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Großer Schillerfalter

 

Der Große Schillerfalter ist in besonderer Weise mit der Salweide verbunden. Auf ihren Blättern sind die Raupen sehr gut getarnt. Solange sie fressen und wachsen, sitzen sie auf der Blattoberseite. Wenn die Verpuppung bevorsteht, ändert sich ihre grüne Färbung und sie wechseln auf die Blattunterseite, wo sie nun besser angepasst sind. 

Bevor die Raupe sich verpuppt, macht sie etwas Unglaubliches: Sie befestigt den Stiel eins Blattes mit Spinnfäden, damit das Blatt nicht abfallen kann! 

 

Nun hängt sie sich kopfüber ans Blatt und häutet sich zur Puppe, die ebenfalls farblich hervorragend angepasst ist und in ihrer Form auch einem Blatt ähnlich sieht. Diese Puppe hängt mit dem Kopf nach unten und deshalb bezeichnet man sie als Stürzpuppe. 

Wenn der Falter geschlüpft ist, bleibt eine sehr feste, jetzt weißliche Hülle zurück. 

 

Beim Großen Schillerfalter ist die Unterseite der Flügel hell und auffällig gezeichnet, die Oberseite hingegen hauptsächlich dunkelbraun. Die Männchen haben allerdings mit einer Besonderheit aufzuwarten: Je nach Lichteinfall schillern sie (Name!) leuchtend blau. Dabei handelt es sich aber nicht um eine echte Farbe, sondern dieser Effekt entsteht durch Lichtbrechung an winzigen Luftkammern in den Flügelschuppen. 

 

Großer Schillerfalter 

Apatura iris 

 

Spannweite: 55-65 mm 

Lebensraum: Auwälder und Laubwälder, in denen Weiden wachsen. 

Lebensweise:  Tagfalter. 1 Generation von Juni bis August. Die Falter sind keine Blütenbesucher, sondern saugen an feuchten Bodenstellen, an Kot und Tierkadavern. Sie nehmen dabei Mineralien auf. 

 

Raupe: Bis 45 mm lang; meist an Salweide, seltener an anderen Weidenarten. Überwintert ganz klein (ca. 8 mm lang) und beginnt beim Laubaustrieb wieder zu fressen. 

Puppe: Ca. 30 mm lang; Stürzpuppe an der Unterseite von Blättern der Futterpflanze. 

 

Gefährdete Art, die nur noch selten zu sehen ist. Nur die Männchen zeigen den auffallenden, je nach Lichteinfall unterschiedlich verteilten Blauschiller.