Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Das Hirschgrabenmoos

Zu den besonderen Naturschätzen im Fünfseenland gehören die Hangquellmoore, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ammersee-Leiten zwischen Wartaweil und Breitbrunn hinziehen. Diese Kostbarkeiten sind nach Aufgabe der traditionellen Nutzung vom Zuwachsen mit Röhricht, Faulbaum, Erlen und Fichten bedroht.

 

Stark kalkhaltiges Quellwasser tritt an den Hängen aus und bildet flache Moore. Früher wurden diese Moore zum Teil zur Mahd von Einstreu in Ställen genutzt - als Heu konnte dieses mit Schilf durchsetze Gemisch aus Sauergräsern nicht verfüttert werden.

 

Aus diesem Zusammenspiel von Natur und traditionell-bäuerlicher Nutzung hat sich eine spezielle, heute aber sehr selten gewordene Vegetation entwickelt mit Raritäten wie dem Schwalbenwurz-Enzian, der Sommer-Drehwurz und anderen Orchideen, dem Alpenfettkraut und dem Schwarzen und  Rostroten Kopfried. Diese Moore bieten aber auch Lebensraum für die stark gefährdete Kreuzotter. Rar gewordene Schmetterlinge wie das Wald-Wiesen-Vögelchen leben an den Waldrändern, und an offenen Wasserrinnen fliegt die Kleine Blaupfeil-Libelle.

(Text: Renate Zoller/Horst Guckelsberger; Foto: Horst Guckelsberger) 

 

Biotoppflege im Hirschgrabenmoos

14.10.2020 Mähen im Hirschgrabenmoos

 

Vor dem Abheuen muss die Biotopfläche mindestens einige Tage vorher gemäht werden. Dies ist notwendig, weil die Mähmasse besser abtrocknen kann und das Aussamen gewährleistet wird. Daher zogen am letzten Samstag ein Viererteam los, um mit dem Balkenmäher und Freischneider die Flächen zu mähen. Unter den Buchen war es zunächst trocken, während es draußen schüttete. Daher war der Arbeitseifer etwas gebremst, so dass Franz Wimmer die drei Freischneider Tobi, Andreas und Stefan vor dem Einsatz noch lächelnd fotografieren konnte. Nachdem der Regen etwas nachließ, stürzten sich alle auf die Fläche und begannen zu mähen. Im hinteren Teil konnte Franz mit dem Balkenmäher seine Bahnen ziehen. Dabei ließ er einen Brachestreifen stehen, um einen Rückzugsort für die Insekten zu belassen. Strukturen in der Fläche sind wichtig, um Artenvielfalt zu schaffen oder zu erhalten.

Der vordere Bereich ist durchzogen mit Tümpeln und bultigen Teilen. Dort kann nur mit dem Freischneider gearbeitet werden. Dies erfordert eine hohe Konzentration beim Mähen. Die Tümpel müssen freigeschnitten werden, um den Lebensraum für die dort vorkommenden verschiedenen Amphibien zu erhalten. Auch einige Libellenarten nutzen die Wassertümpel als Jagdrevier. Regen erleichtert das Mähen. Allerdings meinte das Wetter es zu gut mit dem Regen, der während des ganzen Einsatzes ständig unser Begleiter war. Nach über vier Stunden hatten wir es endlich geschafft. Anschließend fuhren wir zufrieden nach Hause und freuten uns auf eine warme Dusche.

 

(Text: Stefan Schilling; Foto: Franz Wimmer)

26.10.2015 Zu den besonderen Naturschätzen im Fünfseenland gehören die Hangquellmoore, die sich wie eine Perlenkette entlang der Ammersee-Leiten zwischen Wartaweil und Breitbrunn hinziehen.

 

Am vergangenen Samstag haben 14 Helfer des LBV Starnberg eines dieser Moore - das Hirschgrabenmoos - nach der Mahd eines großen Teils abgerecht. Das Mähgut wurde nach dem Abtrocknen "auf Schwade gelegt" - also mit dem Rechen auf lange Reihen gelegt und so zum Abtransport hergerichtet. In dem schwer zugänglichen, weil überaus "bultigen", also buckeligen und nassen Teilen musste das Mähgut mit Planen auf trockeneren Boden gezogen werden - eine durchaus schweißtreibende Arbeit.

 

 

Nach dreieinhalb Stunden Arbeit konnten die LBV-Helfer bei der traditionellen Brezenbrotzeit zufrieden die Aussicht auf ein wunderbar still in der warmen Sonne liegendes kleines Naturparadies genießen.

 

(Text und Fotos: Horst Guckelsberger)