Gemeinsam Bayerns Natur schützen

FFH-Gebiet 7933-371 „Eichenalleen und Wälder um Meiling und Weßling“

Das FFH-Gebiet verteilt sich auf acht Teilgebiete (Gden. Seefeld und Weßling) mit insgesamt ca. 330 ha Fläche.

 

Als Lebensraumtypen treten u. a. Naturnaher Kalk-Trockenrasen, Feuchte Hochstaudenflure, Waldmeister-Buchen­wald, Mitteleuropäischer Orchideen-Kalkbuchenwald und Auenwälder mit Esche und Erle, dazu u. a. Pfei­fen­gras­wiesen auf kalkreichem Boden und Kalkreiche Niedermoore auf.

 

Prominenter Sonderfall ist die von Toerringsche Eichenallee von Seefeld, die zugleich als ein Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Daneben aber gibt es eine ganze Reihe kurzer, unbekannter Eichenalleen.

 

Dazu kommen herausragende FFH-(Anhang II)-Arten wie Frauenschuh (Cypripedium euro­cal­ceo­lus), Hirschkäfer (Lucanus cervus), Gelbbauchunke (Bombina variegata) und Kammmolch (Triturus crista­tus).

 

Ein Managementplan ist seit 2016 in Arbeit, er soll im Herbst 2017 vorgestellt werden.

 


 

 

 

Die auf der Karte dargestellten Gebiete bei Waldbrunn und Oberalting sind die benachbarten FFH-Gebiete „Schluifelder Moos und Bulachmoos“ (links oben) und „Herrschinger Moos und Aubachtal“ (links unten).

 

Reihe alter Eichen bei der Schwaige Ettenhofen
Reihe alter Eichen bei der Schwaige Ettenhofen

Neben der berühmten Seefelder Eichen­allee des Grafen Toerring gibt es eine Reihe kurzer Eichenreihen wie die bei der Schwaige Ettenhofen, aber auch (noch!) etliche Solitäreichen.

 

Ansonsten dominiert der für dieses End­moränengebiet typische Buchenwald, in dem auch die Elsbeere als besondere Baumart zu finden ist.

 

 

Der LBV Starnberg fördert in dem Gebiet den Hirschkäfer durch den Bau mehrerer Brutmeiler.

 

Außerdem strebt der LBV an, die Verjüngung der kleinen Eichenalleen (wie auch die Nachpflanzung von Solitär­eichen) zu fördern. (Die große Seefelder Eichenallee wird vom Straßenbauamt Weilheim betreut).

Im Ettenhofer Moos, einem Übergangsmoor mit einer Torfschicht von mindestens 3,2 m Tiefe in einem Toteiskessel wird vom LBV die drohende Verwaldung vor allem durch Fichten durch wiederholte Ent­busch­ungs­­aktionen aufge­halten. Damit wird eine künftige Revitalisierung des Moores mit weiter fortgesetzter Torfbildung – nicht zuletzt auch aus Klimaschutzgründen – vor­be­reitet. Dazu soll künftig auch ein Ent­wäs­se­rungs­graben verschlossen werden – die Vorplanungen laufen.

 

Text: Horst Guckelsberger (2017)
Alle Fotos (soweit nicht anders angegeben): H. Guckelsberger/LBV


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