Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Kleiner Bürstenspinner

 

Der Kleine Bürstenspinner, wegen der Haarbüschel auf dem Rücken seiner Raupe auch Bürstenbinder genannt, gehört zur Gruppe der Spinner. Diese heißen so, weil sich ihre Raupen vor der Verpuppung einen Kokon spinnen, der sie gewissermaßen verschwinden lässt. Erst danach häutet sich die Raupe zur Puppe, die im Kokon bestens geschützt ist. 

 

Die Entstehung des Kokons und das „Verschwinden“ ist auf den ersten Fotos zu sehen. Schließlich schlüpft ein Schmetterling, in diesem Fall ein flügelloses Weibchen, das seine Duftstoffe aussendet und ein Männchen anlockt. Es kommt zur Paarung, und danach beginnt das Weibchen seine Eier abzulegen – direkt am Kokon, denn mangels Flügeln kann es keine für die Raupen passenden Futterpflanzen aufsuchen.  

 

Wenn die kleinen Räupchen schlüpfen, werden sie mit ihren langen Haaren vom Wind davongetragen und landen irgendwo. Darum haben sie auch keine große Wahl, was sie zu fressen bekommen. 

 

Kleiner Bürstenspinner 

Orgyia antiqua 

 

Spannweite: 25-30 mm 

Lebensraum: Waldränder, Lichtungen, Hecken, Parks und Gärten. 

Lebensweise: Nachtfalter. 2 Generationen Im Juni/Juli und August/September. Überwintert als Puppe. Die Männchen fliegen auch am Tag, auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. 

 

Raupe: Bis 25 mm lang; an vielerlei Laubgehölzen, mit einer gewissen Bevorzugung von Rosengewächsen wie z. B. der Schlehe. Daher auch der Zweitname Schlehenspinner. 

Puppe: Ca. 15 mm lang; in einem Kokon an Ästen oder Zweigen. 

 

Häufiger Falter, den man aber selten sieht, zumal die unscheinbaren Weibchen flügellos sind. Meist findet man die auffallenden Raupen.