Umfangreiche Arbeiten im ehemaligen Pionierübungsgelände von Krailling

10.11.2017 Auch 19 Helfer waren nicht zu viele, um am Samstag, 10.11.2017 im ehemaligen Pionier­übungs­ge­lände von Krailling beim Abheuen zuzupacken. Durch regelmäßige Mahd werden unterschiedliche Formen von Halbtrockenrasen erhalten und gefördert – und das auf immer mehr und immer größeren Flächen. Fransen- und Kreuzenzian breiten sich dadurch aus, drei verschiedene Ginster­arten – am auffälligsten der Färberginster – sind an den Wiesenrändern zu sehen. Ein nicht ganz kleiner „harter Kern“ von Unermüdlichen hat sogar erst um 13:30 Uhr mit der letzten Plane das (leider arg nasse und damit schwere) Heu aus der jüngsten Pflegefläche am „Eichenhain“ gezogen. Herzlicher Dank allen! 
Nicht nur der Natur wird damit geholfen – auch die Mitarbeiter im Gewerbegebiet KIM profitieren von dieser Arbeit der LBV-Ehrenamtler: Sie können ihren Mittagspausen-Spaziergang (auf den Wegen, bitte!) in einer naturnahen Umgebung genießen.

(Text: Horst Guckelsberger)

abgeblühter Kreuzenzian (Foto: Horst Guckelsberger)
abgeblühter Kreuzenzian (Foto: Horst Guckelsberger)
Kreuzenzian blühend (Foto: Buenaventura)
Kreuzenzian blühend (Foto: Buenaventura)

Abheuen auf dem ehemaligen Pionierübungsgelände Krailling am 1.7.2017

1.7.2017  Zu den wenigen Kandidaten für Magerrasen im Landkreis gehören einige der Wiesen im ehemaligen Pionierübungsgelände von Krailling. Durch die relativ frühe Mahd Ende Juni wird der Aufwuchs geschwächt und frühzeitig Stickstoff entnommen, der Boden also „ausgehagert.“ Dies begünstigt vor allem konkurrenz­schwächere Blütenpflanzen, die bis zur zweiten Mahd im Spätherbst Zeit genug haben, wieder ihre Samen auszuwerfen.

 

Doch auch schon bei der ersten Mahd wird auf die früh blühenden Blütenpflanzen und die Insektenwelt – seltene Schmetterlinge wie das Wald-Wiesenvögelchen zum Beispiel - Rücksicht genommen. Streifen und Inseln mit Gras bleiben ungemäht, wie auf dem Bild zu erkennen ist.

 

Die LBV-Aktiven hatten vergleichsweise wenig Mühe, das Heu auf den drei Mähflächen auf Schwaden zu legen und dann mit Planen an Sammelplätze zu ziehen; von dort wird das Mähgut vom Gemeinde-Bauhof eingesammelt. Die elf Helfer waren nicht gerade unglücklich darüber, dass sie schon nach weniger als zwei Stunden zu den traditionellen Brezen greifen konnten.

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Gelebte Integration - Internationale Abheuaktion im Pioniergelände Krailling

nach getaner Arbeit
nach getaner Arbeit
Einweisung und Sicherheitshinweise
Einweisung und Sicherheitshinweise
die Rechen wurden fast zu wenig
die Rechen wurden fast zu wenig
Mittagspause
Mittagspause

Samstag, 29.10.2016  Das Wetter war wie gemacht für einen Arbeitseinsatz. Kein Regen, angenehme Temperaturen um 10 Grad, so blieb es den ganzen Vormittag, bis es gegen Mittag ein wenig zu nieseln begann.

 

Mit folgenden Worten hatte der LBV Starnberg  in Zeitungen, per Mail und im Internet  zu einer Abheuaktion im Kraillinger Pionierübungsgelände aufgerufen:  Auf möglichst viele Helfer, denen die Artenvielfalt im Pionierübungsgelände am Herzen liegt, hoffen wir am kommenden Samstag. Gemeinde und LBV-Aktive haben Wiesen gemäht, nun muss das Heu zusammengerecht und herausgezogen werden. Damit bleiben die Wiesen auch künftig nährstoffarm und licht, sodass auch in Zukunft Blumen wie der Fransenenzian dort  gedeihen können. Wir hoffen natürlich, dass in den nächsten Tagen das Wetter auf unserer Seite ist und das Gras abtrocknen kann.

 

Das Gras war inzwischen abgetrocknet und es war jede Menge an Heu zusammenzurechen. Es waren aber auch sehr viele Aktive gekommen. Fast wären zu wenige Rechen und Gabeln vorhanden gewesen, aber es konnten alle Helfer beschäftigt werden. Insgesamt waren 25 Leute bei der Abheuaktion dabei. Einer der LBV-Aktiven hatte auch im Asylbewerberheim in Krailling die Werbetrommel gerührt und so fanden sich auch sechs afghanische Asyslbewerber  - Reza, Isa, Karim, Habib, Gholam und Moubarak- ein, um bei der Naturschutzarbeit mitzuhelfen. Und sie waren eine wirklich großartige Hilfe bei unserer Arbeit.

 

In mehreren Gruppen wurde gearbeitet. Erst wurde das Heu mit Rechen auf Schwaden gelegt, dann mit den Heugabeln auf Planen umgeschichtet und mit den Planen zu den Sammelstellen gezogen. Vor allem das große Gelände auf der Schlehenwiese und der Schießbahn machte den ehrenamtlichen Helfern sehr viel Arbeit.

 

Nach 2 Stunden gab es Brotzeitpause und die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Groß war die Überraschung bei unseren afghanischen Mithelfern, dass einer der LBV-Aktiven  relativ gut Farsi spricht – er war vor vielen Jahr mal beruflich für ein paar Jahre in Afghanistan. Aber auch die Deutschkenntnisse der Asylbewerber waren zumindest so gut, dass man erste Gespräche führen konnte. Wo kommst Du her? Hast Du Familie?, etc. – so ergaben sich die ersten Anknüpfungspunkte. Nach der Brotzeitpause wurde noch knapp 2 Stunden  weitergearbeitet. Am Ende waren alle gemähten Flächen – und das waren insgesamt ziemlich große Flächen – abgeheut, das Mähgut war in 8 großen Bergen auf den Sammelstellen abgelegt und wird dort in den nächsten Tagen vom Bauhof der Gemeinde Krailling abgeholt.

 

Nach knapp 4 Stunden ging ein anstrengender und schöner Arbeitseinsatz zu Ende, der nicht nur für die Flora im Pionierübungsgelände wichtig war, sondern auch einen kleinen Beitrag zur Integration der afghanischen Asylbewerber gebracht hat.

 

(Text und Fotos: Pit Brützel)

Ein paar Eindrücke von der Abheuaktion - einfach durchklicken

 

Sommerliche Frühmahd im Pioniergelände

11.07.2015 Im Naturschutz ist es eigentlich nicht üblich, Wiesen bereits Anfang Juli zu mähen, will man doch wertvollen Pflanzen noch das Aussamen ermöglichen und blühende Blumenwiesen als Bienen­weide stehen lassen.

 

Trotzdem gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Manchen Flächen sollen Nährstoffe entzogen werden, um konkurrenzschwachen oder auf mehr Sonnenlicht angewiesenen selteneren Arten das Überleben zu er­mög­lichen. Durch „frühe“ Mahd wird eine weitere Einlagerung von Nährstoffen vermindert – man nennt dies „Aushagern“. Nährstoffarme Böden sind generell reicher an Blütenpflanzen. Dieses Verfahren muss etliche Jahre fortgesetzt werden.

 

Im ehemaligen Pionierübungsgelände Krailling wurden einige Flächen schon Anfang Juli gemäht. Dadurch sollen die Flächen, die wertvolle Halbtrockenrasen tragen, erweitert und so die Artenvielfalt erhöht werden. Blütenreiche Nachbarflächen blieben reichlich erhalten, sodass z. B. Schmetterlinge weiterhin Nahrungs­quellen vorfinden. Natürlich muss nach der Mahd das Mähgut zusammengerecht und aus den Wiesen her­aus­gezogen und weiterverwertet werden. Genau dies haben acht ehrenamtliche Helfer des LBV Starnberg vergangenen Samstag geleistet.

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Unermüdliche LBV-Aktive arbeiten trotz heftigen Schneefalls im Kraillinger Pioniergelände

Arbeitseinsatz beim Schneetreiben (Foto: Günther Paschek)
Arbeitseinsatz beim Schneetreiben (Foto: Günther Paschek)
Abtransport des Schnittguts (Foto: Günther Paschek)
Abtransport des Schnittguts (Foto: Günther Paschek)

LBV-Schwenden im ehemaligen Kraillinger Pionier-Übungsgelände

17.01.2015 Schwenden - ein fast vergessenes, aus dem Althochdeutschen überkommenes Wort, das sich noch in Ortsnamen wie im Schweizerischen “Schwendi” oder im bekannten “Gschwandtnerbauer” (bei Partenkirchen) erhalten hat - bedeutet, dass Baum- und Buschaufwuchs entfernt werden. Damit kommt wieder Licht auf den Boden, auch der Nährstoffeintrag durch Laub wird verringert.

Der LBV Starnberg lädt dazu ein, dabei mitzuhelfen. Kräftiges Schuhwerk und Arbeitshandschuhe, ggf. auch eine Gartenschere werden empfohlen, Werkzeug wie Astschere und Handsäge wird gestellt.

 

Mit diesen Worten hatte der LBV den Arbeitseinsatz am 17.01.2015 angekündigt. Die Wettervorhersage war jedoch so schlecht, dass der Arbeitseinsatz abgesagt werden sollte. Da aber nicht mehr alle Leute telefonisch benachrichtigt werden konnten, fanden sich um 9 Uhr doch 7 Freiwillige am vereinbarten Treffpunkt ein.

 

Und da die Leute schon mal da waren, wurde mit dem Schwenden begonnen. Bei leichtem Regen wurden auf einer grossen Fläche kleine Kiefern herausgerupft und abgeschnitten. Um effektiv zu arbeiten, warfen die Freiwilligen die   Bäumchen von allen Seiten in die Mitte der Fläche. Hier konnte mit der Ziehplane das gesamte Schnittgut aufgenommen und an den Rand gezogen werden. Mittlerweilen hatte es fest zu schneien begonnen.Nach zwei Stunden waren alle Freiwilligen völlig durchnässt, aber zufrieden. „So einen tollen Pflegeeinsatz hatten wir noch nie."

 (Text: Günther Paschek)  


Knapp 20 Helfer beim Abheuen im ehemaligen Pionierübungsgelände Krailling

Brotzeitpause auf der Schießbahn-Süd
Brotzeitpause auf der Schießbahn-Süd

22.11.2014 So große Flächen wie noch nie hatten wir auf der südlichen (ehemaligen) „Schießbahn“ abgemäht, um die wertvollen Trockenrasen zu erhalten und ihren Bestand auszudehnen. Der Fransenenzian ist dort eine der Arten, die dadurch besonders gefördert werden sollen, aber ebenso das Wald-Wiesenvögelein, ein seltener und vom Aussterben bedrohter Tagfalter.

 

Zu unserer Freude fand sich die Rekordzahl von 19 ehrenamtlichen Helfern ein, um das Mähgut abzurechen und an drei Sammelplätze an Feldwegen zu ziehen. Auf dem weitläufigen Gelände war selbständiges Arbeiten gefragt, und genau das hat sich hervorragend bewährt – vielen Dank!

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Abheu-Aktion im Pioniergelände Krailling

25.10.2014  "Das kleinteilige Mosaik verschiedener Böden mit ihrer Vielfalt an Pflanzen macht einen besonderen Reiz des ehemaligen Pionierübungsgeländes Krailling aus. Dies gilt besonders für die unter­schied­lichen nährstoffarmen, „mageren“ Flächen. Sie dürfen erst gemäht werden, nachdem Blüten­pflanzen wie der Fransen-Enzian ihre Samen abge­worfen haben. Um ihre Qualität als Magerrasen  zu erhalten, muss das Mähgut mit dem Rechen abgeheut und aus der Fläche entfernt werden. Zu dieser händischen Arbeit  lädt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) ein – eine gute Gelegenheit, dieses  wertvolle und schöne Gebiet der Gemeinde Krailling mit seinen seltenen Arten einmal unmittelbar kennen zu lernen.

Der LBV Starnberg freut sich über Helfer, die ihn bei dieser Abheu-Aktion tatkräftig unterstützen.Kräftiges Schuhwerk und Arbeitshandschuhe werden empfohlen, Arbeitsgerät wird gestellt. "

 

Mit diesen Worten hatte der LBV Starnberg in unterschiedlichen Medien zum Arbeitseinsatz aufgerufen. Und tatsächlich – am Samstag, den 25.Oktober 2014 fanden sich knapp 15 Aktive des LBV Starnberg im Pioniergelände Krailling ein. Unter der Woche waren große Flächen der Gemeinde - vornehmlich Wiesen der Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen – gemäht worden. Das Mähgut musste nun abgeheut und zum Abtransport auf Haufen geschichtet werden.  Da die Mähflächen mehrere 100 Meter von der nächsten Straße entfernt waren, musste das Mähgut über weite Strecken mit Planen aus den Flächen gezogen werden. Es wurde dann neben der Straße aufgeschichtet, wo es im Laufe der nächsten Woche von den Arbeitern der Gemeinde Krailling abgeholt wird. Gut, dass so viele Aktive an der Aktion teilgenommen hatten, denn die Arbeit war auf Grund der langen Wege anstrengend und schweißtreibend.

(Text und Bilder: Pit Brützel)

 

 

Die Bildergalerie gibt einen kleinen Eindruck über einen Arbeitseinsatz im Pioniergelände - einfach durchklicken

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