Die Hohltaube (Columba oenas)

Hohltaube (Foto: Antje Geigenberger)
Hohltaube (Foto: Antje Geigenberger)
Hohltaube (Foto: Ursula Wiegand)
Hohltaube (Foto: Ursula Wiegand)

Bereits ab März können Hohltauben im Landkreis Starnberg festgestellt werden. Bis zum Wegzug im November können Tiere das ganze Jahr über beobachtet werden. Mit Glück lässt sich nach der Ankunft im Brutrevier auch der Gesang der Vogelart vernehmen oder man erhascht einen Blick auf den Ausdrucksflug.

 

Die Hohltaube wird auf der Roten Liste Bayerns (2016) und Deutschlands (2009) als nicht gefährdet aufgeführt. Da Hohltauben auf Höhlenangebot als Nistplatz angewiesen sind und die Intensivierung der Waldwirtschaft voranschreitet, ist mittelfristig ein Brutplatzmangel zu erwarten.  Höhlenbäume sollten erhalten, der Altholzanteil erhöht oder Naturwaldreservate ausgewiesen werden. Diese Maßnahmen fördern auch viele weitere Tier- und Pflanzenarten. Da bayerische Hohltauben in Südwest-Europa überwintern, sind sie auf dem Zug weiteren Gefahren ausgesetzt. Von November bis Februar können sie zur illegalen Zielscheibe werden.

 

Zu verwechseln ist die Art am ehesten mit der Straßentaube, da der Habitus ähnlich ist. Zwei Unterscheidungsmerkmale sollten herangezogen werden: das schwarze Flügelband ist auf den Schwingen von Hohltauben recht undeutlich ausgeprägt  und weiße Partien findet man nicht im Gefieder der Flügel. Ringeltauben sind wesentlich größer und langschwänziger.

 

Laut Atlas der Brutvögel in Bayern (2012) wird der Brutbestand auf 4100-7000 Brutpaare geschätzt. Als Brutvogel wird die Art im Landkreis Starnberg weiterhin nur spärlich vertreten sein, da wir uns an der Arealgrenze befinden.

 

Der Ruf der Hohltaube  ist eintönig, zweisilbig und sehr dumpf, welcher am ehesten mit „oo-uo“ umschrieben werden kann (siehe  http://www.xeno-canto.org/170688 ). In der Literatur wird immer darauf verwiesen, dass der Ruf (für Menschen) schwer zu lokalisieren sei. Beim Balzflug ist auch ab und an ein Flügelklatschen zu vernehmen.

 

Im Juni dreht sich bei Hohltauben alles um den Nachwuchs. Da bis zu vier Jahresbruten dokumentiert sind, müssen die zweiten Eier bereits bebrütet werden, wenn die Jungen kurz vor der Selbstständigkeit sind. Somit vollbringen Hohltauben mit verschachtelten Bruten eine wahre Meisterleistung.

 

(Text: Julia Schwandner)


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