Die Raupen der Windenschwärmer gibt es in verschiedenen Farbvarianten: von ganz hell bis nahezu schwarz ist fast alles möglich.
In einer selbstgefertigten Erdhöhle findet die Verpuppung statt. Die abgestreifte Raupenhaut kann man auf dem Foto rechts neben der Puppe als schwärzliches Etwas erkennen.
Das Besondere an der Puppe: Sie hat eine große Rüsselscheide, die sich außen am Körper befindet. Darin entwickelt sich der extrem lange Rüssel (etwa 10 cm!); er hätte in der
Puppe wohl keinen Platz. Und kaum zu glauben: Diese Rüsselscheide entsteht bereits bei der Puppenhäutung, ist aber zu diesem Zeitpunkt noch völlig leer.
Windenschwärmer
Agrius convolvuli
Spannweite: 100-120 mm
Lebensraum: Felder, Brachland, und andere Plätze, wo die Futterpflanzen seiner Raupen wachsen. Eigentliche Heimat sind die Tropen und Subtropen Afrikas und
Asiens.
Lebensweise: Nachtfalter, der in manchen Jahren in größerer Anzahl aus Nordafrika bei uns einwandert und sich hier fortpflanzt. Die Einwanderer sieht man ab Mai/Juni,
die Folgegeneration von August bis Oktober. Deren Falter wandern zum Teil zurück.
Raupe: Bis 110 mm lang; an Ackerwinde, seltener auch an Zaunwinde.
Puppe: Ca. 60 mm lang; in einer selbstgefertigten, eigroßen Erdhöhle in etwa
30-40 cm Tiefe. Späte Puppen überstehen den Winter bei uns nicht.
Typischer Schwärmer, der im Schwirrflug vor Blüten „stehend“ Nektar saugt. Mit etwas Glück kann man ihn dabei auch in Gärten, z.B. an Phlox oder Ziertabak beobachten.