Die Anzahl der Revierpaare hängt auch mit den Beobachtungsgewohnheiten der Ornithologen im Landkreis Starnberg zusammen. Ein Großteil der im Landkreis Starnberg dokumentierten Beobachtungen sind
Zufallsbeobachtungen. In den Jahren in denen in den Gebieten planmäßige Kartierungen durchgeführt wurden (in der Tabelle grün gekennzeichnet), wurden natürlich in den Kartierungsgebieten deutlich
mehr Reviere nachgewiesen als in den Jahren, in denen nur Zufallsbeobachtungen berücksichtigt wurden.
Bis zum Jahr 2017 wurden auch in den Kiesgruben bei Oberbrunn/Unterbrunn Reviere des Baumpiepers nachgewiesen. Seitdem ist der Brutbestand dort erloschen. Auch im Pioniergelände Krailling scheint
der Baumpieper nicht mehr zu brüten, der letzte Brutnachweis stammt hier aus dem Jahr 2019. Dass in den Jahren 2023 und 2024 im Leutstettener Moos keine bzw. wenige Reviere nachgewiesen werden
konnten, lag an einer deutlich verringerten Beobachtungshäufigkeit in diesem Gebiet.
Im Rahmen der ADEBAR-Kartierungen in den Jahren 2025 – 2029 wird vermutlich eine verlässliche Größenordnung für die Baumpieperpopulation im Landkreis Starnberg ermittelt werden.
(Text: Pit Brützel, Fotos: Antje Geigenberger)