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Dreizehenspecht und Mauerläufer - Ostermontagsexkursion der ASO

22.04.2019  ca. 15 Ornis hatten sich zu der „alpinen“ Exkursion unter der Leitung von Markus Gerum am Ostermontag angemeldet. Treffpunkt war um 7 Uhr morgens am Bahnhof in Saulgrub. Es war herrliches Wetter, eindrucksvoll war die Fahrt von Starnberg in Richtung Süden mit der Alpenkette in der Morgensonne. Nach etwas Durcheinander, da ein paar Teilnehmer verschlafen hatten, konnten wir dann mit vollständiger Mannschaft gegen halb 8 in der Nähe von Unternogg loslaufen. Markus hatte eine Runde durch die Wälder von Unternogg vorbereitet – als Zielarten waren geplant Dreizehen- und Weißrückenspecht sowie der Sperlingskauz. Kaum waren wir vom Parkplatz aufgebrochen, ließ sich auch schon der Sperlingskauz hören. Allerdings nur recht kurz, alle weiteren Versuche, den Vogel anzulocken, waren leider erfolglos. Eine schöne Wanderung durch abwechslungsreiche Wälder mit vielen Kleinvögeln. Die Fichtenkreuzschnäbel reagierten schimpfend auf die Klangattrappe des Sperlingskauzes und auch sonst waren viele Kleinvögel zu hören.

 

Dreizehenspecht (Weibchen)  (Foto: Claudia Neumann)
Dreizehenspecht (Weibchen) (Foto: Claudia Neumann)

 

 

Höhepunkt der Vormittagstour war die Beobachtung eines weiblichen Dreizehenspechts, der sich mit der Klangattrappe gut anlocken ließ. Der Specht trommelte fleißig an den alten Bäumen am Wegrand und konnte von allen Teilnehmern ausgiebig per Spektiv beobachtet werden. Und den Fotografen gelangen ansprechende Bilder. Ein sehr schönes Erlebnis für die gesamte ASO-Gruppe. Die zweite alpine Spechtart, der Weißrückenspecht, ließ sich leider nicht blicken.  Mittags kehrten wir im Fortsthaus Unternogg ein. Mit etwas reduzierter Mannschaft ging es dann weiter nach Graswang.

 

 

 

Felsenschwalbe (Foto: Jörg Möller)
Felsenschwalbe (Foto: Jörg Möller)

Markus zeigte uns mitten im Ort die Felsenschwalben, die beim letztjährigen Brutplatz auf einem Hirschgeweih posierten. Die Steinadler konnten wir bei der Ablösung am Horst sowie beim Girlandenflug beobachten. Sie waren zwar weit weg, aber konnten doch von allen Teilnehmern gesichtet werden. Erinnerungen an den allerersten ASO-Ausflug kamen auf – an derselben Stelle waren wir in etwas anderer Besetzung im Frühjahr 2014 gewesen.

 

 

 

Zum Abschluss gab es noch den Mauerläufer in der Hohen Wand bei Graswang. Jetzt war Geduld gefragt. Markus suchte lange systematisch die Wand ab, bis er nach 20 Minuten einen Mauerläufer entdecken konnte. Auch bei großer Vergrößerung mit den Spektiven erschien der Vogel immer noch sehr klein – aber alle Teilnehmer konnten ihn im Spektiv beobachten.  Ohne Markus Wissen und Geduld hätten wir den Mauerläufer nie gefunden.

 

 

 

Wir hatten eine schöne Exkursion bei herrlichem Frühlingswetter mit vielen Arten, die für uns Starnberger doch eher ungewöhnlich waren. Ein herzliches Dankeschön an Markus Gerum, der uns wie immer mit großem Sachverstand führte.

 

 

 

(Text und Fotos, soweit nicht anders angegeben: Pit Brützel)