Zu Beginn informierte Horst Guckelsberger, der Ehrenvorsitzende der Kreisgruppe, über die Geschichte des Geländes: von der Würmeiszeit über die Zeit der Pioniernutzung von 1935 bis 1992 bis zum
derzeitigen Zustand. Des Weiteren ging er auf die über dreißigjährige Pflege des Gebiets durch den LBV in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Krailling und dem Bundesforst ein.
Nachts zuvor hatte Klaus Gottschaldt Fangzelte für Tag- und Nachtfalter aufgestellt, um den Anwesenden die Fänge zu zeigen und die Bedeutung des Areals für die Falter näher zu
bringen. Die gefangenen Falter wurden wieder freigesetzt.
Rudi Netzsch stand mit seinem botanischen Fachwissen Rede und Antwort. Bereits zu Beginn am Parkplatz konnte er einige Arten zwischen den Pflastersteinen identifizieren.
Insgesamt konnte er 61 Arten zeigen. Einige davon waren Rote Listen Arten (von der Vorwarnstufe bis zu gesetzlich geschützt).
Richard Gebendorfer vom AK Amphibien/Reptilien erläuterte, warum Schlingnattern, Zauneidechsen, Wechselkröten und die blauflügeligen Ödlandschrecken (alle Rote Listen Arten) sehr
magere und trockene Standorte benötigen. In der Brückengrube führte er über das Anlegen von Teichen für die verschiedenen Amphiben und Libellen aus.
Das Interesse der Teilnehmenden war sehr groß. Es fand zwischendurch immer wieder ein reger Austausch mit den Fachleuten statt.
(Text: Stefan Schilling, Bildmaterial: Günther Paschek)