Bürgerbegehren gestartet: Schonung der Eichenallee, Erhalt der Klinik in der Ortsmitte

geplantes Areal inmitten von Natura 2000 Gebieten
geplantes Areal inmitten von Natura 2000 Gebieten

Sehr geehrte wahlberechtigte Bürger der Gemeinde Seefeld mit allen ihren Ortsteilen,

 

vor wenigen Tagen wurde ein Bürgerbegehren gestartet, das sich für den Erhalt der Klinik am derzeitigen Standort und gegen eine drohende Bebauung im Landschaftsschutzgebiet im Aubachtal wendet. Damit soll später ein entsprechender Bürgerentscheid möglich gemacht werden.  Die LBV-Kreisgruppe Starnberg unterstützt diese Bürgerinitiative und bittet auch Sie, nach ge­wis­senhafter Prü­fung der Argumente das Bürgerbegehren zu unterstützen.

 

Primär beabsichtigt die Gemeinde, „vorsorglich“ ein Areal an der historischen Eichenallee aus dem „Regionalen Grünzug“ herausnehmen zu lassen, um dort ggf. Baugrund für die eventuell zu erweiternde Klinik schaffen zu können.

 

Es steht außer Frage, dass die Klinik von großer Bedeutung nicht nur für die Gemeinde Seefeld, sondern für das ganze westliche Fünfseenland und darüber hinaus ist – für die medizinische Versorgung wie auch als Ar­beitgeber und Steuerzahler. Sie zu erhalten ist auch für den LBV ein Anliegen – sie zu erhalten am jet­zi­gen Ort, wo auch eine Erweiterung möglich ist.Es steht aber auch außer Frage, dass eine Bebauung des von der Gemeinde in Aussicht genommenen Areals einen unverzeihlichen, schweren Eingriff in die historische Eichenallee bedeuten würde.

 

Seefeld kann stolz sein auf die über 250 Jahre alte Eichenallee, die sich, vor allem an ihrer Westseite  – und das ist etwas Besonderes! –fast vollkommen frei zwischen Delling und dem Pilsensee hinzieht. Sie wurde nicht umsonst in die Denkmalsliste Bayerns eingetragen. Eine Bebauung würde dieses Ensemble zer­stö­ren. Denn eine Allee ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von ein paar alten Bäumen, von denen man meint sie ausreichend zu schützen, wenn man 30 m Bebauungsabstand einhält. Weitere Infrastruktur­maß­nahmen – Tiefgaragen, Zufahrten, Parkplätze – stellten eine weitere Gefährdung dar.

 

Die Allee samt ihren Nebenalleen (hier: an der Straße nach Steinebach) ist nach der Fauna-Flora-Habitat-(FFH-) Richtlinie der EU zu schützen, es gilt das Verschlechterungsverbot. Das Areal liegt im Land­schafts­schutz­gebiet und zudem im „Regionalen Grünzug“. Dieser dient weiträumig die Versorgung Münchens mit Frischluft. Dies ist eine Vorsorgemaßnahme für die Landeshauptstatt, die unter der Belastung nicht nur mit Stick­oxiden leidet und auf die in Zeiten der Klimaerwärmung weitere Bedrohungen zukommen werden. Grünzüge haben auch die Funktion, den Siedlungs­raum zu gliedern. Konkret heißt dies, dass die Orts­teile Seefeld-Oberalting und Hechendorf-Güntering  nicht durch eine Bebauung des dazwischen lie­gen­den Grünzugs zu einem „Sied­lungs­brei“ zusammenwuchern dürfen.  

Der LBV hat bereits eine ablehnende Stellungnahme zur geforderten „Herausnahme des Areals an der Eichenallee aus dem Regionalen Grünzug“ weitergeleitet. 

 

Zur Daseinsvorsorge gehört eine leistungsfähige Klinik, aber ebenso eine lebenswerte Umwelt. Für den LBV bitte ich Sie, das Bürgerbegehren und danach den Bürgerentscheid zu unterstützen.

Unterschriftenlisten finden Sie unter www.initiative-eichenallee.de

 

Horst Guckelsberger

Vorsitzender der Kreisgruppe Starnberg
des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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