Ein Mittlerer Weinschwärmer fällt sofort durch seine wunderbaren Farben auf. Nicht zu übersehen sind aber vor allem die großen Raupen, die nicht auf Tarnung achten, sondern allein
durch ihre mächtige Erscheinung imponieren. Zusätzlich zeigen sie ein interessantes Abwehrverhalten: Sie ziehen den (recht kleinen) Kopf ein und blähen den Bereich dahinter auf, sodass
die zwei Augenflecken sich bedrohlich vergrößern. Man denkt sofort an eine Schlange, und dieser Eindruck ist offenbar auch beabsichtigt.
Da der Falter seine Eier auch an Fuchsien ablegt, kommt er auch in Gärten, und so kann man seine Raupen auch an Balkon- und Terrassenpflanzen finden.
Mittlerer Weinschwärmer
Deilephila elpenor
Spannweite: 50-60 mm
Lebensraum: Auwälder und Waldlichtungen, Ränder von breiten Waldwegen, Parks und Gärten.
Lebensweise: Nachtfalter, der schon in der Dämmerung beim Blütenbesuch zu beobachten ist. 1 Generation im Mai/Juni, manchmal eine zweite im Spätsommer. Überwintert als
Puppe.
Raupe: Bis 80 mm lang; an Weidenröschen, Nachtkerzen, Springkraut und anderen Pflanzenarten.
Puppe: Ca. 50 mm lang; in einem lockeren Gespinst in der Laubstreu oder zwischen Pflanzenresten am Boden.
Der Falter ist erfreulicherweise noch überall häufig. Gleiches gilt für seinen nächsten Verwandten, den Kleinen Weinschwärmer. Der Große Weinschwärmer hingegen ist ein Wanderfalter
tropischer Herkunft, der schon lange nicht mehr bei uns aufgetaucht ist.