Der Trauermantel gleicht in der Flügelform seinen näheren Verwandten, dem Tagpfauenauge, dem Kleinen Fuchs, dem Admiral und einigen anderen, und wie sie alle hat auch er
haarig-stachelige Raupen. Deshalb kann man hier besonders eindrucksvoll sehen, dass die Verpuppung eines Schmetterlings eine Häutung ist: Die letzte Raupenhaut wird abgestreift und darunter kommt
die Puppe zum Vorschein.
Anders als z.B. beim Schwalbenschwanz hängt sich hier die Raupe kopfüber an den Zweig; es entsteht eine sogenannte Stürzpuppe. Damit sie aber nicht „abstürzt“, hat sie
ihr Hinterleibsende zuvor in einem Gespinstpolster gut befestigt. Der Falter schlüpft schon zwei Wochen später.
Trauermantel
Nymphalis antiopa
Spannweite: 60-70 mm
Lebensraum: Feuchte Laubwälder, Auwälder, Obstgärten; im Gebirge bis in 2.000 m Höhe.
Lebensweise: Tagfalter. 1 Generation von Juli bis Juni. Seltener an Blüten (vor allem an Weidenkätzchen im zeitigen Frühjahr), aber gerne an blutenden Bäumen und im
Herbst an süßem Fallobst.
Raupe: Bis 50 mm lang; an Weiden, Pappeln und anderen Laubgehölzen, gelegentlich auch an Obstbäumen.
Puppe: Ca. 25 mm lang; Stürzpuppe, an Pflanzenstängeln und anderen geeigneten Stellen, seltener an Zweigen der Futterpflanze.
Gefährdete Art; selten, aber immer wieder zu beobachten. Die Falter überwintern und werden schon an den ersten warmen Frühlingstagen wieder aktiv.