Westlich von Gilching im Naturschutzgebiet „Wildmoos“ liegen versteckt die „Pfarrwiesen“ zwischen feuchtem Moor- und trockenem Kiesboden, offenen Wiesenflächen am
Rand zum Wald (leider Fichtenwald). Derartige Übergangs-bereiche gelten als besonders artenreich.
Seit vielen Jahren werden die Pfarrwiesen vom LBV Starnberg gemäht – schonend für die Insekten mit dem altbekannten Balkenmäher mit seinem Messer-Mähwerk.
Diese wenig ertragreichen Wiesen wurden früher nur einmal und dann relativ spät – etwa ab Mitte August - gemäht. Unbeabsichtigt
wurden damit spät aussamende Pflanzen gefördert. Dies nehmen wir bei der Pflege auf: Es wird nur einmal im Jahr und dann sogar erst im Herbst gemäht. Damit haben auch spät blühende Pflanzen wie
der Schwalbenwurz-Enzian Zeit genug, noch ihre Samen auszuwerfen. Mit einer relativ „scharfen“, also bodennahen Mahd werden die flach am Boden liegenden Rosettenpflanzen wie Mehlprimel oder
Fettkraut gefördert. Diese konnten sich durch die umsichtige Pflege schon deutlich ausbreiten. Das Mähgut wird entfernt, damit der Boden mager bleibt und nicht verfilzt.
Wertgebende Arten auf den Pfarrwiesen sind Rostrote Kopfbinse (Schoenus ferrugineus), Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea),
Mehlprimel (Primula farinosa), Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris), Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe, RL BY 2), Preußisches Laserkraut (Laserpitium prutenicum,
RL BY 2), Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris, RL BY 3), Kriechweide (Salix repens), Strauchbirke (Betula humilis, RL BY 2)