Das Bacherner Moos ist aus lepidopterologischer Sicht artenärmer als mit ähnlicher Methodik kartierte Gebiete im Fünfseenland. Dies kann es als Indiz für den aus Naturschutzsicht schlechten
Zustand des Bacherner Mooses vor Beginn der Renaturierungsmaßnahmen gewertet werden. Unterrepräsentiert sind die meist auf hochwertiges Offenland angewiesenen Schmetterlingsarten. Die im
Bacherner Moos vorhandenen, potenziell artenreichen Feuchtwiesen sind in einem schlechten Pflegezustand. Die Vegetation ist für wertgebende Tagfalterarten viel zu dicht, botanisch sind sie
verarmt. Viele der ehemals feuchten Wiesen sind inzwischen zu trocken.
Als Fazit dieser lepidopterologischen Kartierung kann gesagt werden, dass eine Anhebung des Wasserstandes langfristig die wichtigste Maßnahme zur Renaturierung dieses Feuchtgebietes ist.
Um die Bedingungen für die untersuchte Artengruppe der Schmetterlinge zu verbessern, sind außerdem weiteres Auflichten, Eindämmung aufkommender Neophyten, Aufwertung der Feuchtwiesen und evtl.
gezieltes Ansiedeln einzelner Pflanzen- und Schmetterlingsarten nötig.
Abbildung 4 a – Phalera bucephala (Mondvogel), b – Endromis versicolora (Birkenspinner),c – Photedes extrema (Weißgraue Sumpfgraseule), d –
Pelosia muscerda ( Erlenmoor-Flechtenbärchen), e – Litophane furcifera (Braungraue Holzeule), f – Ennomos autumnaria (Herbst-Zackenrandspanner), g – Denticucullus pygmina (Rötliche
Sumpfgraseule)
(Text: Claudius Birke & Klaus-Dirk Gottschaldt, Fotos: K: Gottschaldt)
Der komplette Kartierbericht kann hier heruntergeladen werden.