Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Das Hirschgrabenmoos

Zu den besonderen Naturschätzen im Fünfseenland gehören die Hangquellmoore, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ammersee-Leiten zwischen Wartaweil und Breitbrunn hinziehen. Diese Kostbarkeiten sind nach Aufgabe der traditionellen Nutzung vom Zuwachsen mit Röhricht, Faulbaum, Erlen und Fichten bedroht.

 

 

Stark kalkhaltiges Quellwasser tritt an den Hängen aus und bildet flache Moore. Früher wurden diese Moore zum Teil zur Mahd von Einstreu in Ställen genutzt - als Heu konnte dieses mit Schilf durchsetze Gemisch aus Sauergräsern nicht verfüttert werden.

 

Aus diesem Zusammenspiel von Natur und traditionell-bäuerlicher Nutzung hat sich eine spezielle, heute aber sehr selten gewordene Vegetation entwickelt mit Raritäten wie dem Schwalbenwurz-Enzian, der Sommer-Drehwurz und anderen Orchideen, dem Alpenfettkraut und dem Schwarzen und  Rostroten Kopfried. Diese Moore bieten aber auch Lebensraum für die stark gefährdete Kreuzotter. Rar gewordene Schmetterlinge wie das Wald-Wiesen-Vögelchen leben an den Waldrändern, und an offenen Wasserrinnen fliegt die Kleine Blaupfeil-Libelle.

(Text: Renate Zoller/Horst Guckelsberger; Foto: Horst Guckelsberger) 

 

Biotoppflege im Hirschgrabenmoos

26.10.2015 Zu den besonderen Naturschätzen im Fünfseenland gehören die Hangquellmoore, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ammersee-Leiten zwischen Wartaweil und Breitbrunn hinziehen.

 

Am vergangenen Samstag haben 14 Helfer des LBV Starnberg eines dieser Moore - das Hirschgrabenmoos - nach der Mahd eines großen Teils abgerecht. Das Mähgut wurde nach dem Abtrocknen "auf Schwade gelegt" - also mit dem Rechen auf lange Reihen gelegt und so zum Abtransport hergerichtet. In dem schwer zugänglichen, weil überaus "bultigen", also buckeligen und nassen Teilen musste das Mähgut mit Planen auf trockeneren Boden gezogen werden - eine durchaus schweißtreibende Arbeit.

 

 

Nach dreieinhalb Stunden Arbeit konnten die LBV-Helfer bei der traditionellen Brezenbrotzeit zufrieden die Aussicht auf ein wunderbar still in der warmen Sonne liegendes kleines Naturparadies genießen.

 

(Text und Fotos: Horst Guckelsberger)