Der Totenkopfschwärmer hat einen sehr kurzen, aber festen Rüssel. Damit saugen die Falter aber keinen Nektar aus Blüten, sondern sie dringen in Bienenstöcke ein und holen sich
Honig aus den Waben. Dabei werden sie von den Bienen nicht angegriffen; sie haben einen speziellen Geruch, der sie wie eine Tarnkappe schützt. Manchmal werden sie von den Wächtern am Eingang des
Bienenstocks angegriffen; sie halten aber einige Stiche aus. Tote Falter findet man in den Stöcken meist dann, wenn sie „vollgetankt“ zu dick sind und nicht mehr durch das Flugloch
passen.
Die Tiere können bei Beunruhigung Geräusche erzeugen: Die Raupen „knirschen“ mit ihren Mundwerkzeugen und die Falter „pfeifen“ mit ihrem Rüssel.
Totenkopfschwärmer
Acherontia atropos
Spannweite: 100-120 mm
Lebensraum: Felder, Gärten und anderes offenes Kulturland. Ursprüngliche Heimat sind Afrika und Südeuropa.
Lebensweise: Nachtfalter, der in wechselnder Häufigkeit aus dem Mittelmeerraum über die Alpen bei uns einfliegt und sich hier fortpflanzt. Die Schmetterlinge kann
man von Mai bis Oktober sehen.
Raupe: Bis 120 mm lang und 17g schwer (!), vorwiegend an Kartoffeln und anderen Nachtschattengewächsen, aber auch an Liguster; Flieder und weiteren Pflanzenarten.
Puppe: Ca. 70 mm lang und 12 g schwer; in einer selbstgefertigten Erdhöhle in 20-40 cm Tiefe. Späte Puppen überstehen den Winter bei uns nicht.
Ihren Namen verdanken diese Falter der totenkopfähnlichen Zeichnung auf dem Rücken. Deshalb galten sie früher als Unheilbringer.