Gebietsbetreuung Starnberger See

Der Starnberger See besitzt eine überragende Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel. Er ist ein „Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung“ (Ramsar-Gebiet) und wurde deshalb auch als „Europäisches Vogelschutzgebiet“ nach der EU-Vogelschutzrichtlinie sowie als FFH-Gebiet in das Netz „Natura 2000"  aufgenommen. Auch seine nähere Umgebung wie das Naturschutzgebiet Leutstettener Moos und die seenahen Uferbereiche sind überaus wertvolle Naturräume mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

Im Rahmen des bayernweiten Projekts "Gebietsbetreuer in Bayern" ist seit 2003 auch ein Gebietsbetreuer bzw. eine Gebietsbetreuerin im Bereich des Starnberger Sees und seiner Umgebung tätig. Die Gebietskulisse umfasst den Starnberger See mit seinen Ufer- und Röhrichtzonen, Seeriedern, Quellmoorgebieten und Leiten sowie Teile des Naturschutzgebietes Leutstettener Moos.

 

Gebietsbetreuer sind wichtige Ansprechpartner „vor Ort“. Sie tragen auf regionaler Ebene mit der Vermittlung von umweltrelevantem Wissen zur Wertschätzung ökologisch besonders bedeutsamer Gebiete bei.

Zu ihren Aufgaben zählen vor allem die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, die Vermittlung zwischen verschiedenen Interessengruppen und die Mitwirkung bei der Erfassung und Überwachung der seltenen Tier- und Pflanzenarten des jeweiligen Gebietes. Außerdem sind sie Informationsmultiplikatoren, die den Bürgern die Ziele von Natura 2000, die Vernetzung der Schutzgebiete Europas und damit auch die überregionalen Zusammenhänge der Natur näher bringen sollen.

 

 

Dr. Andrea Gehrold (Foto: Anja Bach)
Dr. Andrea Gehrold (Foto: Anja Bach)

Von April 2008 bis April 2014 war der Dipl.-Forstwirt (Univ.) Franz Wimmer als Gebietsbetreuer für den Starnberger See zuständig. Seit 1. Mai 2014 hat Frau Dr. Andrea Gehrold die Gebietsbetreuerstelle übernommen.

Andrea Gehrold ist Ornithologin mit Schwerpunkt Enten- und Wasservögel. Sie steht für Führungen und Fragen rund um das Ramsar-Gebiet Starnberger See zur Verfügung. Die Gebietsbetreuerin führt regelmäßig Veranstaltungen wie naturkundliche Führungen und Exkursionen sowie Vorträge durch. Die Termine können Sie entweder der Termindatenbank des LBV Starnberg oder verschiedenen Programmheften entnehmen.

Telefonisch ist die Gebietsbetreuerin dienstags von 13 bis 16 Uhr unter (08143) 271168 erreichbar.

 

Kontakt:


Gebietsbetreuung Starnberger See

Frau Dr. Andrea Gehrold

Landsberger Str. 57

82266 Inning-Stegen

Tel: 08143 - 27 11 68

Email: starnbergersee@lbv.de

 

 

 

Das Projekt wird gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds, aus Zweckerträgen der Glücksspirale, vom Bezirk Oberbayern und dem Landkreis Starnberg. Der Träger der Stelle ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV).

Die Gebietsbetreuung  für den Starnberger See befindet sich in einer Bürogemeinschaft mit dem LBV Starnberg sowie der Gebietsbetreuung Ammersee in der LBV-Geschäftsstelle in Stegen.

 

 

 

Mehr über die Gebietsbetreuung in Bayern erfahren Sie auf der Homepage der Gebietsbetreuung.

20 Jahre Gebietsbetreuung in Bayern - Verleihung des UN-Preises

Gebietsbetreuer von Oberbayern mit u. a. Christian Niederbichler (links) und Dr. Andrea Gehrold (4. Von rechts) mit MD Dr. Barth und MR Georg Schlapp (3. und 5. von links). Foto: Lederer StMLU
Gebietsbetreuer von Oberbayern mit u. a. Christian Niederbichler (links) und Dr. Andrea Gehrold (4. Von rechts) mit MD Dr. Barth und MR Georg Schlapp (3. und 5. von links). Foto: Lederer StMLU
Gebietsbetreuer Ramsar-Gebiet Ammersee, Christian Niederbichler mit
Dr. Barth, Bürgermeisterin Sandra Meissner (Kottgeisering) und
Georg Schlapp, Vorstand des Bayer. Naturschutzfonds.
Foto: Andrea Gehrold
Gebietsbetreuer Ramsar-Gebiet Ammersee, Christian Niederbichler mit
Dr. Barth, Bürgermeisterin Sandra Meissner (Kottgeisering) und 
Georg Schlapp, Vorstand des Bayer. Naturschutzfonds.
Foto: Andrea Gehrold

Den Gebietsbetreuern in Bayern wurde am 2.6.2017 in Kottgeisering nahe dem Natur­be­ob­achtungs­turm der Preis der UN als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ überreicht. In Vertretung der kurzfristig verhinderten Um­weltministerin Ulrike Scharf hielt ihr Amtschef Ministerialdirektor Dr. Barth, also der höchste Beamte im Umweltministerium, die Laudatio und überreichte den Preis. Zu der Feier mit den ver­sammelten gut 40 Gebietsbetreuern war auch Horst Guckelsberger, der Vorsitzende des LBV Starnberg,  ein­geladen worden. Er sollte  Erinnerungen an die Gründung der Gebietsbetreuung 1996 und die damit einher­gehen­den Erfahrungen beisteuern:

 

Geboren wurde die Forderung, für bedeutsame Schutzgebiete wie das „Ramsar-Gebiet Starn­berger See“ neben der ehrenamtlichen auch eine professionelle Betreuung einzurichten, schon Anfang der 1990er Jahre beim LBV Starnberg. Als direkte Forderung an die Politik wurde ein Gebietsbetreuer von der damaligen informellen Arbeitsgruppe „Schutz­ge­mein­schaft Ampermoos“ gestellt. Sie war von Robert Volkmann ins Leben gerufen und inspiriert worden, und dort hatte der LBV Starnberg von An­fang an engagiert mitgearbeitet. Vertreter der BN- und LBV-Kreisgruppen Fürstenfeldbruck, Lands­berg und Starnberg, der Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd und Privatpersonen versammelten sich in ihr.

 

Hier formulierten wir am 1. April 1996 den Antrag an das Um­welt­minis­terium auf ein „Pilotprojekt für die Gebiets­betreuung für den Naturraum Ammersee“. Schon erstaunlich kurze Zeit später be­kamen wir eine positive Rückmeldung vom damaligen Umweltminister Dr. Thomas Goppel. Die erste Gebietsbetreuerstelle ging 1997 unter der Trägerschaft des LBV an Christian Niederbichler.


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