30 Teilnehmer bei Vogelstimmenführung im Ampermoos

Gelbspötter (Foto: Z.Tunka - LBV-Archiv)
Gelbspötter (Foto: Z.Tunka - LBV-Archiv)
Mündung des Inninger Bachs in die Ammer
Mündung des Inninger Bachs in die Ammer

17.06.2017 Die Begrüßung der ca. 30 Teilnehmer durch Christine Moser am Treffpunkt in Inning wurde umgehend vom Überflug eines Rotmilans (Vorwarnliste der gefährdeten Arten) bekräftigt. Nachdem die Gruppe die mono­tonen und artenarmen Mais- und Getreidefelder, die den Südost-Teil des Naturschutzgebiets zum großen Teil umrahmen, hinter sich gelassen hatte, rückten nahe der Busch- und Bauminseln z. B. Stieg­litz (Vorwarnliste der gefährdeten Arten) und Goldammer ins Gesichtsfeld. Besondere Auf­merk­samkeit weckte der Gelbspötter (Rote Liste 3 „gefährdet“), der gleich an drei verschiedenen Stellen mit seinem reichen Re­per­toire an Lautimitaten zu hören war – Christine Moser wusste auch dazu eine Fülle eigener  Be­ob­ach­tungen zu erzählen.

 

Ein Kiebitz, der eine Rabenkrähe furios verfolgte und in die Flucht schlug, lenkte die Diskussion auf die Misere der Boden- und Wiesenbrüter wie Kiebitz (Rote Liste 2 „stark gefährdet“) , Brachvogel, Bekassine und Wiesenpieper (allesamt Rote Liste 1 „vom Aussterben bedroht“) als eine Folge der Intensiv-Land­wirtschaft und des Verlustes an Grünland. Horst Guckelsberger, der zuvor auf die Natura 2000-Gebiete, zu denen das Ampermoos gehört, hingewiesen hatte, berichtete auch über die mannigfaltigen Anstren­gun­gen insbesondere von Constanze Gentz, die beim Schutz der Kiebitze von Hechendorf notwendig waren und noch sind.

 

An der Mündung des Inninger Baches in die Amper, begleitet vom „Schimpfen“ des Rohrspatzes (Rohr­ammer), freute er sich dort darüber, dass das Bett der Amper nun wieder fast randvoll mit Wasser gefüllt ist (Foto) – ein Erfolg des jahrelangen Kampfes für die Anhebung des Grundwasserstandes im Amper­moos und den Bau der Rauen Sohlrampe bei Grafrath.

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)



Naturkundliche und Vogelstimmenwanderung im FFH-Gebiet „Alleen und Wälder zwischen Meiling und Weßling“

Goldammer
(Foto: P. Brützel/LBV)
Foto: Goldammer

25. Mai 2017—Zwanzig Teilnehmer konnte Hans Werner mit dem schrillen Ruf des Grauspechts begrüßen – und bekam zu aller Begeisterung prompt Antwort, diesmal von einem richtigen Grauspecht. Am Weg entlang des Weß­linger Sees kamen zu einer Reihe von Singvögeln wie Stielitz, Buchfink und Kleiber auch Familien von Graugänsen und Höckerschwänen hinzu, dazu Blessrallen und – erstaunlich – etliche Reiher­enten. Der selten gewordene Haussperling tschilpte, wie zu hoffen war, nahe der beiden Biergärten, und hoch in der Luft zogen Mauer­segler rasant ihre Bahnen.

 

Am Weg nach Ettenhofen machte Horst Guckelsberger auf die Landschaftsformen aufmerksam, welche die letzte Eiszeit hier hinterlassen hat. Er zeigte eine (einigermaßen) artenreiche Mähwiese, ein Biotoptyp, der vor zwei Generationen noch alltäglich, heute aber noch seltener geworden ist als die viel beachteten Streu­wiesen. Er betonte die immense Bedeutung der vor 25 Jahren von der EU beschlossene FFH-Richtlinie, die zusammen mit der älteren Vogelschutzrichtlinie das europaweite Netz von Lebensräumen von EU-ge­mein­schaftlicher Bedeutung bildet. Er hofft, dass auch nach dem Brexit NATURA 2000 im Vereinigten Königreich weiterhin beachtet wird.


Beim Eintritt in die „Ochsenweide“ fielen sowohl die dichten Feuchtgebüsche der Toteislöcher wie der lichte Buchenwald der dazwischen liegenden trockenen Hügel der eiszeitlichen Moränenschotter auf. Die in der ASO aktiven Vogelkundler Jan Brinks und Sebastian Ludwig konnten u. a. auf die sehr hohen Laute der Sommer­gold­hähnchen aufmerksam machen, ebenso auf Grün- und Schwarzspecht. An der Eichenallee zwischen Gut Delling und der ehemaligen Schwaige Ettenhofen zeigte Horst Guckelsberger einige der zahl­reichen, oft kaum erkennbaren Nebenalleen zur berühmten, denkmalgeschützten Seefelder Eichenallee der Grafen Toerring. Daneben zeugen – noch – einige freistehende Baumveteranen von ihrer ursprünglichen Funktion als Hute- und Schweinemast-Eichen. Es sind dies Naturdenkmale, die das Landschaftsbild noch immer prägen, die aber aus der Landschaft zu verschwinden drohen. Erwartungsgemäß fand sich dort der Gartenbaumläufer ein.


Zahlreiche weitere Singvögel wie Girlitz, Goldammer, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Kernbeißer waren zu hören und zu entdecken, daneben zog neben Rotmilan, Mäusebussard und Turmfalke vor allem ein sehr hoch fliegender Habicht die Aufmerksamkeit auf sich. 45 Vogelarten fanden sich am Ende auf der Liste – Dank an Frau Christina Fabry! – nur den Waldlaubsänger vermisste Hans Werner.

 

(Text: H. Guckelsberger)



Natur- und vogelkundliche Führung am Maisinger See

Schwarzstorch
(Foto: Sebastian Ludwig)
Foto

7. Mai 2017—Trotz des schlechten Wetters (knapp 10°C, leichter bis mittelstarker Regen) fanden sich am Sonntag um 07:30h sieben interessierte Gäste am Parkplatz beim Maisinger Seehof ein, um mehr über die lokale Vogelwelt zu erfahren. Horst Guckelsberger und Gerhard Huber vom LBV Starnberg führten die Exkursion.

 

Schon am Parkplatz konnten die ersten Vogelstimmen erkannt und identifiziert werden. Horst Guckelsberger erläuterte die Bedeutung des Gebietes im FFH-Netzwerk und seinen Status als Naturschutzgebiet. Mit elf FFH-Gebieten ist der Landkreis Starnberg überdurchschnittlich gut repräsentiert: ein Hinweis auf die hohe Wertigkeit und Schutzwürdigkeit unserer heimischen Landschaft.

 

Auf der Wasserfläche konnten Blässhühner und Lachmöwen sowie Gänsesäger beobachtet werden. Im Schilf sangen – erst vor kurzem aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt – Feldschwirl und Teichrohrsänger. Schon wesentlich bekannter als diese zwei waren die Stimmen von Kuckuck, Ringeltaube und Kleiber. Auch Girlitz, Wacholderdrossel und Heckenbraunelle stimmten mit ein.

 

Aber nicht nur die kleinen, auch wirklich große Vögel konnten beobachtet werden: Graureiher und – längere Zeit direkt über der kleinen Gruppe kreisend – ein Schwarzmilan auf Nahrungssuche. In einiger Entfernung war ein Männchen der Rohrweihe zu bestaunen, bevor unverhofft – ein „Sechser im Lotto“ – die Gruppe von einem Schwarzstorch überflogen wurde. Die Beobachtung dieses seltenen und extrem scheuen Vogels war natürlich der (ornithologische) Höhepunkt des Ausflugs!

 

In den Büschen und Bäumen am Fallbach konnten typische Bewohner dieses Lebensraumes beobachtet werden: Mönchsgrasmücke, Fitis, Zilpzalp, Rotkehlchen sowie Schwanz- und Sumpfmeise gaben sich die Ehre. Der Gesang der Misteldrossel begleitete uns zurück auf der anderen Seite des Fellbachs. Hier lernten wir in hohen Fichten herumturnende Sommer- und Wintergoldhähnchen am Gesang zu unterscheiden. Bis dahin vermisst, haben wir dann auch noch die Gesänge von Zaunkönig und Singdrossel deutlich vortragen gehört.

 

Trotz der ungünstigen Bedingungen (es war leider auch noch etwas windig geworden) konnten so über 25, zum Teil auch seltene, Vogelarten beobachtet werden. Nach gut zweieinhalb Stunden beschlossen wir zufrieden und nass die Exkursion zurück am Maisinger Seehof.

 

(Text: Gerhard Huber)


Vogelkundliche Führung am Golfplatz Wörthsee

Am Golfplatz Wörthsee (Foto: H. Guckelsberger)
Am Golfplatz Wörthsee (Foto: H. Guckelsberger)
Turmfalke (Foto: Ursula Wiegand)
Turmfalke (Foto: Ursula Wiegand)
Knäkente (Foto: Jörg Möller)
Knäkente (Foto: Jörg Möller)
Teichhuhn (Foto: LBV-Archiv - Marcus Bosch)
Teichhuhn (Foto: LBV-Archiv - Marcus Bosch)

2. April 2017   Um halb acht Uhr morgens hatten sich knapp 20 Vogelinteressierte am Golfplatz Wörthsee eingefunden, um an einer vogelkundlichen Wanderung auf dem Golfplatz teilzunehmen. Die Wanderung unter der Leitung von Pit Brützel fand im Rahmen des Programms „Golf und Natur“ statt, bei dem der GC Wörthsee und der LBV Starnberg schon seit längerem zusammenarbeiten.

 

Eine Hälfte der Teilnehmer war über das Programm des LBV Starnberg auf die Wanderung aufmerksam geworden, die andere Hälfte hatte sich beim GC Wörthsee für die Veranstaltung angemeldet. Nach einführenden Worten von Hans Ruhdorfer, dem Head-Greenkeeeper des GC Wörthsee über das Programm Golf und Natur gab es noch Informationen von Horst Guckelsberger zum Thema Natura 2000 und FFH. Der Golfclub Wörthsee grenzt nämlich an das FFH-Gebiet Schluifelder Moos.

 

Gleich zu Beginn der Exkursion konnte ein Turmfalkenpaar bei der Futterübergabe am Nistkasten durch das Spektiv beobachtet werden. Die Wanderung ging über den nördlichen Teil des Golfplatzes entlang der vielen Weiher, in denen die Springfrösche in großen Mengen abgelaicht hatten.  Trotz herrlichen Wetters war die Gesangsaktivität der Vögel nicht allzu hoch, aber im Laufe das Vormittags konnten die meisten  der zu erwartenden Singvogelarten  gehört bzw. gesehen werden. Auf der Beobachtungsliste standen neben Zilpzalp, Singdrossel und Rotkehlchen aber auch etwas ungewöhnlichere Arten wie Schwanzmeise, Gimpel und Feldsperling.  Die erste Mönchsgrasmücke sang, die Buntspechte balzten heftig und aus dem Schluifelder Moos ließ sich ein Grünspecht hören.

 

Im Laufe der Exkursion gab es dann weitere Erläuterungen zu den Aktivitäten im Rahmen von Golf und Natur. Dazu zählen unter anderem das Anlegen mehrerer artenreicher Blumenwiesen, der Bau einer Retentionsanlage zur Verhinderung des Nährstoffeintrags in das Schluifelder Moos sowie die Pflege einer Pfeifengraswiese am Rande des Schluifelder Mooses. Nähere Informationen zu diesem Thema findet man auf der Website des GC Wörthsee.

 

Bei den Wasservögeln gab es neben den häufigen Grau- und Kanadagänsen, die bereits auf dem Nest saßen,  auch noch ungewöhnlichere Arten zu beobachten. Am großen Weiher am Loch 11 schwamm neben den Stockenten und Blässhühnern auch eine männliche Knäkente, die auf dem Zug eine Rast auf dem Golfplatz eingelegt hatte. Bei der Retentionsanlage konnte dann auch noch ein Teichhuhn beobachtet werden.

 

Nach 2 1/2 Stunden standen 33 Vogelarten auf der Beobachtungsliste. Der Vormittag klang im Restaurant des Golfclubs aus, die Teilnehmer waren sehr zufrieden, was sich auch in einem reichlich gefüllten „Klingelbeutel“ des LBV zeigte.

(Text: Pit Brützel)

 

 


Führung „Botanik für Einsteiger“ bei Andechs vom 18.6.2016

19.06.2016  Einen Einblick in die Bemühungen, die unglaubliche Pflanzenvielfalt nach einem schlüssigen System zu ordnen, bekamen die 12 Mitwanderer der Exkursion, die Dr. Rudi Netzsch bei Erling/Andechs leitete. Pflanzen – ihre Blüten oder Früchte - am Wegesrand wie Storchschnabel, Ackersenf oder Heckenrose wurden zerlegt und unter der Lupe in kleinsten Details betrachtet. Ausgehend von diesen genauen Beobach­tungen ging es dann fast zwangsläufig in die Grundzüge der botanischen Systematik, wie sie, von Linné ausgehend, unter anderem unter dem Einfluss Darwins weiter entwickelt wurde und weiter wird. An Fragen wie: “Gab es zur Zeit der Dinosaurier schon Blütenpflanzen?“ schlossen sich von selbst Fragen zur Evolution an, etwa nach Verbreitungs- und Ver­meh­rungs­­mechanis­men, damit auch nach dem ersten Auftreten von bestäubenden Insekten.

 

Trotz des zeitweise strömenden Regens samt Gewitter hatten die Teilnehmer dann aber auch noch Freude an verschiedenen Orchideen, Breitblättrigem Wollgras und Sibirischer Schwertlilie – auch diese direkt am Wegsrand.

 

Diese Führung mit dem Schwerpunkt auf der Systematik der Botanik ergänzte sehr gut die stärker an der Geobotanik orientierte, also auf geologische Bedingungen, auf Böden und Klimaverhältnisse eingehende Führung der Vorwoche. Sie zeigte aber auch: Es gibt viel zu lernen…

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Botanische Exkursion rund ums Görbelmoos

Arnika
Arnika
Keulenbärlapp
Keulenbärlapp

11.06.2016  Auch mehrfache Regengüsse konnten die 11 Teilnehmer nicht von der Rundwanderung um das Naturschutzgebiet Gör­belmoos mit Edmund Garnweidner abhalten. Der vielfach bewährte Exkursionsleiter bei der Bayerischen Botanischen Gesellschaft orientierte seine Ausführungen am „interessierten Laien“.

 

Gleich zu Beginn etwa ging er auf den weit verbreiteten Ackersenf („Wird oft für Raps gehalten“) ein wie auch auf den sehr sel­te­nen, gefährdeten (Rote Liste Bayern: Stark gefährdet) Kammfarn. Über die Vermittlung der rein botanischen Merk­male ging er hinaus und erläuterte – für das Verständnis der Landschaft besonders interessant – die Wuchs­ort­be­dingungen der Pflanzen und das, was uns ihr Vorkommen über den Boden und seine geologi­sche Vor­geschichte aussagen kann. So wies er auf diesen überwiegend von Gletscherablagerung aus den nördlichen Kalkalpen beherrschten Böden auf mehrere Pflanzenarten hin, die im Gegensatz dazu auf saure Böden hindeuten.

 

Das Vorkommen solcher kalkmeidender Pflanzen wie der Arnika, dem Keulenbärlapp oder dem Deutschen Ginster (Bilder) belebte die Diskussion darüber, wie es zu dieser „Versauerung“ kommen konnte – etwa Entkalkung durch Aus­wa­schen oder bereits ursprünglich durch eiszeitlichen Flugsand – span­nende Fragen aus dem Gebiet der Geobotanik.

(Text und Fotos: Horst Guckelsberger)


Exkursion am Ostufer des Maisinger Sees

balzende Haubentaucher (Foto: Ursula Wiegand)
balzende Haubentaucher (Foto: Ursula Wiegand)

29.05.2016  Auf der Wanderung durch die abwechslungsreiche Natur am Ostufer des Maisinger Sees – Weiher, Feucht­gebüsch, alter Baumbestand, Röhricht, artenreiche Feuchtwiese, Mähdesüß-Flur und Rinderweide – konnten Hans Werner und der hier aufgewachsene Ortskenner Sebastian Ludwig mit den 18 Mitwanderern eine reiche Zahl von Vogelarten verhören und beobachten, 47 Arten insgesamt! Besondere Aufmerksamkeit erregten das gut sichtbare Schwimmnest eines Haubentaucher-Paares, verschiedene Rohrsänger und Grasmückenarten, eine Rohrweihe und je ein Schwarz- und Rotmilan, dazu gegen Ende zwei Kolkraben. Sebastian Ludwig hat die „Ausbeute“ für den 29.5.2016 in ornitho.de eingestellt.

 

Nach dem Verlust eines Nistbaumes des Baumfalken wurden kürzlich von Sebastian Ludwig drei Nist­hilfen eingerichtet – leider hat sich dieser besonders auf Mehlschwalben speziali­sierte Falke bisher noch nicht wieder blicken lassen.

 

Dazwischen machte Horst Guckelsberger auf die wertvollen alten Eichen und Buchen, auf den leicht er­kennbaren Kontrast zwischen einer artenreichen Feuchtwiese mit Wiesenknöterich und Kuckuckslicht­nelke und einem benachbarten artenarmen mehrschürigen Wirtschaftsgrünland aufmerksam. Später erläuterte er die eis­zeitliche Entstehung des Maisinger Beckens zwischen den Rückzugsmoränen der nahen Umgebung.

 

(Text: Horst Guckelsberger)


Vielseitige vogel- und naturkundliche Wanderung bei Weßling

22.05.2016  Für die Kinder waren sie natürlich der Höhepunkt der Wanderung um den Weßlinger Klausbühel: Die Schottischen Hochlandrinder auf den Weiden des ehemaligen Gutes Ettenhofen.

 

18 Teilnehmer waren zu einer Vogelstimmenwanderung mit Hans Werner gekommen. Leider ließen sich nur wenige Arten hören oder sehen. Die „Biergarten-Hausspatzen“ beim Café am Weßlinger See waren noch im Ufergebüsch unterwegs, vor allem Zaunkönige und Rotkehlchen ließen sich wiederholt hören, gelegentlich auch der Buchfink. Den Wald­laubsänger aber, den er hier sonst häufig gehört hatte, vermisste Hans Werner besonders.

 

Ergänzend machte Horst Guckelsberger auf die Wald- und Landschaftsformen dieses Endmoränengebiets aufmer­ksam. So auf Toteislöcher, mit Wasser gefüllt, wie der Weßlinger See, oder aber auch nur nass, wie sie verborgen im „Ettenhofer Holz“ liegen und die noch ein Über­gangs­moor bilden. In einem dieser Moore hatten freiwillige Helfer des LBV in zwei großen winterlichen Arbeitseinsätzen den Fichtenaufwuchs entfernt. Der Erfolg dieser Anstrengungen konnte sich sehen lassen, aber auch die Arbeit, die noch zu tun bleibt.

 

Norbert Grenzebach, ein Biolandwirt der ersten Stunde, der auch das eiszeitliche „Amphitheater“ des Au­bachtales bewirtschaftet, beeindruckte mit seinen Ausführungen u. a. zur landwirtschaftlichen Praxis und zum Milchpreis. Er wies auf die „Glatthafer-Salbei-Wiesen“ hin, die zwar kaum „spektakuläre“ Arten aufwei­sen, die jedoch als zweischürige Mähwiesen immer selte­ner werden. Sie bedürfen inzwischen beson­deren Schutzes und spezieller Förderung als wertvoller Lebensraum, u. a. für Insekten.

 

Ein Glücksfall war zudem die Begegnung mit zwei Mitarbeiterinnen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Seewiesen. Sie waren gerade dabei, junge Meisen, die in den zahlreichen Versuchs-Nistkästen des MPI geschlüpft sind, für die weitere Forschungsarbeit zu vermessen und zu beringen.

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Vogelstimmen- und naturkundlich-geologische Wanderung in die Maisinger Schlucht

05.05.2016  35 Vogel- und Naturfreunde fanden offensichtlich die vom LBV angebotene Kombination einer Vogel­stim­menwanderung mit naturkundlich-geologischen Erläuterungen interessant. Schon am Starnberger Wasserwerk forderte Horst Guckelsberger die Teilnehmer auf, während der ganzen Wanderung Land­schaftsbild und Vegetation von Talboden und Seitenhängen bewusst wahrzunehmen und auf deren Änderungen während des Weges zu achten.

 

Hans Werner konnte relativ häufig auf Zaunkönig und Grauspecht, aber auch auf den Buntspecht hin­weisen, Singdrossel, Mönchsgrasmücke und Buchfink waren ebenfalls zu hören. Nur sehr kurz ließ sich eine Wasseramsel blicken, Heckenbraunelle und Waldlaubsänger fanden besonderes Inter­esse. Beeindruckend auch die Bäume, die in der feuchten, schattigen Schlucht zu  be­ein­druckender Größe heranwachsen müssen, um ans Licht zu kommen.

 

Die geologische Herkunft des ebenen Talboden des „Angers" wurde als Staugebiet eines spät­eis­zeit­lichen Schmelzwasserstroms aus dem Mai­sin­ger Becken er­läutert. Dieser Stausee hatte die Wasser stauenden Seetonschichten aufgebaut, über denen jetzt das Starnberger Trinkwasser, gefiltert durch eine Kiesschicht, gewonnen wird. Die Qualität des Trinkwassers hängt damit auch von der Einhaltung der Anleinpflicht für Hunde in diesem Wasserschutzgebiet ab. Der reißende Gletscherstrom hatte zum Ende der Würmeiszeit  Schlucht und Tal aus­ge­fräst und mit seiner Gesteinsfracht den Schuttfächer auf­ge­schüttet, auf dem heute ein Großteil der Stadt Starnberg steht.

 

Deutlich er­kennbar wurde, wie die mittel­steil geneigten Hangleiten wie denen des „Wilden Kaisers“ mit den Halb­trockenrasen übergehen hin zu den Konglomeraten, die in der enger werdenden „Schlucht“ her­vor­treten. Hier wurden eiszeitliche Schotter später durch kalkhaltige Sickerwässer zu Bänken aus Nagelfluh verbacken, wie man sie bequemer und auffälliger kaum anderswo im Landkreis zu Gesicht bekommt.

 

(Text und Foto: Horst Guckelsberger)


Vogelstimmenführung am Ammersee bei Stegen

Vogelführung mit Christine Moser (Foto: Horst Guckelsberger)
Vogelführung mit Christine Moser (Foto: Horst Guckelsberger)
Rauchschwalbe (Foto: Ursula Wiegand)
Rauchschwalbe (Foto: Ursula Wiegand)
Mehlschwalbe (Foto: Ursula Wiegand)
Mehlschwalbe (Foto: Ursula Wiegand)
Zaunkönig(Foto: Thomas Hafen www.natur-fotografieren.de)
Zaunkönig(Foto: Thomas Hafen www.natur-fotografieren.de)
Dohlenpaar (Foto: Ursula Wiegand)
Dohlenpaar (Foto: Ursula Wiegand)

16.04.2016 Am Samstag, den 16.April um 8b Uhr morgens fand die Vogelstimmenführung am Sieben-Brückerl-Weg in Stegen am Ammersee statt. Christine Moser und Horst Guckelsberger leiteten die Führung.

 

Schon auf den ersten 100 Metern konnten die 13 Teilnehmer eine unglaubliche Fülle von Beobachtungen und Informationen dazu erleben. Hier waren es die Mehl- und Rauchschwalben samt den Haussperlingen, die perfekt zu dem nahe gelegenen Pferdehof und Biergarten nahe dem Dampfersteg passten. Der Hinweis auf den soeben gegründeten LBV-„Arbeitskreis Schwalben und Mauersegler“ durfte da nicht fehlen, sind doch diese Flugkünstler nicht nur durch Nahrungsmangel – intensivierte Landwirtschaft führt zu einem Mangel an Blühpflanzen und damit Insekten -  bedroht. Vor allem dem Verlust an Brutstätten will dieser AK entgegenwirken, und dazu bietet er seine Hilfe mit Rat und Tat an; er bittet zugleich alle Bürger, diese Niststätten zu melden.

 

Beim Weitergehen über den Sieben-Brückerl-Weg fällt der enorm hohe Anteil an Biotopbäumen auf: Laubbäume mit gebrochenen Gipfeln, Zwillings-bis Vierlingsaufwuches, stehendes wie liegendes Totholz in Mengen – an den steilen „Leiten“ kann es so gut wie nicht eingeschlagen und abtransportiert werden. Was einem Nutzholz-Förster ein Graus wäre, ist für den Natur- und Vogelschützer (und auch für einen ökologisch umsichtig arbeitenden Forstmann!) ein paradiesischer Zustand.  Spechthöhlen all überall. Natürlich waren viele Singvögel zu hören und, wegen des noch geringen Laubaustriebs auch zu sehen: unter anderem Zaunkönig, Rotkehlchen, Stieglitz, Mönchsgrasmücke, Fitis, Buchfink, Buntspecht und mehrere Meisenarten. Den scharf gespitzten Ohren von Christine Moser entgingen auch nicht die extrem hohen Stimmen der Winter- und Sommergold­hähnchen.

 

Auf dem Rückweg konnte anschaulich auf die tödlichen Gefahren großer Glasscheiben hingewiesen werden und auf die jeweils zu findenden sehr individuellen Lösungen, mit denen diese oft unterschätzten Probleme wenigstens vermindert werden können. Ein Hinweis auf die Kolonie geselliger, geradezu „liebevoll“ miteinander plaudernder Dohlen im Gebäude  der Alten Brauerei Stegen, dem Wohnsitz der LBV-Geschäftsstelle fiel wieder so überwältigend kenntnis­reich aus wie alle anderen Erläuterungen von Christine Moser. Die eingegangen Spenden wurden ihrem laufenden Dohlenprojekt in einem Kirchturm zugedacht.

 

(Text: Horst Guckelsberger)


Euro Birdwatch an der Roseninsel

Euro Birdwatch an der Roseninsel (Foto: Christian Hemmer)
Euro Birdwatch an der Roseninsel (Foto: Christian Hemmer)
Leuzistisches Blässhuhn rechts (Foto: Peter Witzan)
Leuzistisches Blässhuhn rechts (Foto: Peter Witzan)

03.10.2015 Mit Andrea Gehrold, der Gebietsbetreuerin am Starnberger See, ging es beim „Euro Birdwatch 2015“ zur Bucht bei der Roseninsel. An diesem internationalen Wochenende des Vogelzugs wurden nicht nur am Starnberger See, sondern auch an vielen anderen Orten in Deutschland und Europa Vögel beobachtet und gezählt.

 
Bei der Roseninsel-Veranstaltung kamen insgesamt über 20 Teilnehmer zusammen. Alle zeigten ein großes Interesse an der Rolle des Starnberger Sees als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel. Bei dem Blick durch die Ferngläser und –rohre ließen sich dann auch zahlreiche Arten „live“ beobachten. Außerdem betätigten sich einige Teilnehmer als Wasservogelzähler. So konnten wir ermitteln, dass sich allein in der Roseninselbucht (unter anderem) über 350 Kolbenenten, über 200 Blässhühner sowie einige Dutzend Haubentaucher, Tafelenten und Reiherenten aufhielten. Diese Zähldaten werden auch in die internationale Datensammlung einfließen.

 

Außerdem beobachteten wir ein fast vollständig weiß gefärbtes Blässhuhn. Solch ein „Leuzismus“ entsteht durch eine Defekt-Mutation, durch die die farbstoffbildendenden Zellen in der Haut teilweise fehlen. Im Gegensatz dazu sind beim Albinismus die entsprechenden Zellen zwar vorhanden, aber komplett unfähig, den Farbstoff Melanin zu produzieren. Dann sind auch die Augen rot. Beim Leuzismus bleibt dagegen die normale Augenfarbe bestehen. Zugegebenermaßen ist die Differenzierung anhand der Augenfarbe im vorliegenden Fall schwierig - denn die Augen sind beim Blässhuhn immer rot gefärbt. Die dunklen Federpartien sprechen aber klar dafür, dass es sich hier nicht um einen Albino, sondern um einen leuzistischen Vogel handelte.

 

(Text: Andrea Gehrold)


Ferienprogramm im Würm-Auwald: Im Revier von Biber und Eisvogel

07.08.2015 Franz Wimmer, Geschäftsstellenleiter des LBV Starnberg und ehrenamtlicher Biberberater für den Landkreis Starnberg, leitete eine naturkundliche Exkursion für Familien mit Kindern, die im Rahmen des Ferienprogramms Gauting vom Umweltzentrum Gauting „Öko & Fair“ organisiert wurde.

 

Trotz der großen Hitze fanden sich an diesem Freitagnachmittag über 40 Erwachsene und Kinder an der Reismühle ein, um Interessantes und Wissenswertes über den Biber zu erfahren und zu erleben.

 

Zu Beginn erläuterte Franz Wimmer den Teilnehmern anhand von „Bärbel“, dem LBV-eigenen Biberpräparat, wie Biber mit ihrem Körperbau perfekt an ihre Lebensweise am und im Wasser angepasst sind. Vor allem die Kinder zog „Bärbel“ magisch an und sie nahmen die Gelegenheit war, das Biberpräparat genau anzuschauen und zu untersuchen.

 

Danach machte sich die Gruppe auf, um im Auwald an der Würm den Lebensraum und die Lebensweise des Bibers zu erkunden. Vor allem die Spuren der Nagetätigkeit des Bibers konnten schnell gefunden werden: sowohl dünne wie auch dicke Baumstümpfe, die Überreste von Bäumen, die der Biber im vergangenen Winter gefällt hatte, waren zu sehen. Dabei erfuhren die Teilnehmer auch, dass Biber nur im Herbst und Winter Gehölze fällen, um die Rinde zu fressen.

 
Im Sommerhalbjahr dagegen besteht ihre Nahrung überwiegend aus verschiedenen Grünpflanzen wie Kräutern, Gräsern, Wasserpflanzen, etc.

 

Nun präsentierte Franz Wimmer den Teilnehmern noch einen weiteren seltenen Bewohner des Würmufers – das ausgestopfte Präparat eines Eisvogels. Auch Eisvögel  können mit etwas Glück an der Würm beobachtet werden. Zum Schluss ging es auf dem schmalen Trampelpfad an der Würm entlang noch bis zu einer verlassenen Biberburg am Ufer.

 

(Text: Franz Wimmer; Fotos: Bilder: Cornelia Weisser;  Christine Wimmer)


Fledermausführung in Gilching

15.08.2015 Elf begeisterte Kinder und 20 lebhaft interessierte Erwachsene trafen sich am frühen Abend  zur LBV-Fledermausführung mit Maja Kilian-Siemers in Gilching. Glänzend verstand sie es, in die Geheimnisse des Fledermaus-Lebens einzuführen: Den Körperbau mit der Flughaut, deren eingebaute Muskeln eine besondere Beweglichkeit verleihen. Die spitzen Zähnchen zum Knacken des Chitinpanzers der Insekten - sie lassen es angeraten erscheinen, Fledermäuse nur mit Handschuhen anzufassen. Das weiche Rückenfell, das diese Säugetiere auch von den Vögeln mit ihren Federn unterscheidet. Vor allem das faszinierende System der Echo-Ortung mit hundertfach pro Sekunde ausgestoßenen Ultraschall-Lauten machen die Fledermäuse (neben Delphinen, diese mit Infra-Schall) einzigartig in der Tierwelt. Wie die Fledermäuse Insekten im Flug mit offenem Mäulchen einfangen, konnten die Kinder – allerdings mit Gummibärchen und ziem­lich erfolglos, aber begeistert – selbst ausprobieren. Andächtig bestaunt wurde nicht zuletzt eine lebende, schlafende Fledermaus-Dame im mitgebrachten Käfig.

 

Höhepunkt aber war das Knacken des Fledermaus-Detektors, mit dem sich die Nachtjäger dann „live“ bemerkbar machten.

 

Für den LBV wies Horst Guckelsberger darauf hin, dass fast alle 23 in Bayern nachgewiesenen Fle­der­mausarten zwischen „gefährdet“ und „vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden. Wer ein Fledermaus-Quartier kennt solle dies der zuständigen Fledermaus-Beauftragten für den Landkreis Starnberg, Eva Kriner (eMail: e.kriner[at]online.de) melden. Fledermausquartiere müssen unbedingt geschützt werden – liegen sie nun in Kirchtürmen, hinter Fenster­läden, unter Holzverschalungen oder in alten Höhlenbäumen. Auch mit Fledermaus­kästen (Bauanleitung im Internet) kann dieser einzigartigen Tierart geholfen werden.

 

Weitere Infos zu Fledermäusen sowie einen Flyer zum Runterladen finden Sie auf der LBV-Website.

(Text: Horst Guckelsberger; Fotos: Peter Witzan)


Dem Zilpzalp auf der Spur

Zilpzalp (Foto: Thomas Hafen - www.natur-fotografieren.de)
Zilpzalp (Foto: Thomas Hafen - www.natur-fotografieren.de)

Unter diesem Titel ist ein schöner Artikel im Starnberger Merkur über eine Vogelstimmenwanderung mit "Kultcharakter" erschienen. Die Wanderung fand am 2. Mai in der Umgebung von Weßling unter der Leitung von Horst Guckelsberger und Hans Werner statt. Den Zeitungsartikel finden Sie hier.


Exkursion ins Würmtal

Grauspecht (Foto: Marc Kumke - LBV Archiv)
Grauspecht (Foto: Marc Kumke - LBV Archiv)
Hans Werner als Stimmenimitator (Foto: Horst Guckelsberger)
Hans Werner als Stimmenimitator (Foto: Horst Guckelsberger)

Vogel- und naturkundliche Wanderung entlang der Würm am Sonntag, 19.4.2015 mit Hans Werner und Horst Guckelsberger.

 

27 Naturbegeisterte folgten dem charakteristischen Grauspecht-Pfiff von Hans Werner, um von Gauting der Würm zu folgen – von der Reismühle zur ehemaligen Pulvermühle an der „Holzschleif“ und darüber hinaus. Sie folgten damit einer eiszeitlichen Abflussrinne – dem Durchbruch der Würm durch den Endmoränenwall bei Leutstetten. Die charakteristisch  Abfolge von Niederterrassen waren bei wenig belaubten Bäumen gut zu erkennen – es war diese Landschaft, die der jüngsten Eiszeit, der Würm-Eiszeit, den Namen gab.

 

Hans Werner würzte seine vogelkundlichen Erläuterungen mit zahlreichen Erlebnissen, die er in über 60 Jahren Begeisterung für die Vogelwelt, gepaart mit genauer Beobachtungsgabe, gesammelt hat. Auch an Kritik an den Ursachen für den dramatischen Rückgang dr Vogelpopulationen und der Atrtenvielfalt sparte er nicht. Trotzdem begeisterte er die Zuhörer mit seinem Imitieren der Vogelstimmen – beginnend bei der Goldammer, den verschiedenen Meisenarten, Spechten und Drosseln und vielen mehr. Auf der Würm präsentierten sich neben Kanada­gänsen die Wasseramsel ebenso wie Paare von Kolbenenten und Gänsesägern.

 

Der Sturm „Niklas“ hatte auch hier beträchtliche Schäden angerichtet – eine weitere Möglichkeit, auf die Augen zu öffnen für die natürliche Waldkulisse an Seitenmoränen, die enorme Bedeutung von „Tot“holz für die Natur und den Au-und Bruchwald nahe der Würm.

 

Unsere Praktikantin Sandra ließ es sich nicht nehmen, das Vogelstimmen-Repertoire von Hans Werner mit ihrem Smartphone zu speichern – sie kann nun ihre Freunde in Berlin teilhaben lassen am Naturerlebnis in Bayern (Foto).


Vogelstimmenwanderung entlang des „7-Brückerl-Weges“ in Stegen

Haussperlimg (Foto: Thomas Hafen - www.natur-fotografieren.de)
Haussperlimg (Foto: Thomas Hafen - www.natur-fotografieren.de)
Sommergoldhähnchen (Foto: Ursula Wiegand)
Sommergoldhähnchen (Foto: Ursula Wiegand)
Zaunkönig (Foto: Ursula Wiegand)
Zaunkönig (Foto: Ursula Wiegand)

Am Sonntag, den 12.04.15 fanden sich 25 interessierte Teilnehmer schon morgens um 7:00 Uhr in Stegen ein, um an einer Vogelstimmenwanderung teilzunehmen. Unter der Leitung von Christine Moser und Franz Wimmer vom LBV ging es durch das Badegelände von Stegen und dann weiter auf dem idyllischen „7-Brückerl-Weg“ durch schönen Mischwald entlang des Ammerseehochufers.

 

Da es um diese frühe Uhrzeit noch friedlich-ruhig war, konnten die Teilnehmer schon im Siedlungsbereich von Stegen mit Arten wie z.B. Stieglitz, Haus- und Feldsperling, und Hausrotschwanz  die ersten interessanten Beobachtungen und Hörerlebnisse machen.  Im Badegelände konnte Christine Moser den Teilenehmern den mit nur etwa 5 g Gewicht kleinesten Vogel Europas  vorstellen: in einer nahen Fichte sang sehr ausdauernd ein Sommergoldhähnchen. Weiter ging es auf dem“ 7-Brückerl-Weg“. Dieser wurzeldurchsetzte Pfad zieht sich durch den artenreichen Mischwald, der am steilen Hochufer zwischen Stegen und Buch wächst. Hier konnten die Teilnehmer weitere Vogelarten, wie Fitis und Zipzalp, Rotkehlchen und  Zaunkönig  kennenlernen.  An den alten Buchen konnten Buntspecht, Kleiber und ein Gartenbaumläufer bei der Nahrungssuche beobachtet werden.

 

Franz Wimmer zeigte den Teilnehmern noch eine Seltenheit unter den heimischen Baumarten: in dem wärmebegünstigten Hangwald wachsen mehrere Elsbeeren. Diese Baumart ist in Bayern überwiegend in Franken verbreitet und liefert ein sehr wertvolles Möbelholz. Auf dem Rückweg konnten auch noch ein Pärchen Rotmilane und ein Mäusebussard beobachtet werden. Zurück am Großparkplatz in Stegen umfasste die Artenliste über 20 Vogelarten, die beobachtet oder gehört worden waren.


Seetaucher-Exkursion am Starnberger See

Seetaucherexkursion in Ambach (Foto: Christian Hemmer)
Seetaucherexkursion in Ambach (Foto: Christian Hemmer)
Am kleinen Seehaus (Foto: Christian Hemmer)
Am kleinen Seehaus (Foto: Christian Hemmer)

24.01.2015 Bei der Führung von Pit Brützel (Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen) und Andrea Gehrold (Gebietsbetreuung Starnberger See) fanden sich trotz frostiger Temperaturen am Samstag Morgen knapp 20 Vogelbegeisterte beim Ambacher Erholungsgebiet ein. Zunächst wurden das Ramsar- und Natura 2000-Gebiet Starnberger See und seine Wasservögel vorgestellt. Am See angekommen, gelang gleich ein guter Blick auf zwei Prachttaucher, die zuerst ruhten und später jagten. Stern- und Eistaucher ließen sich leider nicht blicken, wurden aber anhand von Bildmaterial vorgestellt. Entlang weiterer Stationen am Ost- und Südufer konnten dann insgesamt 16 Wasservogelarten beobachtet werden. Neben verschiedenen Möwenarten wurden auch Schellenten, Reiherenten, Tafelenten, Zwergtaucher und Silberreiher gesichtet.

(Text: Andrea Gehrold, Fotos: Christian Hemmer)


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