Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Das Münsinger Feld

Im Münsinger Feld (Foro: Oliver Focks)
Im Münsinger Feld (Foro: Oliver Focks)

Das Beobachtungsgebiet umfasst ein knapp 1 qkm großes Gebiet östlich des Weilers Weipertshausen. Den Ostteil des Münsinger Felds durchfließt der Lüßbach von Süden nach Norden, umgeben (v.a. westwärts) von großen Schilfflächen, Großseggenrieden und Streuwiesen, verstreut auch Weidengebüsch. Der Lüßbach ist die einzig nennenswerte offene Wasserfläche des Gebiets. Der Wasserstand bzw. Vernässungsgrad in diesem Gebiet schwankt im Jahresverlauf teils stark, weil es als Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz am Lüßbach genutzt wird. Nördlich und östlich umrahmt ein Mischwald mit überwiegendem Buchen-Fichtenbestand das Gebiet, ein kleines Kieferngehölz ist im nördlichen Abschnitt des Lüßbachs zu finden. Nach Westen wird das Gebiet durch die Staatsstraße von Münsing nach Berg begrenzt, nach Süden schließen sich landwirtschaftliche Flächen an, die vorwiegend als Futterwiese oder für Getreideanbau genutzt werden. Diese gehören überwiegend zu einem Biolandhof, der ebenfalls im Gebiet liegt. Die extensive Nutzung und zeitlich versetzte Mahd der verschiedenen Wiesen sorgt in sehr positiver Weise für gutes Nahrungsangebot für die Tierwelt.

 

Das Münsinger Feld wurde im Jahr 2016 von Oliver Focks kartiert. Insgesamt wurden knapp 100 Arten festgestellt, ca. die Hälfte der Arten konnte als sicherer oder wahrscheinlicher Brutvogel eingestuft werden. Besonders erwähnenswert sind die – vermutlich wasserstandsbedingten – Vorkommen von Tüpfelsumpfhuhn, Zwergdommel und vielen Wasserrallen. Daneben ist der hohe Bestand an Teichrohrsängern, Gold- und Rohrammern auffällig. Die Dokumentation findet man hier.

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