Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Mühltal und Weiherbuchet

Würm im Mühltal (Foto: Pit Brützel)
Würm im Mühltal (Foto: Pit Brützel)

Zwischen Starnberg und Gauting liegen zwei ornithologisch interessante Gebiete:  das Naturwaldreservat Weiherbuchet und die Würm im Mühltal. Beide Gebiete liegen im FFH-Gebiet DE 7934-371 „Moore und Wälder der Endmoräne bei Starnberg“.

 

Im Entwurf zum Managementplan (2013) des FFH-Gebiets heißt es: „Die Moore und Wälder der Endmoräne bei Starnberg zählen unzweifelhaft zu den wertvollsten Natur­schätzen der Region. Ihre besondere Wertigkeit liegt begründet in dem international geo­wis­sen­schaftlich („Würmeiszeit“) bedeutsamen Endmoränen- und Würmdurchbruch bei Leutstetten mit seinen natur­be­las­senen Fließstrecken der Würm, bedeutenden Buchenwäldern, dem Nordteil des Würmsee-Beckens und dem Leutstettener Moos mit seinem naturnahen Wasserhaushalt, den Grund­was­ser­strömen sowie dem noch weitgehend naturnahen Charakter der Gewässer. Bestechend ist besonders im Leutstettener Moos und der Würm entlang der hohe Vernetzungsgrad von verschie­denen Le­bens­raumtypen in mannigfaltiger Ausprägung“.

im Weiherbuchet (Foto: Miriam Hansbauer)
im Weiherbuchet (Foto: Miriam Hansbauer)

Das Weiherbuchet wurde 1978 als Naturwaldreservat ausgewiesen. Die etwa 18 ha große Fläche liegt im Mühltal am westlichen Ufer der Würm im Landkreis Starnberg. Das Naturwaldreservat gehört zum Staatswald und wird durch den Forstbetrieb München der Bayerischen Staatsforsten betreut. Mit 92 % ist die Buche die dominierende Baumart auf der Fläche. Daneben kommen noch ein­zelne Eschen, Bergahorn, Eichen und Ulmen vor. Fichtenreichere Partien erinnern noch an die forstliche Nutzung vor der Ausweisung zum Reservat und die Stürme von 1990 haben im Westteil eine kleine Sturmwurffläche geschaffen. Durch große Mengen an Tot- und Altholz ergibt sich ein Strukturreichtum, der für viele heute selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten wichtigen Lebensraum bietet.

 

Das Weiherbuchet wurde im Jahr 2016 von Miriam Hansbauer ornithologisch kartiert. Es wurden insgesamt 37 Vogelarten festgestellt, wovon 29 Arten möglicherweise bis sicher gebrütet haben. Das Naturwaldreservat, das überwiegend ein Waldmeister-Buchenwald darstellt, hat eine hohe Strukturvielfalt, wodurch sich unterschiedliche Nahrungs- und Brutbiotope für Vögel ergeben. Als besonders wertgebende Arten wurden Grauspecht, Waldlaubsänger und Weißrückenspecht erfasst. Die Dokumentation über die Kartierung des Weiherbuchet findet man hier.

 

Im Jahr 2015 untersuchte Pit Brützel einen Teil des Mühltals zwischen Gauting und Leutstetten. Das  Gebiet umfasst den Würmlauf sowie die Wälder (hauptsächlich Buchenwälder) östlich der Würm. In diesem Gebiet konnten 43 Arten beobachtet werden, bei 25 Arten bestand Brutverdacht bzw. konnte ein Brutnachweis erbracht werden. Darunter befanden sich Arten wie Wasseramsel und Gebirgsstelze, die man an der Würm erwarten konnte, aber auch Hohltaube und Grauspecht, die sich in den angrenzenden Buchenwäldern beobachten ließen. Die Dokumentation über die Vogelwelt des Mühltals findet man hier. Im Jahr 2019 wurde von Jürgen Endres und Pit Brützel eine Wiederholungskartierung im Mühltal durchgeführt. Die Dokumentation über die Kartierung 2019 findet man hier.

typische Vogelarten im Mühltal / Weiherbuchet


Im Mühltal/Weiherbuchet wurden in den Jahren 2016-2020 knapp 90 Vogelarten festgestellt. Eine Liste aller beobachteten Arten findet man in nebnstehender Tabelle.

Vogelarten Mühltal/Weiherbuchet 2026-2020
Vogelarten_2016-2020_Mühltal_Weiherbuche
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weitere Beobachtungsgebiete