Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Der Kiebitz im Landkreis Starnberg

Kiebitz (Foto: Ursula Wiegand)
Kiebitz (Foto: Ursula Wiegand)

 

Der Kiebitz wird auf der Roten Liste Bayern in der Kategorie „2 – stark gefährdet“  und auf der Roten Liste Deutschland als „2 – stark gefährdet“ geführt. In Bayern rechnet man mit 6.000 – 9.500 Brutpaaren. Die Schätzung des Brutbestandes der letzten landesweiten Erfassung (2005-2009) ist niedriger als jene aus dem Zeitraum 1996-1999 und deutet damit einen Rückgang an, was auch dem europäischen Trend entspricht. Ein großer Anteil des Gesamtbestandes brütet inzwischen auf vorwiegend ackerbaulich genutzten Flächen.

 

 

Auf der Website des LBV Starnberg findet man ein Portrait des Kiebitz .

Allgemeine Informationen zum Kiebitz (Verbreitung, Gefährdungsgrad, Zugverhalten, etc.) findet man im Starnberger Vogelatlas.

 

 

Kiebitz - Jungvogel (Foto: Bernhard Glüer)
Kiebitz - Jungvogel (Foto: Bernhard Glüer)

Brutvorkommen im Landkreis Starnberg

Kiebitze werden im Landkreis STA hauptsächlich im Frühjahr/Frühsommer (Feb. – Juni) während der Brut beobachtet. Nach der Brut gibt es nur noch vereinzelte Beobachtungen.

Die meisten Beobachtungen stammen aus der Umgebung der potentiellen Brutplätze. Es wurden in den letzten Jahren bis zu 9 Brut­plätze mit insgesamt bis zu 15 Brutpaaren im Landkreis Starnberg festgestellt.

Es wurde allerdings an den meisten potentiellen Brutplätzen nicht oder nur sehr sporadisch beobachtet bzw. im ornitho dokumentiert, sodass die angegebenen Zahlen über Brutplätze, Brutplätze und Jungvögel vermutlich etwas zu niedrig sind. Bei den Brutplätzen, die regelmäßig von Naturschützern kontrolliert und betreut werden (Unteres Aubachtal, Feldafing), liegen auch einigermaßen verlässliche Zahlen vor. Über den Brutplatz im Unteren Aubachtal gibt es für die Jahre von 2016 bis 2023 eine detaillierte Dokumentation.

 

An mehreren Plätzen werden die Kiebitzbrutplätze mit einem Elektrozaun gegen Prädatoren (wie Fuchs und Dachs) geschützt. 

 

Bei der alle 3 Jahre stattfindenden Schilf- und Wiesenbrüterkartierung im Ammerseegebiet, die von Ingo Weiß durchgeführt wird, ergab sich im Jahr 2024 folgendes Ergebnis:

Das Herrschinger Moos stellt gegenwärtig keinen geeigneten Brutlebensraum für den Kiebitz dar.

Im Ampermoos konnten 2024 19 Reviere des Kiebitzes festgestellt werden, der höchste Bestand seit dem Jahr 2012. Revierbesetzung erfolgte zunächst als Kolonie südlich des Wirtsgrabens (2 Brutpaare, 10 Reviere) nördlich des Garnbaches (1 Brutpaar, 1 Revier), zwischen Wirts- und Pfarrgraben (1 Brutpaar), und nördlich des Pfarrgrabens (3 Brutpaare) und südlich Grafrath (1 Brutpaar) (WEIß (2024)).

Alle Reviere im Ampermoos liegen im Landkreis FFB und damit außerhalb des Landkreis STA.