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Vogelfoto des Jahres 2020

Foto des Jahres 2020: Wasseramseln (c) Antje Geigenberger
Wasseramseln - Foto: Antje Geigenberger

"Man muss sich schon sputen, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen." So kommentierte Antje Geigenberger ihre wunderbare Aufnahme dreier Wasseramseln, mit der sie den Fotowettbewerb der Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO) gewonnen hat. Die Aufnahme wird damit auch zum Titelbild des ornithologischen Jahresberichts der ASO für das Jahr 2020.

Das Foto selbst entstand im April an der Würm bei Gauting und zeigt einen Altvogel, der mit Nahrung zu seinen zwei Jungen zurückkehrt. Wer noch genauer hinschaut, kann sogar erkennen, dass alle Vögel im Rahmen eines Projekts beringt wurden. Der Schnappschuss wurde zunächst im April zum Foto des Monats gekürt und setzte sich auch bei der Wahl zum Foto des Jahres klar durch. Elf von 17 Juroren hatten das Bild in die Top 3 gewählt.

2. Platz

2. Platz Foto: Lachmöwe (mit Teichrose) (c) Ursula Wiegand
Lachmöwe (mit Teichrose) - Foto: Ursula Wiegand

3. Platz

3. Platz Foto: Wintergoldhähnchen (c) Antje Geigenberger
Wintergoldhähnchen – Foto: Antje Geigenberger

Auf den Rängen dahinter ging es dafür umso enger zu. Platz zwei belegte eine Lachmöwen-Aufnahme von Ursula Wiegand am Maisinger See. "Zum Zeitpunkt des Fotos am 14. Mai waren schon alle 57 Nester mit brütenden Lachmöwen besetzt. Dies hielt die Möwen aber nicht davon ab, fleißig an den Nestern weiter zu bauen", erklärte die Fotografin das gelungene Foto.

Auf den dritten Platz wurde, passend zum Namen, ein Wintergoldhähnchen im winterlichen ehemaligen Pionierübungsgelände bei Krailling gewählt. Auch dieses tolle Bild stammt von Antje Geigenberger, die dem nur etwa fünf Gramm leichten Winzling ein "punkiges" Aussehen attestierte. Ein durchaus treffender Vergleich.

Die Jurorinnen und Juroren hatten indes keine leichte Aufgabe, aus den 13 Bildern des Monats (im Februar gab es gleich zwei Aufnahmen auf Platz eins) das Vogelfoto des Jahres zu wählen. Wie gewichtet man Schärfe, Unschärfe oder die Besonderheit des eingefangenen Moments? Ist ein sehr gutes Foto einer häufigen und wenig scheuen Art trotzdem höher zu bewerten als ein gutes einer extrem schwer zu fotografierenden Spezies?

Das Ergebnis der Wahl zeigt, dass die Häufigkeit der Arten so gut wie keine Rolle spielte. Bilder von Raritäten wie Eistaucher, Waldrapp oder Pfuhlschnepfe schafften es nicht auf die vorderen Plätze, was der Attraktivität der Aufnahmen freilich keinen Abbruch tut. Und so zeigt der Fotowettbewerb vor allem eines: die Vielfältigkeit der Vogelwelt im Landkreis Starnberg.

Ein ganz großer Dank geht an alle Fotografinnen und Fotografen, die ihre Vogelbilder über das Portal ornitho.de zur Verfügung gestellt haben. Damit verbunden ist auch der Aufruf, im Jahr 2021 wieder fleißig auf den Auslöser zu drücken, denn der Fotowettbewerb der ASO geht weiter – man sollte sich aber sputen, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen ...

 

(Text: Tobias Laure)