Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Der Baumpieper im Landkreis Starnberg

 

 

Der Baumpieper wird auf der Roten Liste Bayern in der Kategorie „2 – stark gefährdet“ geführt. In Deutschland steht er auf der Vorwarnliste.

In Bayern rechnet man mit 11.500 – 26.000 Brutpaaren (Brutvogelatlas Bayern 2005 – 2009). Im vorangegangenen Brutvogelatlas (Zeitraum 1996-1999) wurde der Bestand noch auf 60.000 bis 120.000 Brutpaare geschätzt. Die aktuelle Bestandsschätzung liegt also weit unter der Bestandsschätzung des vorangegangenen Zeitraums.

Auf der Website des LBV Starnberg findet man ein Portrait des Baumpiepers. 

 

 

Allgemeine Informationen zum Baumpieper (Verbreitung, Gefährdungsgrad, Zugverhalten, etc.) findet man im Starnberger Vogelatlas.

Brutvorkommen im Landkreis Starnberg 

 

Der Brutbestand des Baumpiepers schwankt in den letzten Jahren recht stark mit einer stark rückläufigen Tendenz. Im Jahr 2018 wurde der Brutbestand mit Hilfe des  Revieralgorithmus noch mit 22 Revierpaaren berechnet, in den letzten Jahren ist die Anzahl der nachgewiesenen Baumpieperreviere nur mehr einstellig.

 

 

 

Der Baumpieper wird hauptsächlich noch in den Moorgebieten im Landkreis als regelmäßiger Brutvogel nachgewiesen. Das sind im Wesentlichen Ampermoos, Leutstettener Moos, Wildmoos und Görbelmoos. An allen anderen Standorten kommt der Baumpieper nur unregelmäßig vor. Die nachfolgende Tabelle stellt die Anzahl der Revierpaare in den einzelnen Gebieten dar. 

Baumpieperreviere im Landkreis STA in den Jahren 2019 - 2025
Baumpieperreviere im Landkreis STA in den Jahren 2019 - 2025

Die Anzahl der Revierpaare hängt auch mit den Beobachtungsgewohnheiten der Ornithologen im Landkreis Starnberg zusammen. Ein Großteil der im Landkreis Starnberg dokumentierten Beobachtungen sind Zufallsbeobachtungen. In den Jahren in denen in den Gebieten planmäßige Kartierungen durchgeführt wurden (in der Tabelle grün gekennzeichnet), wurden natürlich in den Kartierungsgebieten deutlich mehr Reviere nachgewiesen als in den Jahren, in denen nur Zufallsbeobachtungen berücksichtigt wurden.

 

Bis zum Jahr 2017 wurden auch in den Kiesgruben bei Oberbrunn/Unterbrunn Reviere des Baumpiepers nachgewiesen. Seitdem ist der Brutbestand dort erloschen. Auch im Pioniergelände Krailling scheint der Baumpieper nicht mehr zu brüten, der letzte Brutnachweis stammt hier aus dem Jahr 2019. Dass in den Jahren 2023 und 2024 im Leutstettener Moos keine bzw. wenige Reviere nachgewiesen werden konnten, lag an einer deutlich verringerten Beobachtungshäufigkeit in diesem Gebiet.

 

 

Im Rahmen der ADEBAR-Kartierungen in den Jahren 2025 – 2029 wird vermutlich eine verlässliche Größenordnung für die Baumpieperpopulation im Landkreis Starnberg ermittelt werden. 

 

(Text: Pit Brützel, Fotos: Antje Geigenberger)