Viele Streuwiesen im Ampermoos oder im Leutstettener Moos konnten im Herbst gemäht werden. Besonders nasse Flächen mussten stehen bleiben. Man hofft dann auf Frostperioden, um sie befahren zu
können. In milden Wintern ist dies schwierig. Umso mehr freuen sich Ammersee-Gebietsbetreuer Christian Niederbichler, seine Kollegin Dr. Andrea Gehrold vom Starnberger See und Johann Ludwig, ein
auf Landschaftspflege spezialisierter Landwirt aus Meiling, dass die Frostphase heuer im Amper- und im Leutstettener Moos genutzt werden konnte. „Christian“ machte es möglich, gemeint ist aber
nicht der Ammersee-Gebietsbetreuer, sondern das Osteuropa-Kältehoch. Es brachte ausreichend Dauerfrost, der gut in den Boden eindringen konnte, solange ihn keine Schneedecke isolierte. „Auf
schneefreien Dauerfrost, eine „trockene G’frier“, mussten wir lange vergeblich warten“, sagt Niederbichler. „Da fährst du wie auf der Autobahn“, schwärmt Johann Ludwig, „so ebenmäßig ist der
gefrorene Boden. Es ist bodenschonend und zeitsparend. Und weil der Bewuchs im Winter strohtrocken ist, kannst du gleich nach dem Mähen, Schwaden und Streu-Ballen pressen“. Das frostige
Zeitfenster für die winterliche Landschaftspflege ist meist kurz, wenige Tage oder eine Woche. Und dann müssen alle Beteiligten schnell und flexibel reagieren, also die beiden
LBV-Gebietsbetreuungen, Landwirte, Untere Naturschutzbehörden und Landschaftspflegeverbände. Nur im Team ist es gelungen, rund 25-30 Hektar im Leutstettener und Ampermoos zu pflegen, 400
Streuballen zeugen davon.