Uferschnepfen und Blaukehlchen – ASO-Exkursion nach Ostbayern

Uferschnepfen (Foto: Peter Witzan)
Uferschnepfen (Foto: Peter Witzan)
Regentalaue (Foto: Ursula Wiegand)
Regentalaue (Foto: Ursula Wiegand)
Großer Brachvogel (Foto: Ursula Wiegand)
Großer Brachvogel (Foto: Ursula Wiegand)
Kiebitz (Foto: Peter Witzan)
Kiebitz (Foto: Peter Witzan)
ASO in der Regentalaue (Foto: Ursula Wiegand)
ASO in der Regentalaue (Foto: Ursula Wiegand)
Lachmöwenkolonie am Rötelseeweiher (Foto: Ursula Wiegand)
Lachmöwenkolonie am Rötelseeweiher (Foto: Ursula Wiegand)
Schwarzhalstaucher (Foto: Peter Witzan)
Schwarzhalstaucher (Foto: Peter Witzan)
ASO am Isarhaus (Foto: Pit Brützel)
ASO am Isarhaus (Foto: Pit Brützel)
Blaukehlchen (Foto: Ursula Wiegand)
Blaukehlchen (Foto: Ursula Wiegand)
Fischadler (Foto: Ursula Wiegand)
Fischadler (Foto: Ursula Wiegand)
Stelzenläufer (Foto: Peter Witzan)
Stelzenläufer (Foto: Peter Witzan)

 

8./9. April 2017 – Am Wochenende vor Ostern fand die zweitägige Exkursion der ASO nach Ostbayern statt. Treffpunkt war am Samstag gegen 9 Uhr auf dem Dorfplatz in Untertraubenbach im Landkreis Cham. Peter Zach, der ehrenamtliche Gebietsbetreuer des Naturschutzgebiets Regentalaue hatte sich bereit erklärt uns durch die Regentalaue und das Rötelseeweihergebiet zu führen. Es sollte ein sehr eindrucksvoller Ausflug werden.

 

Das Naturschutzgebiet Regentalaue umfasst ca. 1500 Hektar und steht seit 2010 unter Naturschutz. Der Regen mäandriert durch das Gebiet, es gibt einen sehr hohen Grundwasserstand, das Gebiet besteht zu 80% aus Grünland und ist zum größten Teil im Besitz des Landkreis Chams. Sehr gute Voraussetzungen für ein Wiesenbrütergebiet. Der größte Teil der Landkreisflächen ist an Landwirte verpachtet, die die Pflege der Wiesen nach Naturschutzgesichtspunkten (späte Mahd, Anlage von Seigen, Rücksicht auf Gelege, etc.) übernehmen und entsprechend finanziell gefördert werden. Ca. 60 Landwirte arbeiten im Gebiet und das Verhältnis der Naturschützer zu den Landwirten ist nach Angabe von Peter Zach inzwischen sehr positiv.  Nähere Infos über das Gebiet findet man z.B. hier.

 

In der Regentalaue brüten unter anderem noch Kiebitze, Großer Brachvogel, Bekassine, Rotschenkel und Uferschnepfen. Hier ist der Kiebitz auf Grund des hohen Grünlandanteils zum großen Teil noch wirklicher Wiesenbrüter und ist noch nicht auf die Ackerflächen ausgewichen. Der Prädationsdruck auf die Wiesenbrüter durch Fuchs und Wildschwein ist sehr hoch, man zäunt deshalb seit einigen Jahren die wichtigsten Flächen großräumig ein – es gibt mehrere große eingezäunte Gebiete mit bis zu 15 Hektar eingezäunter Fläche. Durch das großflächige Einzäunen wird nicht nur – wie beim Einzäunen des Nests - das Gelege vor Prädatoren geschützt, auch während der Jungenaufzucht besteht durch den Zaun ein rhoher Schutz vor Prädatoren. Das Einzäunen ist eine sehr arbeitsintensive Schutzmaßnahme (Aufbau des Zauns, mehrmaliges Mähen der Zaunlinie, Abbauen des Zauns), die aber Wirkung zeigt. Der Bruterfolg bei den Kiebitzen ist zum Beispiel von 0,3 Jungen/Brutpaar durch die Einzäunungen auf 1 Junges/Brutpaar angestiegen. In diesem Jahr gibt es allerdings Probleme durch das Hermelin, das sich durch den Zaun natürlich nicht abhalten lässt.

 

Peter Zach schilderte sehr anschaulich die Probleme und Erfolge der Naturschutzarbeit im Landkreis Cham. Auf dem Spaziergang durch die Regentalaue gab es dann fast alle Wiesenbrüterarten zu sehen. Kiebitze brüteten bereits in großer Anzahl und auch einige Brachvögel und Bekassinen konnten beobachtet werden. Die Rotschenkel konnten nur gehört werden und für die Uferschnepfen sind wir dann nachmittags noch in ein angrenzendes Gebiet gefahren. Dafür waren auf den feuchten Wiesen 15 durchziehende Kampfläufer zu sehen. Besonders eindrucksvoll war die Geräuschkulisse – überall singende Feldlerchen, daneben das Trillern der Brachvögel, das Wummern der Bekassinen und das „Kiwitt“ der Kiebitze. Es gibt wohl nicht viele Gegenden in Bayern, wo man das so schön erleben kann. In einem Graben in der Nähe sang dann auch noch ein Blaukehlchen und ließ sich gut beobachten.

 

Die Zeit verging  viel zu schnell. Mittags kehrten wir in Untertraubenbach ein. Auf dem Kirchturm saßen 2 Weißstörche, die hier schon seit vielen Jahren brüten. Die ländlichen Preise für das Mittagessen erstaunten alle Teilnehmer sehr, für 6 € 50 bekam man ein Schnitzel mit Pommes und Salat – das findet man wohl in der Starnberger Gegend nicht mehr.

 

Da sich die Uferschnepfen am Vormittag nicht gezeigt hatten, fuhren wir noch zu einem Grünlandbereich am Stadtrand von Cham. Hier zeigten sich dann mehrere Uferschnepfenpaare und waren gut zu beobachten. In ganz Bayern gibt es nur mehr knapp 30 Brutpaare der Uferschnepfe, neben dem Wiesmet beim Altmühlsee  ist die Regentalaue  das wichtigste Brutgebiet in Bayern. Interessanterweise brüten die Uferschnepfen hier auf einer herkömmlich intensiv bewirtschafteten Wiese, die allerdings nach Vorgaben des Naturschutzes erst spät gemäht wird. Der hohe Wasserstand und die starke Geländestrukturierung mit vielen Seigen sind für die Wiesenbrüter wohl besonders interessant. Auf diesen Wiesen werden die Gelege auch nicht mit einem Zaun geschützt, hier übt der Jagdpächter durch intensive Fuchsbejagung wohl einen so großen Druck auf die Füchse aus, dass es kein nennenswertes Prädatorenproblem gibt.

 

Abschließend ging es noch zum großen Rötelsee, um Wasservögel zu beobachten. Das Wetter war herrlich, sommerliche Temperaturen mit blauem Himmel. Der Rötelseeweiher ist Brutplatz von mehreren Tausend Lachmöwen und von ca. 60 Schwarzhalstauchern. Das ist ca.  ein Drittel des bayerischen Bestands an Schwarzhalstauchern. Der Rötelsee wird alle 2 Jahre in einer großen und schweißtreibenden Aktion abgefischt – eine wesentliche Voraussetzung für den hohen Bestand an Schwarzhalstauchern. Die Hechte werden auf natürlichem Weg (z.B. Laich an den Wasservögeln) eingebracht und ohne das Abfischen würden sich zu viele und zu große Hechte im Teich entwickeln und den Bestand der Schwarzhalstaucher gefährden. Ökologische Zusammenhänge wurden uns hier ganz anschaulich erklärt. Die Schwarzhalstaucher waren mit ihrer Balz beschäftigt, unter den vielen Lachmöwen konnten auch einige Schwarzkopfmöwen entdeckt werden. Neben vielen Entenarten gab es auch noch eine große Besonderheit  - einen durchziehenden Ohrentaucher im Prachtkleid. Was für ein schöner Vogel!

 

Ein großes Dankeschön an Peter Zach, der sehr interessant und kenntnisreich über die Naturschutzarbeit und die Vogelwelt im  Landkreis Cham berichtete und uns die Gebiete Regentalaue und Rötelseeweiher nähergebracht hat.

 

Am späten Nachmittag fuhren wir dann nach Plattling, wo wir übernachteten und abends noch gemütlich zusammensaßen. Am nächsten Morgen ging es an das Gebiet der Isarmündung , das wir schon im Mai 2014  besucht hatten.   Wir spazierten durch den Auwald und am Damm entlang und verbrachten einen wunderbaren, sonnigen Vormittag. Die Blaukehlchen sangen und ließen sich sehr gut beobachten. Viele Spechte waren zu sehen, insgesamt konnte die Gruppe - wenn auch nicht alle Teilnehmer -  alle 6 hier vorkommenden Spechtarten beobachten bzw. hören. Silberreiher flogen im Formationsflug  durch den blauen Himmel, ein sehr schöner Anblick. Auf den Altwässern waren diverse Entenarten zu beobachten, darunter auch ungewöhnlichere Arten wie Pfeifente, Löffelente und Knäkente zu beobachten. Kurz vor der Mittagspause dann der Höhepunkt der Exkursion – ein  Fischadler saß auf einem der abgestorbenen Bäume und flog dann über den gesamten Auwaldbereich. Weit oben im Himmel  ließ sich dann auch noch ein Schwarzstorch beobachten, der aber dann nach Norden abzog. Mittag wurde in 2 Gruppen gemacht, eine Gruppe setzte sich in den nahegelegenen Wirtsgarten und die andere Gruppe picknickte am Beobachtungsturm.

 

Abschluss der Exkursion war dann ein Ausflug zu den Klärteichen der Zuckerfabrik in Plattling. Inzwischen war es sehr heiß geworden, die Klärteiche stanken ziemlich und es gab so gut wie keine Vögel zu beobachten. Die Stimmung wurde langsam schlechter, als sich dann doch noch in einem Klärbecken diverse Limikolenarten zeigten. 2 Stelzenläufer ließen sich gut beobachten und fotografieren, daneben gab es noch Kampfläufer, Alpenstrandläufer und viele Flussregenpfeifer. So stieg die Stimmung wieder, am letzten großen Teich waren dann noch viele Möwen und Enten zu beobachten und zum Ende der Exkursion zeigte sich noch der Wanderfalke auf dem Kamin der Zuckerfabrik.

 

Die Unermüdlichen fuhren dann noch zum Isarstausee nach Eching, und die weniger Ambitionierten ließen die Exkursion in einem Café in Plattling ausklingen. Herrliches Wetter, viele Erlebnisse, tolle Beobachtungen – insgesamt eine gelungene Exkursion.

 

(Text: Pit Brützel)

Die Fotografen waren an diesen zwei Tagen sehr aktiv - hier gibt es noch einmal eine kleine Auswahl an Bildern von der Exkursion nach Ostbayern.

Kiebitz (Foto: Ursula Wiegand)
Kiebitz (Foto: Ursula Wiegand)
Schwarzhalstaucher (Foto: Peter Witzan)
Schwarzhalstaucher (Foto: Peter Witzan)
Ringelnatter (Foto: Peter Witzan)
Ringelnatter (Foto: Peter Witzan)
Schwarzhalstaucher (Foto: Ursula Wiegand)
Schwarzhalstaucher (Foto: Ursula Wiegand)
Isarmündung (Foto: Ursula Wiegand)
Isarmündung (Foto: Ursula Wiegand)
Kleinspecht (Foto: Ursula Wiegand)
Kleinspecht (Foto: Ursula Wiegand)
Feldhase (Foto: Ursula Wiegand)
Feldhase (Foto: Ursula Wiegand)
Zuckerteiche (Foto: Ursula Wiegand)
Zuckerteiche (Foto: Ursula Wiegand)
ASO an den Zuckerteichen (Foto: Ulli Kay-Blum)
ASO an den Zuckerteichen (Foto: Ulli Kay-Blum)
Schafstelze (Foto: Peter Witzan)
Schafstelze (Foto: Peter Witzan)
Alpenstrandläufer (Foto: Ursula Wiegand)
Alpenstrandläufer (Foto: Ursula Wiegand)
Kampfläufer (Foto: Ursula Wiegand)
Kampfläufer (Foto: Ursula Wiegand)
Knäkente (Foto: Ursula Wiegand)
Knäkente (Foto: Ursula Wiegand)
Flussregenpfeifer (Foto: Ursula Wiegand)
Flussregenpfeifer (Foto: Ursula Wiegand)
Stelzenläufer (Foto: Ursula Wiegand)
Stelzenläufer (Foto: Ursula Wiegand)

Vorfrühling am Ismaninger Speichersee

ASO am Ismaninger Speichersee (Foto: Jörg Möller)
ASO am Ismaninger Speichersee (Foto: Jörg Möller)
Kormoraninsel (Foto: Ursula Wiegand)
Kormoraninsel (Foto: Ursula Wiegand)
rosafarbene Lachmöwe (Foto: Ursula Wiegand)
rosafarbene Lachmöwe (Foto: Ursula Wiegand)
Lachmöwen bei der Paarung (Foto: Ursula Wiegand)
Lachmöwen bei der Paarung (Foto: Ursula Wiegand)
Wasservögel am Ismaninger Speichersee (Foto: Ursula Wiegand)
Wasservögel am Ismaninger Speichersee (Foto: Ursula Wiegand)

19.03.2017  Die Wettervorhersage war durchwachsen und nachdem es am vorangegangenen Tag heftig gestürmt und geregnet hatte, mussten wir befürchten, dass wir auf der Sonntagsexkursion an den Ismaninger Speichersee ziemlich nass werden würden. Aber das Wetter war deutlich besser als vorausgesagt – der Wind blies zwar heftig, aber es regnete überhaupt nicht.

 

Treffpunkt war um 8 Uhr morgens am S-Bahnhof in Ismaning. Von dort ging es zum Speichersee, wo Manfred Siering und Joachim Oster circa 15 ASO-Ornis auf dem Damm entlang des Isarkanals führten.  Manfred Siering, Vorsitzender der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern, gab eine historische Einführung in die Entstehung des Speichersees und der anliegenden Fischteiche. Der Speichersee dient zur Stromversorgung – insbesondere des Münchner S-Bahnnetzes – und zur Nachklärung der Abwässer aus den Münchner Kläranlagen. In den Fischteichen wurde bis 1994 Karpfenzucht betrieben;  dann wurde festgestellt, dass die Karpfen zu stark mit Pharmarückständen belastet waren, sodass die Fischzucht eingestellt werden musste. Seitdem werden die Fischteiche vom Energieversorger betreut, es gibt einen langjährigen Vertrag zur Nutzung der Teiche, der sicherstellt, dass die Fischteiche und damit das Mausergebiet für bis zu 200.000 Enten erhalten bleiben.

 

Wir gingen auf dem  Damm südlich des Ismaninger Westbeckens einige Kilometer in Richtung Osten. Der Weg führte bis auf Höhe der Kormoraninsel, auf der Kormorane und Graureiher bereits ihre Nester bezogen hatten. Besonders schön waren die Graureiher im Prachtkleid mit ihren orangen Schnäbeln. Ein kleiner Trupp Kampfläufer flog ein, daneben waren 2 Flussuferläufer auf Futtersuche.

 

Manfred Siering erläuterte sehr kenntnisreich und detailliert nicht nur die Vogelwelt, sondern auch die diversen Baumarten und er gab Hinweise auf Fuchsbauten und Biberburgen. Bei der Lachmöwenkolonie konnten die Lachmöwen bei der Paarung beobachtet werden und es wurde auch das Geheimnis der „rosafarbenen“ Lachmöwen gelüftet. Die rosafarbenen Lachmöwen verbringen den Winter in Salinen in Südeuropa/Nordafrika und ernähren sich dort von den Salinenkrebsen. Der rote Farbstoff der Krebse lagert sich im Gefieder der Möwen ab, die deswegen rosafarben erscheinen – derselbe Effekt wie bei den Flamingos. Das war für alle Teilnehmer neu gewesen.

 

Auf dem Speichersee waren diverse Entenarten zu sehen, besonders hervorzuheben waren eine größere Menge an schön gefärbten Kolbenenten sowie vereinzelte Krickenten, Löffelenten und eine Spießente. Die Schwarzkopfruderente, die seit ein paar Tagen am Speichersee zu beobachten war, zeigte sich leider nicht. An Greifvögeln gab es ein jagendes Sperberweibchen, mehrere Mäusebussarde und als Höhepunkt ein Wanderfalkenpaar, das in einem Kasten hoch oben an einem Strommasten brütet. Wir konnten das Paar bei der Futterübergabe beobachten – das Weibchen verschwand bald wieder im Kasten, um zu brüten und der Terzel begab sich wieder auf die Jagd.

 

Trotz des starken Winds waren auch einige Singvögel zu hören und zu beobachten. Die Zilpzalpe sangen, im Schilf hörte man Rohrammern und eine Heckenbraunelle. Daneben viele Meisen- und Finkenvögel sowie eine Beutelmeise auf dem Zug. Die Beutelmeise konnte leider nur von wenigen Beobachtern wahrgenommen werden. Am Ende der Exkursion zeigte sich dann auch als Frühlingsbote die erste Rauchschwalbe, die über dem Speichersee jagte.

 

Gegen Mittag kamen wir wieder an den Ausgangspunkt zurück, vom Wind etwas durchgefroren, aber hochzufrieden über eine schöne Exkursion im beginnenden Frühling. Ein herzliches Dankeschön an Manfred Siering, der uns mit seiner umfassenden Naturkenntnis stark beeindruckte. Und der Ismaninger Speichersee ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert.

 

(Text: Pit Brützel)

Zwergsäger und Singschwäne – ASO-Exkursion an den Lech

Singschwäne (Foto: Ursula Wiegand)
Singschwäne (Foto: Ursula Wiegand)
Lechstaustufe 14 (Foto: Ursula Wiegand)
Lechstaustufe 14 (Foto: Ursula Wiegand)
Habicht (Foto: Ursula Wiegand)
Habicht (Foto: Ursula Wiegand)
ASO am Lech in Apfeldorf (Foto: Pit Brützel)
ASO am Lech in Apfeldorf (Foto: Pit Brützel)

4. Februar 2017. Die erste ASO-Exkursion im Jahr 2017 führte uns an die Lechstaustufen zwischen Landsberg und Schongau. Christine Moser hatte eine schöne Tour vorbereitet. Das Wetter war optimal, die Stauseen waren weitestgehend eisfrei und die Sonne schien – zumindest am Vormittag. Leider gab es in den letzten Tagen vor der Exkursion krankheitsbedingt noch eine Menge Absagen, am Ende waren 11 Teilnehmer bei der Exkursion dabei.

 

Der erste Stopp war an der Lechstaustufe 14. Ein Trupp fliegender Grau- und Blässgänse war der erste Eintrag in den Beobachtungsbüchern bzw.  – bei den technisch Fortgeschrittenen – auf den Smartphones. Kleinspecht und Grünspecht ließen sich hören und am Rande der Eisfläche waren die ersten Singschwäne zu sehen. Neben den üblichen  Entenarten konnten wir auch einige Krickenten beobachten. Daneben ein wunderbares Panorama, im Vordergrund der Lech und im Hintergrund die Zugspitze. Von einem Beobachtungspunkt am Uferrand etwas weiter nördlich konnten wir weitere Singschwäne beobachten. Dann flogen 2 männliche Zwergsäger vorbei, die allerdings nur von wenigen beobachtet werden konnten.  Auf dem Rückweg dann noch eine sehr schöne Habichtbeobachtung. Der Habicht saß in einer Fichte und ließ sich trotz laufender Attacken durch zwei Rabenkrähen gut beobachten.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer Fischzuchtanlage, bei der es immer wieder Probleme mit Vögeln gibt, die sich in den Netzen verfangen, ging es weiter nach Mundraching und Apfeldorf. In Apfeldorf ein sehr schöner Blick vom Hochufer aus. Dort waren dann 14 Singschwäne auf dem Eis zu beobachten. Am gegenüberliegenden Ufer  tauchten noch ein Paar Zwergsäger, die von allen Teilnehmern gut beobachtet werden konnten. Was für schöne Vögel!  An allen Beobachtungspunkten waren sehr viele Zwergtaucher zu beobachten, darunter schon die ersten im Prachtkleid.

 

Mittagspause gab es in einem kroatischen Lokal in Schongau. Nachmittags wurde dann am Lech bei Schongau  weiter beobachtet. Als sehr störend empfanden alle Teilnehnmer  laute Geknalle von einem nahegelegenen Sportschützenverein. Die Vögel ließen sich dadurch aber nicht stören. Am Lech rund um Schongau dann das übliche Artenspektrum an Wasservögeln. Als abschließendes Highlight konnten wir an der Lechstaustufe 6 noch 2 schwimmende Samtenten beobachten.

 

Gegen 16 Uhr beendeten wir eine schöne Exkursion, die von Christine ganz hervorragend vorbereitet wurde. Ein großes Dankeschön von allen Teilnehmern an die Exkursionsleiterin.

 

(Text: Peter Brützel)

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