Naturdenkmal Teufelswiese

Auf kaum einer Fläche finden sich eine solche Vielfalt von Lebensräumen auf engem Raum zusammen wir auf der Breitbrunner "Teufelswiese". In diesem Hangquellmoor tritt das Wasser flächig aus, wodurch sich eine Pfeifengraswiese mit Schwalbenwurzenzian etablieren konnte. Aber auch der seltene Lungenenzian gedeiht dort, dazu Stengelloser Enzian, Duftlauch und verschiedene Orchideen.

In einem besonders nassen Teil des Grundstückes hat sich ein seltenes Kopfried zusammen mit Mehlprimeln erhalten. Die Hochstaudenflur mit Mädesüß wiederum rührt von einem künstlichen Weiher her.

 

Dieser Reichtum kann nur erhalten werden, wenn diese Fläche gemäht wird. Deshalb mähen die ehrenamtlichen Helfer des LBV Starnberg regelmäßig im Spätherbst und heuen die Fläche so ab, dass das Mahdgut danach mit einem Traktor abtransportiert werden kann.


Die Mähsaison ist erfolgreich beendet

25. November 2017  Den Abschluss einer langen und arbeitsreichen Mähsaison bildete die Mahd der Teufelswiese bei Breitbrunn. Bei noch milden Temperaturen konnte unser bewährtes Mahd-Team die Fläche am vergangenen Donnerstag mit Balkenmäher und Freischneider mähen. Unser leistungsstarker Balkenmäher kämpfte sich mühelos durch den dichten Aufwuchs. Trotzdem forderte die Fläche mit zahlreichen Bulten, nassen weichen Stellen und dem Weiher höchste Konzentration von unseren Mähern. Dabei wurden die vorab ausgesteckten Altgrasstreifen ausgespart. Nach vier Stunden war es dann vollbracht. Das Mahdgut blieb dann auf der Fläche liegen, damit die Samen noch ausfallen konnten.

 

Für das Abheuen am folgenden Samstag hatten wir Glück mit dem Wetter. Die Temperatur war zwar niedrig, aber es war trocken und überwiegend sonnig. Bei der Anfahrt sahen wir den Ammersee, der trotz einiger Nebelschwaden ruhig und friedlich wirkte. Zügig und leise arbeitete das Team und rasch war das Mahdgut auf Schwaden gelegt. Nur ab und zu hallte das Krächzen eines Kolkraben durch den Wald, später wurde die Ruhe durch das Fallen von großen Bäumen kurz unterbrochen.

 

Die Schwaden mussten aus dem nassen Bereich herausgezogen werden, weil eine Befahrung mit Fahrzeugen dort nicht möglich ist. Nur im Westen des Weihers konnten die Schwaden von unserem Partner, Herrn Hans Ludwig aufgenommen werden. Um kurz vor 12 Uhr waren wir fertig und der Regen setzte ein. Frühnachmittags holte Hans Ludwig das Mahdgut bereits ab.

 

Wir haben unsere Arbeit getan und hoffen, dass uns die Natur im nächsten Jahr wieder mit ihrer Vielfalt verzaubert. Abschließend möchte ich allen ehrenamtlichen, naturbegeisterten Mitgliedern danken, dass Sie uns bei der Landschaftspflege so tatkräftig unterstützt haben. Nur gemeinsam konnten wir das Schaffen, gemeinsam sind wir stark.


(Text: Stefan Schilling; Fotos: Franz Wimmer/ Günther Paschek)


Mahd und Abheuen der Teufelswiese

Im November 2014  Auf der „Teufelswiese“, einem Kalkflachmoor bei Breitbrunn am Ammersee, versammeln sich auf engstem Raum um einen alten Eisstockweiher verschiedene Biotoptypen: Eine Streuwiese mit Lungenenzian, ein überaus nasses Kopfbinsenried, Pfeifengraswiesen und, auf dem Aushub des Weihers, eine Wasserdost-Hoch­stauden­flur. Anspruchsvoll wie die regelmäßige Mahd ist das Abheuen auf dem sehr nassen und teilweise stark verbultetem Boden.

Am Nikolaustag fanden sich zehn freiwillige Helfer, um das Mähgut einzusammeln und auf festen Boden zu ziehen, wo es von einem Landwirt-Partner zur weiteren Verwertung abgeholt wird. Einmal mehr bewährt sich hier das Konzept des Landratsamtes und der unteren Naturschutzbehörde, Landschaftspflegeteams zu bilden: Hier ruft Günther Paschek vom LBV Starnberg den Partner-Landwirt Hans Ludwig an: Das Abheuen ist eben geschafft, das Mähgut (es gibt einen zweiten, größeren Haufen) kann abgeholt werden.

Diese Zusammenarbeit auf „kurzem Dienstweg“ hat sich sehr gut bewährt.

(Text und Foto:Horst Guckelsberger)

 

 

 

 


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