donaumoos sowie die Bayerische Wildalm.

 

All diese Gebiete werden zur Brut, Mauser, Rast oder Überwinterung von über hunderttausend Wasservögeln aus ganz Europa und Asien genutzt. Störungsfreie Rückzugsorte und -zeiten gelten dabei als besonders wichtige Faktoren. Denn Störungen und die daraus resultierenden Fluchtreaktionen kosten die Wildtiere Energie, setzen sie unter Stress und beeinträchtigen ihr Überleben und ihren Fortpflanzungserfolg.

Was bedeutet Ramsar?

Zum Schutz von Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung wurde 1971 in der iranischen Stadt Ramsar eine weltweite Vereinbarung getroffen. Weiterlesen

Ramsar-Gebiet Ammersee

Ammersee Süd © M.E. Reinhardt
Ammersee Süd © M.E. Reinhardt

Neben der gesamten Seefläche des Ammersees gehören auch zwei große Feuchtgebiete zum Ramsar-Gebiet Ammersee: das im Norden gelegene Naturschutzgebiet Ampermoos und das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Ammersee-Südufer. Weiterlesen

Erfolgskonzept Gebietsbetreuung

Gebietsbetreuer © Andrea Gehrold
Gebietsbetreuer © Andrea Gehrold

Was klein begann, ist zu heute nicht mehr wegzudenken:  Bayernweit tragen Gebiets-betreuerinnen und -betreuer zum Schutz einzigartiger Lebensräume bei. Weiterlesen

Ramsar-Gebiet Starnberger See

Kolbenenten vor der Roseninsel © Andrea Gehrold
Kolbenenten vor der Roseninsel © Andrea Gehrold

Der Starnberger See ist bei gefiederten Gästen aus dem Norden beliebt. Einer der Gründe: Aufgrund seines enormen Wasservolumens friert er fast nie zu. So bietet er Wasservögeln auch in harten Wintern Zuflucht. Weiterlesen

Eine kleine Geschichte des Seenschutzes

Blässhühner  © Oliver Wittig, LBV-Bildarchiv
Blässhühner © Oliver Wittig, LBV-Bildarchiv

Am Starnberger See arbeiten Naturschutz, organisierte Wassersportler und professionelle Seenutzern heute Hand in Hand. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Weiterlesen

Veranstaltungen zum Ramsar-Tag

Ramsar-Tag 2019 © Andrea Gehrold
Ramsar-Tag 2019 © Andrea Gehrold

Jedes Jahr wird am 2. Februar der Ramsar-Tag als Welttag der Feuchtgebiete mit besonderen Veranstaltungen und Exkursionen gefeiert. Lesen Sie hier über geplante Aktionen und Aktionen der vergangenen Jahre. Weiterlesen...