Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Vogelbeobachtung und Internet - die Plattform ornitho.de

Gänsesäger in der Würm (Foto aus ornitho.de - P.Brützel)
Gänsesäger in der Würm (Foto aus ornitho.de - P.Brützel)

Notieren Sie Ihre Vogelbeobachtungen? Finden Sie in Ihren Unterlagen noch, wo Sie vor ein paar Jahren die Wasseramsel beobachtet haben? Wollen Sie wissen, wo diesen Winter der Eistaucher am Starnberger See beobachtet wurde? Nutzen Sie das Internet?

 

Wenn ja, dann sollten Sie sich mal bei www.ornitho.de umsehen.

 

Ornitho.de ist ein Internetportal zur Online-Verwaltung von Vogelbeobachtungen, das seit November 2011 für Deutschland freigeschaltet ist. Ornitho.de wurde in der Schweiz entwickelt und wird bereits in mehreren europäischen Ländern intensiv genutzt. Ornitho.de wird vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) betrieben und von vielen Fachverbänden, so auch vom LBV,  und ornithologischen Arbeitsgemeinschaften unterstützt. Es wendet sich an den wissenschaftlichen Ornithologen ebenso wie an den Laien.

 

Mit ornitho.de werden vogelkundliche Beobachtungen in standardisierter Form erfasst. Mit einem Mausklick kann auf der Karte (Google Maps oder Topographische Karte im Maßstab 1:25.000) der Beobachtungsort punktgenau ausgewählt werden. Die beobachteten Vogelarten können dann erfasst werden; zusätzliche Informationen wie Geschlecht, Alter, Brutzeitcode oder individuelle Bemerkungen können hinterlegt werden. Daneben ist es auch möglich, Fotos und Tondokumente hochzuladen und mit den Beobachtungen zu verknüpfen.

Singschwäne (Foto aus ornitho.de - P.Brützel)
Singschwäne (Foto aus ornitho.de - P.Brützel)

Sensible Daten können automatisch oder nach den Vorgaben des Benutzers geschützt werden. So sind zum Beispiel Daten aus der Brutzeit über Schwarzstorch, Wanderfalke  oder Zwergohreule automatisch geschützt und können nur von einem speziell dafür qualifizierten Personenkreis (sogenannten Artspezialisten)  eingesehen werden. Zusätzlich kann jeder Benutzer seine Beobachtungsdaten, die er für besonders schützenswert hält, mit einer Sperre versehen.

 

Die Daten aus ornitho.de stehen für unterschiedliche Auswertungen der einzelnen Beobachter und für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung. So kann man sich zum Beispiel für „seine“ Beobachtungs­gebiete anzeigen lassen, welche Arten dort in letzter Zeit beobachtet wurden.

Auf der Seite Beobachtungen aus dem Landkreis STA wird monatlich eine kommentierte Auswahl von Beobachtungen aus der ornitho.de Datenbank dargestellt.

 

Bundesweit werden für ornitho.de Regionalkoordinatoren definiert, die die eingehenden Meldungen auf Plausibilität überprüfen und damit für eine hohe Qualität der erfassten Daten sorgen. Die Regionalkoordinatoren sind auch dafür zuständig, die Ortsbezeichnungen im Landkreis zu verwalten. Ortsbezeichnungen werden zum großen Teil aus den Gemeindenamen abgeleitet, bei ornithologisch besonders interessanten Gebieten werden die in Beobachterkreisen gebräuchlichen Namen verwendet (z.B. Roseninsel, Karpfenwinkel, Kraillinger Pioniergelände, Wildmoos, Leutstettener Moos, etc.). Im Landkreis Starnberg übernehmen Miriam Hansbauer, Gerhard Huber  und Pit Brützel die Aufgabe der Regionalkoordinatoren.  

Interessiert? Dann schauen Sie einfach mal bei www.ornitho.de vorbei. Anmeldung und Bedienung ist ganz einfach.

 

(Text: Pit Brützel)