Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Halsbach bei Aufkirchen und Lüßbach im südlichen Manthal

südliches Manthal (Foto: Wolfgang Spatz)
südliches Manthal (Foto: Wolfgang Spatz)

Im Südosten des Landkreises Starnberg verläuft innerhalb der Gemeinde Berg parallel zum Starnberger See ein etwa 2 km breites, landwirtschaftlich genutztes Tal, welches der kaum einen Meter schmale Halsbach im westlichen Anteil und der deutlich größere Lüßbach östlich durchfließt, bis sich beide Bäche in Richtung Manthal vereinen. Hier sind bachbegleitend einige wertvolle Lebensräume mit erstaunlich hohem Vogelartenspektrum erhalten. 

Das hiermit vorgestellt Gebiet wurde im Jahr 2015 von Oliver Focks und Wolfgang Spatz kartiert. Das untersuchte Teilgebiet umfasst einen knapp 3 km langen Verlauf vom Halsbach bzw. Lüßbach zwischen den Orten Aufkirchen/ Aufhausen im Westen und Farchach im Osten, bis kurz vor Martinsholzen im Norden.

 

Der Halsbach durchfließt im südlichen Teil des Gebiets (lt. ornitho.de: Aufkirchen Halsbach Süd) Wiesen, die überwiegend noch eher extensiv bewirtschaftet werden, in feuchten Anteilen mit Seggenbewuchs als Kuhweide, in trockeneren, mit Gräben entwässerten Arealen als relativ wildblumenreiche Mähwiesen. Der Halsbach hat hier einen schmalen Saum mit Schilfbewuchs und einzelnen Büschen.

Aufkirchen Halsbach Nord (Foto: Wolfgang Spatz)
Aufkirchen Halsbach Nord (Foto: Wolfgang Spatz)

Im mittleren Teil des Gebiets entlang des Halsbach (lt. ornitho,de: Aufkirchen Halsbach Nord) gibt es etwas ausgedehntere Schilfbestände im Bereich von zwei ehemaligen Fischteichen sowie etwas weiter nördlich innerhalb eines kleinen Niedermoors, wo bachbegleitend feuchtere Wiesen, Feuchtgebüsch und ein Birkenwäldchen, zudem von Baumreihen gesäumte Pferdekoppeln liegen. Der hier im Westen aufsteigende Moränenhang ist mit Buchenmischwald (Berger Holz) bestanden.


Im nördlichen Teil des Gebiets mündet der Halsbach in den von Farchach kommenden Lüßbach ein (lt. ornitho.de: Südliches Manthal), welcher dann weiter nordwärts in Richtung Martinsholzen zum Manthal fließt; hier zweigt auch ein schilfgesäumter Mühlkanal ab, es gibt Schilf- und Hochstaudenfluren sowie einige kleine Fischteiche, wo sich Biber angesiedelt haben.

 

Bei der Kartierung konnten im Jahresverlauf 2015 fast 100 Arten beobachtet werden, Brutnachweis wurde für gut 50 Arten erbracht. Unter den Brutvogelarten befinden sich Arten wie Wasserralle, Rotmilan und Neuntöter. Wespenbussard, Braunkehlchen, Brachpieper und viele andere Arten konnten auf dem Zug beobachtet werden.  Die Dokumentation über dieses Gebiet findet man hier

weitere Beobachtungsgebiete