Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Starnbirdrace Winter 2026

Auch dieses Jahr fand  am Dreikönigstag das mittlerweile zur Tradition gewordene Winterstarnbirdrace statt. Am 6.1.2026 meldeten  diesmal insgesamt 19 Ornis ihre Beobachtungen auf ornitho.de. Hierbei waren allein 17 Aktive der ASO massgeblich beteiligt. Obwohl wir diesmal die Hotspots  nicht im Vorfeld  aufgeteilt hatten, wurde eine möglichst große Gebietsabdeckung im Landkreis erreicht. Sicher auch wetterbedingt (große Kälte bei  Temperaturen unter -10°C) nahmen leider etwa 10 Ornis weniger als im letzten Jahr teil . Aber neben unseren durch ASO-Teilnehmer abgedeckten üblichen Beobachtungsorten kamen, auch durch ASO-Neuzugänge,  viele Beobachtungen  besonders im westlichen Landkreis dazu. Insgesamt wurden an diesem Tag etwa 673 Meldungen für den Landkreis STA im ornitho.de dokumentiert, also deutlich weniger als im letzten Jahr.

 

Die fleißigsten Beobachter  waren  dieses Jahr vor allem

die  Höll-Schwestern Claudia (94 Beobachtungen/52 Arten) und Julia  (84 Beobachtungen/51 Arten) sowie Peter Witzan mit 71 Beobachtungen und 51 Arten. Aber: Trotz aller gemeinsamer Anstrengungen gelang es uns  auch dieses Jahr leider nicht, den Rekord von 91 Arten zu brechen.

Was gab es nun Besonderes an diesem Tag ? Am Starnberger See waren  natürlich einige der üblichen  Wintergäste vertreten. Gefehlt haben jedoch, im Vergleich zum Vorjahr, Pfeifente, Krickente, Bergente und Eisente.  Bei den Möwen fehlten die Sturmmöwe und die Zwergmöwe.

Bei den Greifvögeln  vermissten wir dieses Jahr  Rotmilan  und Wanderfalke. Und überhaupt konnten wir sehr viele Arten nicht finden: Den (Söckinger) Waldkauz, Ringel- und Türkentaube, Tannenhäher, Singdrossel, Bachstelze, Sommergoldhähnchen und Fichtenkreuzschnabel.

Besonders auffällig ist auch das gänzliche Fehlen der Bergfinken, die üblicherweise um diese Jahreszeit überall im Landkreis anzutreffen sind. 

Aber ein paar wenige Arten kamen dieses Jahr, im Vergleich zum letzten Winter-Starnbirdrace, doch noch hinzu:  ein Rothalstaucher sowie ein  Eistaucher. Auch eine Steppenmöwe gehörte zu den seltenen Gästen.

An einer Stelle im Landkreis konnten Bekassinen beobachtet werden sowie eine Heckenbraunelle. Auch ein einziger Grauspecht ließ sich blicken und der Uhu war dieses Jahr wieder an seinem üblichen Standort zu hören. 

 

Im Laufe des Tages kamen so also  „nur“ 79 Arten zusammen, also 12 Arten weniger als in den Jahren 2022, 2023 und 2025.

Wir sind natürlich trotzdem sehr zufrieden mit unserem Ergebnis und hoffen weiterhin, den in den letzten Jahren  erreichten Rekord irgendwann in naher Zukunft zu brechen.

 

Ich danke allen Teilnehmerinnen und allen Teilnehmern für die tatkräftige Unterstützung.

 

Die Ornis waren fast überall im Landkreis anzutreffen:

-       Auf der Ostseite des Sees rund um Aufkirchen Wolfgang Spatz

-       Rings um Feldafing Wolfgang Lorenz und Eike Treis-Hoffmann

-       Rund um Frieding Ian Hunt

-       Rund um Gauting/Leutstetten/Mühltal die Höll-Schwestern, Peter Witzan und Pit Brützel

-       Rund um Söcking und Jägersbrunn Ulla Bulla, Eike Treis-Hoffmann, Peter Witzan und Ursula Wiegand

-       Rings um den Maisinger See Peter Witzan

-           In und um Herrsching Leo Bockmaier und Max Hermann

-       In der Kiesgrube Oberbrunn  Antje Geigenberger, Leo Bockmaier und Max Hermann

-       In Tiefenbrunn und von Unterbrunn nach Gauting Antje Geigenberger

-       In Krailling-Pentenried Jochen Wolf

-       In Krailling im KIM Familie Höll

-       Rings um Wörthsee Familie Dolek

-       Rings um Hochstadt Leo Bockmaier

-       Und rings um den Starnberger See Evi und Hauke Clausen-Schaumann , Familie Dolek sowie beinahe alle anderen  oben genannten Ornis

 

Auf ein Neues am 6.1.2027, ich freue mich schon darauf und hoffe auf Orni-Wetter!

(Text und Fotos: Ursula Wiegand)