Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Ligusterschwärmer

 

Auch die Raupen der Ligusterschwärmer zeigen in Ruhestellung die typische Sphinx-Haltung (siehe Abendpfauenauge). Zusammen mit ihrer Färbung und Zeichnung sind sie so im Blattwerk bestens getarnt. Vielleicht soll diese Haltung aber auch bedrohlich wirken und Feinde abschrecken. 

 

Wenn die Raupe ausgewachsen ist, verschwindet sie in der Erde. Sie verliert völlig ihre Farbe, die Körpersegmente treten deutlicher hervor, und dann streift sie ihre Haut ab. Die Puppe ist frisch noch ganz hell; sie nimmt aber bald ihre schwarzbraune Färbung an. 

 

Der frisch geschlüpfte Schmetterling legt die Flügel zunächst nach Art der Tagfalter über dem Rücken zusammen. Erst wenn sie sich ganz entfaltet haben, dreht er sie in die für alle Schwärmer charakteristische Haltung und ist dann startbereit für seinen ersten Flug. 

 

Ligusterschwärmer 

Sphinx ligustri 

 

Spannweite: 100-120 mm 

Lebensraum: Waldränder, Lichtungen, Parks, alte Friedhöfe, Gärten mit Ligustersträuchern und -hecken. 

Lebensweise: Nachtfalter, der aber schon am späten Abend fliegt und gerne die sich erst abends öffnenden Nachtkerzen-Blüten besucht. 1 Generation von Mai bis Juli. 

 

Raupe: Bis 100 mm lang; an Liguster, Esche, Flieder, Forsythie, neuerdings auch am Spierstrauch. 

Puppe: Ca. 55 mm lang; in der Erde, etwa 10 cm tief; überwintert. 

 

Typischer Schwärmer, der im Schwirrflug vor Blüten „stehend“ Nektar saugt. Leider nicht mehr so häufig wie früher, obwohl die Futterpflanzen der Raupen genügend vorhanden sind.