Gemeinsam Bayerns Natur schützen

birdrace 2026 im Landkreis STA - Unentschieden!

Am Samstag, den 02. Mai 2026 fand das alljährliche Birdrace statt, also Birding von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang.

Für den Landkreis Starnberg traten wieder drei Teams an:

ASOnauten: Pit Brützel, Leo Bockmaier und Sebi Ludwig

StarnRacer: Tobi Laure, Jochen Wolf, Franz Pommer und Jan Brinke

STernglAstaucher: Claudia Höll, Jana Selzer, Julia Höll, Ella Höll und Peter Witzan

 

 

Das diesjährige birdrace verlangte den Teams einiges ab: Hatte es in der Früh noch unter 0°C, stieg die Temperatur im Laufe des Tages auf knapp 30°C mit brütendem Sonnenschein an und fiel gegen Abend wieder ab. 

 

Die Taktiken der drei Teams waren unterschiedlich. Während die StarnRacer trotz der Hitze den ganzen Tag auf dem Fahrrad verbrachten, wählten die STernglAstaucher eine Mischung aus Auto und Fahrrad und die ASOnauten waren klassisch zu Fuß und mit dem Auto unterwegs.

 

Trotz der Unterschiedlichkeiten hat sich jede Taktik gelohnt. Dieses Jahr haben wir das erste Jahr Gleichstand zwischen den Teams: Jedes Team hat es auf genau 106 Arten geschafft. 

Baumfalke (Foto: Peter Witzan)
Baumfalke (Foto: Peter Witzan)

Dabei gestalteten sich die beobachteten Arten durchaus unterschiedlich:

Habicht, Türkentaube, Schwarzhalstaucher, Löffelente, Trauerseeschwalbe, Schwarzspecht, Wachtel, Grünschenkel, Waldohreule, Blaukehlchen, Sumpfrohrsänger und Schwanzmeise wurden jeweils nur von einem Team beobachtet, so dass insgesamt 122 Arten für den Landkreis Starnberg festgestellt wurden.

Das Vorjahresergebnis von 132 Arten im Landkreis STA konnte nicht ganz gehalten werden. So wurde keiner der Seetaucher gefunden (2025: Prachttaucher), ebenso fehlten Rothals- und Ohrentaucher. Auch konnten „häufigere“ Arten wie Silberreiher, Eisvogel, Erlenzeisig und Fichtenkreuzschnabel sowie „seltenere“ Arten wie Goldregenpfeifer, Bienenfresser und Wendehals 2026 nicht nachgewiesen werden. Dagegen wurden Wanderfalke, Sperber und Löffelente 2026 gefunden, 2025 hingegen nicht. Das birdrace bringt also jedes Jahr aufs Neue die ein oder andere Überraschung mit sich. 

STernglAstaucher und ASOnauten frühmorgens im Ampermoos
STernglAstaucher und ASOnauten frühmorgens im Ampermoos

 

 

 

Ein besonderes Highlight neben den beobachteten Arten ist das Miteinander der Teams. Während der verschiedenen Begegnungen wurde sich über Arten ausgetauscht und auch gemeinsam beobachtet.

 

Das diesjährige Birdrace bringt für die drei ASO-Teams ein Spendenergebnis von gut 2.200 Euro ein, die dem ADEBAR 2-Projekt zu Gute kommen.

 

 

 

 

 

Bericht der StarnRacer:

 

 

Bei zwei Grad Celsius, Dunkelheit und bester Motivation ging es um 4:30 Uhr in Buchendorf auf die Fahrräder - die StarnRacer mit Jochen, Franz, Jan und Tobias waren unterwegs. Die erste Art? Eine Amsel. Keine Überraschung. Aber die sollte es noch geben. Ein singender Gartenrotschwanz, ein Grünschenkel, ein Trupp von sieben Steinschmätzern - und siehe da: die potenzielle Problemart Kernbeißer war extrem präsent. Besonders schön waren Beobachtungen des Balzflugs der Bekassine, spektakuläre Flüge der Rohrweihe und unser einziger Kolkrabe. Als echte Herausforderung stellte sich der Temperaturanstieg um knapp 30 Grad heraus, sodass schattige Beobachtungsplätze begehrt waren. Den krönenden Abschluss fand das Birdrace im Ampermoos mit dem Trillern der Brachvögel - und einem Ergebnis von 106 Arten. 

 

Teamergebnis der STArnracer

Bericht der ASOnauten:

 

 

Start um 04:45 Uhr in Weßling zu dritt mit Leo, Sebi und Pit. Der vierte ASOnaut Max war leider verhindert. Der als erste Art geplante Waldkauz war leider nicht kooperativ. Erste Arten waren, wie üblich, Amsel und Hausrotschwanz. Ampermoos als erste Station – bis 09:30 Uhr, dann hatten wir schon 65 Arten. Nächster Halt Görbelmoos bis Mittag, dann hatten wir schon 90 Arten. Über Jaisweiher ging es zur Kiesgrube. Dort längere Mittagspause im Schatten. In der größten Nachmittagshitze Kiesgrube, Gautinger Feld. Die Artenzahl stieg nur mehr sehr langsam. An der Würm war die Gebirgsstelze dann die 100. Art. Am Starnberger See haben wir dann wegen gesundheitlicher Probleme eines ASOnauten (heftige allergische Reaktion auf (vermutlich) Bärenklau) abgebrochen. Auf dem Heimweg dann noch „Carbirding“ am Ascheringer Moos, was die beiden letzten Arten Bekassine und Kiebitz brachte. Am Ende 106 Arten. Gegen 20 Uhr waren alle wieder zuhause. Trotz des verfrühten Abbruchs ein wunderbarer Tag.

 

Teamergebnis der ASOnauten

 

Bericht der STernglAstaucher:

 

 

Vor Sonnenaufgang haben wir (Claudia, Jana, Julia, Ella und Peter) unsere Fahrräder auf das Auto geladen und wurden dabei von unserer ersten Art, einem Rotkehlchen, begrüßt. Zu Sonnenaufgang waren wir im Ampermoos, wo unsere kalten Hände durch einige Arten belohnt wurden. Kurz nach 7 Uhr morgens knackten wir die 50-Arten Grenze, unter anderem schon mit einem Grauspecht, den wir mehrfach diesen Tag hören durften. Gemeinsam mit den ASOnauten haben wir einen Vogel beobachtet, der sich in der Nachbestimmung als Wiesenpieper herausstellte und somit für beide Teams als Art 106 gelten sollte. Nach dem Ampermoos ging es über den Jaisweiher zum Görbelmoos und von dort aus zur Kiesgrube Unterbrunn. Während die Beobachtungen hier noch häufiger waren, merkten wir mit der Zeit die Sonne und die Mittagshitze, weshalb es danach erst einmal eine längere Kaffee-/ Brotzeit-/ Eispause gab. Frisch gestärkt ging es danach an den Starnberger See nach Tutzing und Bernried/ Höhenried. Im Laufe des Nachmittags zog es sich immer mehr, neue Arten zu beobachten. Auch später an der Würm lies die sonst so sichere Wasseramsel knapp 40 Minuten auf sich warten. Wie auch bei den ASOnauten stellte die Gebirgsstelze unsere Nummer 100 dar. Abends waren wir noch im Pioniergelände, wo wir unser Birdrace mit einem rufenden Waldkauz beendeten. Alles in allem war es ein sehr gelungener und schöner Tag. Wir freuen uns auf das Birdrace 2027. 

 

Teamergebnis der STernglAstaucher

(Text: Claudia Höll und die TeamCaptains / Fotos: birdrace-Teams der ASO)